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Teltow-Fläming Solarunternehmen investiert direkt vor seiner Haustür
Lokales Teltow-Fläming Solarunternehmen investiert direkt vor seiner Haustür
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00:18 01.09.2015
Strahlende Gesichter. Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide, Bauleiterin Cornelia Knepper, Jürgen Riess und Peter Bruhns von Smart Energy, Ekkehard Buß, Birgit Demgensky und Ingo Reinelt von der Stadtverwaltung Luckenwalde beim Besichtigungstermin (v.l.n.r) Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Den fast kürzesten Weg von der Produktionshalle zum Einsatzort hatten die Photovoltaikmodule, die derzeit noch auf dem neuen Solarfeld am Zapfholzweg auf ihre schräg und nach Süden ausgerichteten Ständer montiert werden. Das Luckenwalder Solarunternehmen Smart Energy stellt nur in wenigen hundert Metern Entfernung die Module her. Noch kürzer war bisher nur der Weg von der Produktionshalle zum hinteren Teil des Firmengrundstücks, wo Smart Energy seinen ersten Solarpark mit 1,3 Megawatt Leistung errichtet hatte, sozusagen direkt vor der eigenen Haustür.

Ansonsten gehen die PV-Module „made in Luckenwalde“ in alle Welt. Peter Bruhns, der örtliche Geschäftsführer der Luckenwalder GmbH, deren Mutterunternehmen in der Schweiz sitzt, und sein Projekt- und Kundenserviceleiter Jürgen Riess nennen ein paar Länder, in die sie liefern und wo sie zum Teil auch an Projekten beteiligt sind: Chile, Türkei, Mexiko, ohne den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.

2013 übernahm Smart Energy die insolvent gegangene Nano-Solar GmbH, die 2006 in der ehemaligen Stucki-Halle mit der Herstellung von Solarmodulen begonnen hatte. Smart Energy stellte die von Nano-Solar entwickelte Dünnschichttechnik auf kristalline Technologie um, was zur Folge hatte, dass ein Modul nicht mehr nur 200 Watt Sonnenstrom produziert sondern 300 Watt. Ein weiterer Vorteil, erläutert Jürgen Riess, ist die beidseitige Versiegelung der Module durch Glas, was ihnen eine lange Lebensdauer gewähre, da sie unempfindlich seien gegen Staub und Schmutz und somit geradezu prädestiniert für den Einsatz in Wüstenregionen.

Das kann bei der wüsten Fläche am Luckenwaler Zapfholzweg auch nicht schaden. Das Gewerbe- und Industriegebiet hinter dem Biotechnologiepark diente früher als Kriegsgefangenenlager (Stalag) und unter der sowjetischen Armee als Technikstandort. Ein Teil der Fläche, den die Stadt Luckenwalde an Smart Energy verkauft hat, gilt deshalb als Bodendenkmal, der andere als Sonderfläche, weil dort eine Hochspannungsleitung darüber führt. Da für die Modulständer keine tiefen Fundamente gebraucht werden und unter der Hochspannungsleitung ohnehin nichts anderes passieren darf, bot sich die Fläche für einen Solarpark geradezu an.

„Von dem Verkaufspreis wollen wir die weitere innere Erschließung des Gewerbe- und Industriegebiets finanzieren“, sagte Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) vorgestern bei einem Besuch des Solarfeldes. Der Teil des Geländes, der an den Biopark grenzt ist für Gewerbe vorgesehen, und der Teil in Richtung B101 für Industrieansiedlungen. Interessenten gebe es schon, sagte Ekkehard Buß vom Stadtplanungsamt. Nirgendwo anders könne die Stadt solche großen und zusammenhängenden Industrieflächen anbieten.

Von Hartmut F. Reck

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