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Sommerfest mit Flüchtlingen geplant

Jüterboger engagieren sich Sommerfest mit Flüchtlingen geplant

Die Vorbereitungen für das Sommerfest am 13. Juni in Jüterbog sind weit gediehen. Mitstreiter der Initiative Arche und weitere Jüterboger engagieren sich, um das Miteinander zu fördern. Deshalb werden sich die Asylbewerber, für die das Fest ausgerichtet wird, selbst an den Vorbereitungen beteiligen.

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Das Gelände des Jugendclubs eignet sich bestens für die Ausrichtung eines Sommerfestes – so die Einschätzung der Gastgeber.

Quelle: Martina Burghardt

Jüterbog. Es soll ein Fest mit Flüchtlingen sein, eines, an dem sie selbst beteiligt sind. Etliche Jüterboger, die sich in der Initiative Arche um die Integration der Asylbewerber bemühen, hatten bei ihrer Zusammenkunft vor zwei Monaten die Idee, die schon kurz darauf Formen angenommen und Unterstützung gefunden hatte.

Das Fest unter dem Motto „Gemeinsam in den Sommer“ findet am Sonnabend, dem 13. Juni, im Jugendclub Jüterbog II statt. Es sollte ein Ort sein, der draußen Platz bietet und bei Regen ein Dach über dem Kopf der Gäste. Die Stadt stellt den Club kostenlos zur Verfügung, die Mitarbeiter unterstützen die „Arche“ bei den Vorbereitungen.

Freudig wurde vorige Woche während der Beratung zu den organisatorischen Details die Bereitschaft der Sparkassenstiftung zur Kenntnis genommen, für dieses und weitere Projekte Geld zu geben. Deshalb konnten bereits Plakate und Handzettel gedruckt werden, die von den Arche-Aktivisten nun in städtischen Einrichtungen und Geschäften verteilt werden. Die Ankündigung wird außerdem über das Internet verbreitet.

Initiative für Flüchtlinge

In der Teestube „One World Chai“ in Jüterbog (Turmstube am Dammtor) treffen sich jeden Sonnabend von 16 bis 18 Uhr Flüchtlinge mit Jüterbogern. Sprachbarrieren werden mit gegenseitiger Hilfe und mit Spielen überwunden.

Die ökumenische Initiative Arche bietet darüber hinaus in der gemeindeeigenen Turmstube seit Anfang des Jahres mit Hilfe des Diakonischen Werkes Beratung für Flüchtlinge an.

An der Aktionsgruppe beteiligen sich neben der Kirche Vertreter von Verwaltung, Unternehmen und Vereinen sowie engagierte Einzelpersonen.

In das Jüterboger Asylbewerberheim sind im September 2014 die ersten Flüchtlinge eingezogen.

Zuallererst war der Termin wohl im Asylbewerberheim bekannt. Dort werden bereits Pläne gemacht, was die Bewohner zum Büfett beisteuern können. Sie werden kochen und backen. Kuchen und Speisen von den Jüterbogern werden gern entgegengenommen.

Gebucht ist für den Nachmittag bereits eine Hüpfburg, für Sport und Spiel ist auf dem Jugendclub-Gelände reichlich Platz. Die Gruppe „Jugend hat Bock“ will sich darum kümmern und vielleicht sogar ein Fußball- oder Volleyballturnier organisieren. Dazu Tischtennis oder Kicker – der Jugendclub ist für so ein Fest gut ausgestattet.

Der Wunsch derjenigen, die sich im Arbeitskreis Asyl engagieren, ist es natürlich auch, Kindern und Jugendlichen die Kontakte zu Gleichaltrigen zu erleichtern und ihnen die Freizeitmöglichkeiten zu zeigen. Zurzeit leben beispielsweise junge Albaner in dem Heim im Waldauer Weg.

„Die Belegung hat seit der Eröffnung im September gewechselt“, berichtet Mechthild Falk. Etliche Familien seien in Wohnungen gezogen. „Wir werden sie vermissen“, so die Pfarrerin. Abschiebungen von Asylbewerbern, die in Jüterbog aufgenommen wurden, habe es bislang noch nicht gegeben.

International wird das Fest nicht nur durch die verschiedenen Nationalitäten der Flüchtlinge, die in möglichst vielen Sprachen begrüßt werden sollen. Zum Auftakt betritt nämlich der Eltern- und Lehrerchor der John-F.-Kennedy-Schule Berlin die Bühne im Jugendclub. Der Amerikaner John R. Curtis ist selbst oft bei den von der Arche organisierten samstäglichen Treffen in der Teestube.

Zum Sommerfest eingeladen ist außerdem der chilenische Chor, der am Abend in der Nikolaikirche ein Konzert gibt. Wer sein Spanisch auffrischen möchte, ist deshalb ebenfalls am 13. Juni willkommen.

Das große Bild, das die Festgäste an dem Nachmittag gemeinsam malen, soll übrigens das Heim verschönern. Dort ist noch viel Platz an den weißen Wänden.

Von Martina Burghardt

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