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Solarpark auf Acker abgelehnt

Baruth Solarpark auf Acker abgelehnt

In der Stadtverordnetenversammlung von Baruth hat sich keine Mehrheit für den Bau eines Solarparks auf einem Acker in Kemlitz gefunden. Kritik gab es vor allem an der Versiegelung von Flächen durch das Aufstellen der Photovoltaikmodule.

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Das Rathaus von Baruth

Quelle: Christian Zielke

Kemlitz. Der geplante Solarpark in Kemlitz, Teil des Baruther Ortsteils Groß Ziescht, wurde abgelehnt. Der Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans (B-Plan) „Photovoltaikanlage Kemlitz“ fand keine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung am Mittwochabend. Jeweils sechs Mitglieder des Gremiums entschieden sich dafür und dagegen, zwei enthielten sich. Damit gab es keine Mehrheit, sodass dieses Vorhaben als abgelehnt gilt.

„Das Vorhaben widerspricht der naturnahen Entwicklung unserer Dörfer und dem Anspruch, landwirtschaftliche Flächen nicht zu versiegeln“, sagte Bernd Hüsgen (CDU), der sich mehrfach gegen das Projekt aussprach. Er habe „nicht grundsätzlich“ etwas gegen Photovoltaikanlagen, betonte der Stadtverordnete: „Aber nicht auf Ackerflächen. Solche Anlagen gehören auf Abrissflächen oder Dächer, dort sind sie super. Wir sollten überlegen, ob wir nicht geeignetere Flächen als in Kemlitz haben.“

Befürworter verweisen auf geplante Wasserstofftankstelle

Hingegen verwies Befürworter Jörg Stubbe (Linke) darauf, dass die geplante Anlage auch zur Produktion von Wasserstoff genutzt werden soll. Eine Wasserstofftankstelle könnte ihm zufolge im Baruther Industriegebiet installiert werden. Er würde die Fläche in Kemlitz daher in diesem Zusammenhang für die Photovoltaikanlage nutzen.

Auch Tilo Kannegießer (LOB) befürwortete das Projekt. „Die Anlage ist weniger belastend als Windkraftanlagen, zudem schneller zurückzubauen“, begründete er dies. Er teilte auch nicht das Argument, durch die Solaranlage werde dem Wild Nahrung entzogen.

Ortsbeirat Groß Ziescht war für Solarpark

Der Ortsbeirat von Groß Ziescht hatte dem Vorhaben vor kurzem seinen Segen erteilt. Ortsvorsteher Auch der Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur, Energie und Umwelt hatte mit zwei zu einer Stimme für das Vorhaben gestimmt. Die Stadtverordneten folgten diesem Votum mehrheitlich aber nicht.

Das aktuelle Photovoltaikprojekt ist nicht der erste Versuch dieser Art in Kemlitz. Schon 2010 gab es einen Anlauf, wie der Bürgermeister Peter Ilk (parteilos) berichtete. Das Vorhaben wurde damals nicht umgesetzt. Jetzt sei der Investor, die Unigea Solar Projects GmbH aus Berlin erneut auf die Stadt zugekommen.

Von Andreas Staindl

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