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Teltow-Fläming So war die DDR
Lokales Teltow-Fläming So war die DDR
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18:29 09.01.2013
DOBBRIKOW

Doch damit nicht genug.

Jetzt plant Torsten Großmann ein neues Projekt. Der Anfang ist bereits gemacht. Auf dem Dach seiner Scheune in Dobbrikow steht mit roter Schrift auf weißem Grund „Volkskammer“. Die Anlehnung ans Parlament der untergegangenen DDR ist gewollt. Denn dort soll eine Art Ostalgie-Museum entstehen. „Ich habe meine Kindheit und Jugend in der DDR verbracht. Ich weiß, dass es viele schlimme Schicksale gegeben hat, die keinesfalls unter den Tisch gekehrt werden dürfen“, sagt der selbstständige Kfz-Meister, „aber es war auch nicht alles schlecht. Der Zusammenhalt war früher viel besser als heute in der Ellenbogengesellschaft.“ Deshalb hat er sich vorgenommen, alles mögliche zusammenzutragen, das an diese Zeit erinnert.

Einiges kann er schon vorzeigen. Dazu gehören Fahnen, Abzeichen, Pionier- und FDJ-Blusen. Zum Schild eines Abschnittsbevollmächtigten kann Torsten Großmann schon eine interessante Geschichte erzählen. Demnach sei einst ein Mopedfahrer von der Polizei angehalten worden und habe fünf Mark Strafe zahlen müssen, weil ein Blinklicht an seiner Schwalbe nicht funktionierte. Vor lauter Ärger habe er in der nächsten Nacht das Schild vom Abschnittsbevollmächtigten abgeschraubt. „Der hätte in Teufels Küche kommen können“, resümiert Großmann.

Die DDR-Utensilien werden in Vitrinen ausgestellt. Außerdem sind Konzerte geplant. Einmal im Monat soll eine Live-Band spielen. „Und wir wollen einen Verein gründen. So wären Eintrittspreise wie zu DDR-Zeiten möglich“, sagt der 50-Jährige, fügt aber sicherheitshalber hinzu, dass er die DDR-Zeit weder überbewerten noch schlecht reden will. Ihn ärgere es aber, wenn Regisseure und Journalisten aus dem Westen berichten, wie es hier zu DDR-Zeiten gewesen sei.

Gleich nachdem das Volkskammer-Schild auf dem Dach montiert war, erhielt der Familienvater jede Menge Anrufe, sowohl von Dorfbewohnern als auch von Durchreisenden, die wissen wollten, was es mit der Volkskammer auf sich habe. Inzwischen hat Großmann bald Fusseln am Mund. Aber er freut sich natürlich über das Interesse und erklärt, dass es sich dabei nicht um das Parlament geht, sondern dass es ähnlich wie bei „Willi Schwabes Rumpelkammer“ sein wird. Zu entdecken gebe es, was die Leute – also das Volk – zusammengetragen haben.

Inzwischen hatte Torsten Großmann schon etliche Ausgaben. Nicht nur das „Volkskammer“-Schild hat er anfertigen lassen, auch das Scheunendach wurde neu gedeckt. Innenarbeiten müssen noch erfolgen. „Wenn die finanziellen Mittel stehen, wollen wir im Herbst dieses Jahres loslegen“, stellt der Dobbrikower in Aussicht. Unterstützung erhält er vom Gottsdorfer Detlef David, der für den künstlerischen Bereich zuständig ist. Er kann einiges dazu beisteuern, wie es Künstlern in der DDR erging. Beispielsweise sollten die Menschen glücklich gemalt werden, um Frohsinn auszustrahlen.

„Neben Alltagsdingen und Arbeitsutensilien suchen wir auch noch Fotos, die das gesellschaftliche Leben in der DDR widerspiegeln“, sagt Torsten Großmann und hofft auf möglichst viele Spenden. Er will nach diesem Projekt erst mal keine verrückten Ideen mehr verwirklichen. (Von Margrit Hahn)

Kontakt zu Torsten Großmann: 03 37 32/4 03 85.

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