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Six verabschiedet sich aus dem Wohnzimmer

Wünsdorf Six verabschiedet sich aus dem Wohnzimmer

Die Band Six ist auf Abschiedstournee, Ende des Jahres gibt es sie nicht mehr. Am Sonnabend spielten sie in Wünsdorf, das sie immer als ihr größtes „Wohnzimmer“ in Deutschland ansahen. Und dabei durfte sogar einer der jüngsten Fans mitsingen.

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Finn (6) durfte mitsingen.

Quelle: André Kasubke

Wünsdorf. Die Rockband „Six“ trat am Sonnabend zum letzten Mal in Wünsdorf auf, einem ihrer „größten Wohnzimmer“, wie Frontmann Stefan Krähe vor Konzertbeginn erzählte. Doch lange trauern müssen die Fans nicht. „Leute, seid nicht traurig. Jeder Abschied bedeutet auch einen Neuanfang.“ So begrüßte Stefan Krähe die zahlreichen Six-Fans am Wünsdorfer See. Nach 25 Jahren Bühnenpräsenz befindet sich die Band auf Abschiedstournee, doch wie Krähe vor dem Auftritt erläuterte, endet nur der Name „Six“. Die neuen Projekte der Musiker stehen schon in den Startlöchern. „Und werden richtig groß.“

Erinnerungen an ein Vierteljahrhundert Bandgeschichte

Doch ehe es so weit ist, konnten die Fans noch einmal ein Vierteljahrhundert Bandgeschichte miterleben, in der Wünsdorf einen bedeutenden Platz einnimmt. In der ganzen Zeit habe man sich in Deutschland mehrere „Wohnzimmer“ eingerichtet, aber der ehemalige Militärstandort ist sicherlich eines der besten und größten, so Krähe. „Wir sind hier mit Roland Kaiser, Christina Stürmer, der Bloodhound Gang und der Kelly Family aufgetreten, das kann man nicht vergessen“, erinnerte sich auch Bassist Robert Gläser. Der denkwürdigste Wünsdorf-Auftritt fand aber vor einigen Jahren an Halloween statt. Krähe hatte vergessen, sich ein Kostüm zu besorgen und kaufte daher in einer nahegelegenen Apotheke einen großen Bestand an Mullbinden. Sein Mumienkostüm hielt allerdings nicht bis zum Ende durch. Nach und nach löste sich der Verband und am Ende stand er nur noch in Unterhosen hinter dem Mikrofon.

Zwischen den Anekdoten bewiesen die fünf Musiker, was sie in den Augen ihrer Anhänger groß gemacht hat: Rockige Töne wechselten sich mit Balladen ab, und egal ob eigene Songs oder Coverversionen, das Publikum sang jede Zeile begeistert mit. „Ein wenig mulmig ist mir schon, dass ich die Jungs heute zum wahrscheinlich letzten Mal live zusammen sehe“, meinte Christina Albrecht aus Telz. „Aber die Konzerte ihrer neuen Bands werde ich definitiv besuchen.“

Finn (6) darf mit auf die Bühne

Auf der Bühne hingegen blieb keine Zeit für Traurigkeit. Immer wieder suchten Stefan Krähe und Robert Gläser den Kontakt zum Publikum, bei „Mein Herz, mein Blut, mein Fleisch“ holten sie sogar den sechsjährigen Finn auf die Bühne, der jede Zeile mitsingen konnte. Seine Mutter Katrin Herrmann aus Mahlow hat mit ihm die Six-CDs immer im Auto gehört, „da mussten wir heute einfach mit ihm hierher, damit er die Band wenigstens einmal live sehen kann.“ Richtig emotional wurde es am Ende des fast dreistündigen Gigs. Die Fans entließen ihre Lieblinge nur nach lautstarken Zugabe-Rufen, es schien, als wollte man sie gar nicht gehen lassen.

„Six“ geben am 12. August ihr letztes Konzert im Altkreis Zossen an der Wasserskianlage Großbeeren, das endgültig letzte Konzert ist am 4. November in der Metropolishalle Babelsberg. Ende Juli erscheint das erste Album von Stefan Krähes neuer Band.

Von André Kasubke

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