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Sole-Außenbecken für Fläming-Therme geplant

Luckenwalde Sole-Außenbecken für Fläming-Therme geplant

Schon lange gewünscht und gefordert: Die Fläming-Therme soll um ein Sole-Außenbecken erweitert werden. Auf 150 Quadratmetern Wasserfläche unter freiem Himmel sind auch Erlebniselemente vorgesehen.

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Die geschätzten Umrisse des künftigen Sole-Außenbeckens an der Luckenwalder Fläming-Therme. Das 150-Quadratmeter Becken soll an der Südostseite gebaut werden.

Quelle: privat

Luckenwalde. Der Badespaß in der Luckenwalder Fläming-Therme soll künftig auch unter freiem Himmel möglich sein. Die Therme plant den Bau eines Sole-Außenbeckens; im Haushalt der Stadt sind dafür 25 000 Euro für Planungsleistungen eingestellt. Erste Vorstellungen präsentierte Michael Quell, Geschäftsführer der Aquapark Management GmbH als Betreiber, im städtischen Wirtschaftsausschuss. Schon lange wird ein fehlendes Außenbecken von den Badegästen als Mangel benannt und die Schaffung eines solchen von den Stadtverordneten gefordert. Das Sole-Becken soll eine neue Attraktion und einen zusätzlichen Anreiz bieten. Vor allem für die besucherschwachen Sommermonate erhofft man sich neue Nutzergruppen.

Das Außenbecken ist am Hang im Südosten des Gebäudes geplant. „Die Lage ermöglicht eine lange Sonnenbestrahlung und schützt vor Wind“, sagte Quell. Die vorhandene Infrastruktur wie Kassenbereich, Umkleiden und Sanitäranlagen kann laut Quell mitgenutzt werden. „Zusätzliches Personal wird nicht benötigt“, sagte er.

Zahlen und Fakten

Das künftige Außenbecken wird im Untergeschoss der Therme an das Therapiebecken angebunden, der Ausschwimmkanal über die vorhandene Doppelflügel-Tür installiert.

Bei maximaler Auslastung des Geländes für das Außenbecken wäre eine Beckengröße von 12 mal 18 Metern realisierbar (circa 200 Quadratmeter Fläche). Favorisiert wird eine Fläche von 150 Quadratmetern.

Die Randbereiche des Beckens sollen mit Erlebnis-Elementen ausgestattet werden, zum Beispiel Massagestraße, Massageliegen und Wasserspeiern. In der Mitte soll das Schwimmen auf einer Bahn ermöglicht werden.

Die Besucherzahlen der Therme nehmen im Sommer auffällig ab. So wurden im April des Vorjahres 11 449 Gäste gezählt, im Mai 10 053, im Juni 8267, im Juli 9000 und im August 7992.

Aus der Erfahrung anderer Bäder schlägt Quell eine unterschiedliche Nutzung für Sommer und Winter vor. Während der XXL-Pool von Oktober bis Mai mit Sole und einer Wassertemperatur von 32 bis 34 Grad betrieben werden soll, ist für den Sommer ein erfrischendes Nass mit Süßwasser von 27 bis 28 Grad vorgesehen. Die Nutzung soll mit dem Freizeitbecken-Tarif abgedeckt, für den Sommer aber ein moderater Sondertarif eingeführt werden. Der würde zwar zunächst die Einnahmen mindern, aber zusätzliche Besucher bringen. Über mögliche Baukosten konnte Quell noch keine Auskunft geben, er schlägt aber eine leichte Anhebung des Eintrittspreises vor.

Zwar stimmten der Wirtschafts- und der Kulturausschuss für eine Fortführung der Planung, es wurden aber auch Bedenken laut. Andreas Krüger (BV) befürwortet ein Außenbecken, befürchtet aber eine Konkurrenz zum Freibad. „Wir müssen dessen Attraktivität erhalten und dürfen den Betrieb dort nicht runterfahren“, sagte er. Felix Thier (Linke) warnte davor, das Freibad durch „Super-Sommerpreise“ in der Therme vorzeitig abzuschreiben.

Sole-Becken ist kleiner und teurer als das Freibad

Quell sieht diese Gefahr nicht. „Wir sehen das Außenbecken als Ergänzung, nicht als Ersatz“, sagte er. Für heiße Tage seien Becken und Liegewiese viel zu klein und der Eintrittspreis immer noch doppelt so hoch wie im Freibad. Heidemarie Migulla (Linke) sieht ihre Bedenken ausgeräumt. „Im Sole-Becken kann man nur in der Mitte schwimmen, das ist keine Konkurrenz“, sagte sie, „im heißen Sommer gehen Familien ins Freibad.“

Sabine Bölter (Linke) interessierte sich für die Zeitschiene des geplanten Beckens. „Der Bau wäre wohl innerhalb eines Jahres möglich“, sagte Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD). Er werde aber die Stadt „mehrere hunderttausend Euro“ kosten. „Deshalb strecken wir das wahrscheinlich über zwei Jahre“, sagte die Bürgermeisterin.

Von Elinor Wenke

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