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Teltow-Fläming Solarfeld in Luckenwalde liegt auf Eis
Lokales Teltow-Fläming Solarfeld in Luckenwalde liegt auf Eis
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18:16 12.03.2015

Der schwäbische Investor Werner Weng hat das denkmalgeschützte alte Heinrichstift gekauft und will darin 34 Wohnungen errichten. Für eine kostengünstige Energieversorgung der Mieter will er Solarthermie- und Photovoltaikanlagen in der Nähe schaffen. Der Bebauungs-Plan sollte dafür das Planungsrecht sichern.

Doch unter den Stadtverordneten gab es Skepsis und weiteren Klärungsbedarf. Dietmar Seiler (Linksfraktion) konnte nicht nachvollziehen, warum der Investor nicht die Fernwärmeversorgung der Stadtwerke nutzen will. Nach seiner Meinung sei dies technisch machbar und durchaus wirtschaftlich. „Eine Photovoltaikanlage steht im Sommer nur sinnlos rum“, sagte er und vermutete, „dass das Konzept nicht sauber durchdacht ist und der Bauherr nicht gut beraten wird“.

CDU-Fraktionschef Sven Petke plädierte dafür, das Bauvorhaben Heinrichstift „von der Energieversorgung zu entkoppeln“. „Jeder Bürger dürfte ein Interesse daran haben, dass das alte Gebäude wieder genutzt wird“, sagte Petke, wünscht sich aber „eine tiefergehende Diskussion“, weil es sich um eine bedeutende Fläche in der Stadt handele. Nach seiner Ansicht sind die Informationen zum Vorhaben „nur schnell dahin geschrieben“. „Mir will nicht in den Kopf, dass das Bauvorhaben nach Ansicht des Investors mit dem Solarfeld steht und fällt“, sagte Petke. An die Fürsorgepflicht der Stadt erinnerte Bärbel Redlhammer-Raback (NPD). Sie plädierte dafür, die Beschlussvorlage zurück in die Ausschüsse zu geben.

Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) zeigte sich enttäuscht. „Es gab ein großes Feld an Enthaltungen, das heißt, es herrscht Unklarheit“, sagte sie und regte an, das Thema im nächsten Fachausschuss wieder aufzunehmen. Schon im Vorfeld hatte es im Wirtschaftsausschuss Bedenken gegen das Vorhaben gegeben. Einige Mitglieder hatten den Verdacht geäußert, der Investor wolle sich mit der überschüssigen Energie „eine goldene Nase“ verdienen.

Investor Weng hatte immer betont, dass er an dem denkmalgeschützten Gebäude weder eine Außendämmung noch Solarzellen auf dem Dach anbringen dürfe. Zur Refinanzierung der Komplettsanierung sei er auf erneuerbare Energien angewiesen, um die Mieter nicht zusätzlich durch hohe Betriebskosten zu belasten.

Von Elinor Wenke

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