Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Sommerfest der Wünsdorfer Werkstätten
Lokales Teltow-Fläming Sommerfest der Wünsdorfer Werkstätten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:00 20.06.2016
Achim Rathke, Bernd Wilms und Marcel Hillebrandts stellten die Wanderbank und andere Produkte vor. Neben ihnen: Geschäftsführer Jörg Lehmann und Gruppenleiter Andreas Bonin (v.l.). Quelle: Stephan Laude
Anzeige
Wünsdorf

„Die Veranstaltung wächst von Jahr zu Jahr“, freute sich Jörg Lehmann, Geschäftsführer der Wünsdorfer Werkstätten. Am Samstagnachmittag richtete die gemeinnützige Einrichtung für behinderte Menschen bereits zum 16. Mal ihre „Sommerserenade“ aus, Motto auch diesmal: „Für Menschen mit Behinderung und ihre Freunde“. Es gab ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm, Boots- und Kremserfahrten, Imbissstände und – natürlich – Erzeugnisse aus den Werkstätten.

So wurde eine überdachte Bank für Wanderer ausgestellt, aus Fichten- und Tannenholz, robust und witterungsbeständig. Acht Leute können bequem darauf sitzen. Einige Exemplare stehen schon an den Wanderwegen rund um Zossen. „Zwölf Bänke haben wir im vorigen Jahr verkauft“, sagt Andreas Bonin, der zuständige Gruppenleiter in den Werkstätten. In der Tischlerei werden auch Sichtschutzzäune, Vogelhäuschen, Nistkästen, Spiele und Haushaltsartikel gefertigt.

Christine Nöll, Gruppenleiterin im Arbeitsbereich Montage, Verpacken, Keramik, stand schon nach der Hälfte des Serenaden-Nachmittags vor einem nur noch mäßig gefüllten Tisch. „Die Besucher kommen gezielt, um etwas zu kaufen“, sagt sie. Neben Schalen wurde auch handgearbeitete Zierkeramik angeboten, etwa von Michel Bukowski, der schon seit Jahren in der Arbeitsgruppe tätig ist. „Er hat sich im Bereich Ton sehr profiliert“, lobte Christine Nöll. Rüdiger Brumm, Gruppenleiter in der Zweigstelle Ludwigsfelde, sagte: „Ich freue mich, dass unsere Arbeit so viel Anerkennung findet.“

Beim Fest waren alle 400 Mitarbeiter der Werkstätten eingebunden. Jeder hatte eine Aufgabe. Und alle schienen sich auch über die Band zu freuen: „Feedback“ aus Berlin. Geschäftsführer Lehmann hat sie zum ersten Mal gehört und sie nicht nur wegen der Musik schätzen gelernt. „Die Gruppe spielt bei uns quasi für Bier und Bockwurst“, sagte Lehmann. Die Band war über eine private Verbindung auf das Fest und sein Anliegen aufmerksam geworden. Geboten werden Oldies, Tanz- und Stimmungsmusik. Wie in den Jahren zuvor standen zudem Amateurkünstler aus den eigenen Reihen auf der Bühne der Werkstätten.

Die Einrichtung war nach der Wende aus den Teilwerkstätten des ehemaligen Kreis-Rehabilitationszentrums Zossen in Saalow und Groß Schulzendorf hervorgegangen. Vor zehn Jahren wurde, um Mitarbeitern kürzere Arbeitswege zu ermöglichen, die Zweigstelle in Ludwigsfelde eröffnet. Die Werkstätten ermöglichen eine berufliche Bildung, die sich an den Interessen und Fähigkeiten der Beschäftigten orientiert.

Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der Menschen mit Behinderung so weit wie möglich zu entwickeln, zu verbessern oder wieder herzustellen, so dass sie innerhalb von zwei Jahren befähigt werden, wirtschaftlich verwertbare Arbeit zu leisten. Die Werkstätten versprechen ihren Kunden die gleiche Termintreue und Qualität, wie sie auch von anderen Unternehmen erwartet werden. Von den Erträgen werden nach Angaben der Werkstätten mindestens 70 Prozent an die Beschäftigten ausgezahlt.

Von Stephan Laude

Mit Veranstaltungen im Kreishaus, im Luckenwalder Haus Sonnenschein und am Trebbiner Bahnhof wurde die Brandenburgische Seniorenwoche in Teltow-Fläming am Wochenende feierlich beendet. Auch die Belange der Behinderten kamen nicht zu kurz.

19.06.2016
Dahme-Spreewald Deutsche Meisterschaften im Rock ’n’ Roll - 29 Mannschaften tanzen um die Titel

In der Paul-Dinter-Halle in Königs Wusterhausen fanden am Sonnabend die Deutschen Meisterschaften im Rock ’n’ Roll statt. 20 Teams – vornehmlich aus den alten Bundesländern – nahmen daran teil. Ausrichter war der Tanzsportclub „Take it easy“ aus Königs Wusterhausen, der das einzige ostdeutsche Team stellte.

19.06.2016
Teltow-Fläming Meisterschaften im Garten- und Landschaftsbau - Kampf der Gartenbauer

Wege pflastern, Beete bepflanzen, Treppen bauen: Beim Berufswettbewerb der Landschaftsgärtner mussten am Sonnabend auf dem LAFG-Gelände in Großbeeren 40 Garten- und Landschaftsbau-Azubis alle Register ziehen, um einen der vorderen Plätze zu belegen. Der Sieger qualifiziert sich für die deutsche Meisterschaft – und wer dort gewinnt, für den wird es hitzig.

19.06.2016
Anzeige