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Teltow-Fläming Solar-Firma Smart Energy ist pleite
Lokales Teltow-Fläming Solar-Firma Smart Energy ist pleite
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00:18 18.09.2016
Hier geht nichts mehr rein oder raus. Das Zulieferertor ist geschlossen. Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Es war wohl nur noch eine Frage der Zeit. Nach einer mindestens einjährigen Hängepartie hat das Amtsgericht Luckenwalde den Konkurs des Unternehmens Smart Energy Renew­ables GmbH Deutschland, kurz: Smart Energy, beschlossen. Zum Konkursverwalter wurde eine Rechtsanwaltskanzlei aus Potsdam benannt.

Smart Energy produzierte auf dem Frankenfelder Berg in Luckenwalde Photovol­taikmodule. Noch Ende August 2015 eröffnete das Unternehmen stolz sein zweites Luckenwalder Solarfeld am Zapfholzweg in Anwesenheit der Bürgermeisterin und Vertretern der Stadtverwaltung.

Hier geht nichts mehr rein oder raus. Das Zulieferertor ist geschlossen. Quelle: Hartmut F. Reck

Doch schon kurz darauf kam es zu ersten Unregelmäßigkeiten bei der Lohnzahlung. Danach wurden die Gehälter nach Angaben von Mitarbeitern nur noch verspätet und auch nur sporadisch ausgezahlt. Mal habe es Abschläge gegeben, mal nur halbe Gehälter. Zum Schluss, so heißt es, hätten noch vier Monatslöhne ausgestanden. Etwa 30 bis 40 Mitarbeiter einschließlich der örtlichen Führungsriege wurden entlassen. Nur noch einige Angestellte erledigen derzeit die nötigen Restarbeiten.

2006 ging Nano-Solar am selben Ort pleite

Die Schweizer Smart Energy Renewables AG mit Sitz in Zürich übernahm 2013 die insolvent gegangene Nano-Solar GmbH, die 2006 in der lange leerstehenden Stucki-Halle mit der Herstellung von Solarmodulen begonnen hatte. Smart Energy stellte die Technologie um und erhöhte dadurch die Effizienz der Module deutlich. Durch die beidseitige Versiegelung der Module mit Glas waren sie unempfindlicher gegen äußere Einflüsse. An der Qualität der Produkte wird es wohl nicht gelegen haben. Vermutlich gab es Probleme bei der Vermarktung.

Geschäftsführer war nicht erreichbar

Horst Mahmoudi, Inhaber und Geschäftsführer der Schweizer Muttergesellschaft, war am Mittwoch nicht zu erreichen, beteuerte aber damals gegenüber MAZ, dass man hinter dem Standort Luckenwalde stehe, ihn sogar erweitern wolle. Um das für die ausstehenden Löhne notwendige Geld zu generieren, wollte er die Solarfelder am Zapfholzweg und hinter der Produktionshalle verkaufen. Zudem sei er in Verhandlungen mit internationalen Großkunden. Später hieß es, man wolle unter das Dach eines größeren Unternehmens schlüpfen. Diese Bemühungen sind offenbar gescheitert. Wie es weitergeht, ist unklar.

Von Hartmut F. Reck

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