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Teltow-Fläming So verlief Brandenburgs originellster Antrag
Lokales Teltow-Fläming So verlief Brandenburgs originellster Antrag
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18:40 25.06.2017
Völlig überrascht steht Jennifer Scherber beim Heiratsantrag von Stefan Lange am 3. Geburtstag des gemeinsamen Sohnes in Gartenschuhen zwischen Kinderspielsachen und Gästen. Quelle: privat
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Wietstock

„Geheiratet wird nächstes Jahr, jetzt will ich meine Verlobungszeit erst mal genießen.“ Diese Verlobungszeit von Jennifer Scherber begann jetzt mit einer großen Verlobungsfeier. „Darüber haben sich alle Gäste richtig gefreut, denn so was feiert ja heute keiner mehr“, erzählt die 31-Jährige.

Doch der Tag des Heiratsantrags von ihrem Freund Stefan Lange, der ist kaum zu toppen. Und liegt auch erst wenige Wochen zurück. Zur Bekräftigung seiner Absicht hatte er die Botschaft in großen Lettern mit roten Herzen quer über vier weiße Geländewagen geschrieben.

Noch immer lachen die beiden, wenn sie an diesen Tag denken: Ihr jüngerer Sohn Mason hatte seinen dritten Geburtstag, und den feierte die Familie im Garten. „Ich wollte schon reingehen, weil es nach Regen aussah“, erzählt die Verlobte. Das Reingehen wusste Stefan Lange zu verhindern. Und konnte starten: Vier weiße Hondas rollten hinter dem Gartenzaun ans Grundstück. „Ich hab’ das erst gar nicht mitbekommen, weil ich mit dem Rücken zum Zaun stand. Dann hat mich meine Schwester angestupst und gesagt ,Dreh dich mal um’“, erzählt die Hauptperson dieses Antrags. „Aus dem letzten Auto ist er dann ausgestiegen...“ Kniet vor seiner Angebeteten nieder und sagt  – ja was eigentlich?

Wieder lachen beide. „Das wissen wir auch nicht mehr“, erzählt die künftige Frau Lange junior. Abends im Bett, als sie diesen verrückten Kindergeburtstag mit Heiratsantrag Revue passieren lassen, stellen sie fest: Sie wissen tatsächlich beide ihre Worte nicht mehr. „Wir haben wie die Teenager geschwatzt. Irgendwann hat er gefragt: ,Hast du überhaupt ja gesagt?’“, erzählt sie und muss gestehen: „Ich weiß es einfach nicht mehr. Aber es muss wohl so gewesen sein.“ „Ich war mir ja ziemlich sicher, sonst hätt’ ich so ’ne Aktion nicht gestartet“, ergänzt er. Hätte sie „nein“ gesagt? „Dann wär’ ich wohl aufgestanden und erst mal ins Ausland gefahren oder so“, meint er.

Die Idee zu dieser Form seines Antrags hatte der 29 Jahre alte Miteigentümer des Autohauses Lange in Wietstock selbst. „Drei Varianten hatte ich im Kopf. Aber so, wo gleich die ganze Familie dabei ist, schien mir das am besten“, erzählt der Kfz-Mechatroniker, Handwerksmeister und Kfz-Betriebswirtschaftler. Sein Vater besorgte die Aufkleber. „Angebracht haben wir sie gemeinsam, und kurz vorher wurden die anderen drei Fahrer eingeweiht.“

Kennengelernt hatte sich das Paar bei Freunden. Da war die Diplom-Betriebswirtin noch im Funkwerk Dabendorf und später bei Rolls-Royce beschäftigt. 2010 holte die Auto-Familie Lange die künftige Schwiegertochter nach Wietstock. Dort verkaufte sie Autos, stand am Tresen, heute ist sie Assistentin der Geschäftsführung. Im Job täglich zusammen, privat unter einem Dach mit den gemeinsamen beiden Söhnen, sie im Ortsbeirat, er bei der Feuerwehr   – wie funktioniert das alles? „Immer reden, was los ist“, sagt Jennifer Scherber überzeugt; „was man in sich reinfrisst, macht krank.“ Das wisse sie von Paaren, die ihre goldene Hochzeit hinter sich haben. „Und es scheint zu stimmen.“ Wieder lacht sie.

Von Jutta Abromeit

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