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Sommerkonzert in Alexanderdorf

Mittelalterliches auf der Jehmlich-Orgel Sommerkonzert in Alexanderdorf

Die Ordensschwestern aus dem Kloster Alexanderdorf öffnen mehrmals im Jahr im Kloster für sommerliche Musikveranstaltungen. Die letzte in diesem Jahr fand am Sonntag statt. Die Besucher hörten Orgelstücke, dargeboten vom Organist Stefan Nusser.

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Organist Stefan Nusser an der Jehmlich-Orgel.

Quelle: Gudrun Ott

Kummersdorf-Alexanderdorf. Vier Sommerkonzerte waren für dieses Jahr im Kloster Alexanderdorf geplant, das letzte fand am Sonntag statt. Die Besucher, viele von ihnen sind seit Jahren Stammgäste, saßen dicht gedrängt auf den Bänken der kleinen Klosterkirche.

Sie wurden begrüßt von Schwester Beata, der Kantorin des Benediktinerinnen-Klosters. Auf der Dresdener Jehmlich-Orgel spielte Stefan Nusser zum Vorabend des Festes „Mariä Aufnahme in den Himmel“ Werke von Arnolt Schlick, Deszö Antalffy-Zsiross, Heinrich Scheidemann und Richard Bartmuss. Neben einem Auszug aus dem „Llibre vermell de Montserrat“, spätmittelalterlichen Liedern und liturgischen Texten des 14. Jahrhunderts, brachte Nusser auch eine eigene Improvisation über das Lied „Maria, Mutter, Friedenshort“ zu Gehör. Stefan Nusser, geboren 1970 bei Magdeburg, ist Kirchenmusiker an der Propsteikirche St. Peter und Paul in Dessau. Er studierte das Fach Orgel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und schloss mit einem Konzertexamen ab. International ist der Organist bekannt durch diverse Konzerttätigkeiten, des Weiteren durch Rundfunk- und CD-Aufnahmen. Nusser sagte über die Orgel, sie sei schön intoniert. „Ihre Töne klingen sehr edel und abwechslungsreich.“

Die Firma Jehmlich ist seit fünf Generationen dem sächsischen Orgelbau verbunden und gehört zu den vier besten Orgelbauern Ostdeutschlands. „Musikalisch hochwertige Konzerte sind uns wichtig“, erklärte Schwester Beata und versprach, „sie werden auch im nächsten Sommer wieder stattfinden.“

Der Organisator ist Dietmar Hiller vom Konzerthaus Berlin. Der Musikwissenschaftler, der selber Orgel spielt, trat die Nachfolge von Domkapellmeister Michael Witt an, der vor vier Jahren nach schwerer Krankheit starb. Witt habe mit den Schwestern den Gesang nach den Grundsätzen der gregorianischen Semiologie erarbeitet, so Schwester Beata.

Witt war es auch, der die „Sommermusiken im Kloster Alexanderdorf“ ins Leben rief. Diese Konzertreihe, jeweils von Mai bis August, erfreute sich schnell zunehmender Beliebtheit und zog im vergangenen Jahr so viele Freunde der klassischen Musik an, dass die Kirche den Zustrom kaum zu fassen vermochte.

Zu den Konzerten gehört auch das gemeinsame Kaffeetrinken im Klostergarten. Für Bernhard Schreiber aus Dabendorf ist das eine besondere Einstimmung vor dem musikalischen Erlebnis. Ähnlich empfindet das Brigitte Bürger aus Baruth. „Hier ist alles so selbstverständlich, dass man sich auf Anhieb wohlfühlt.“

Von Gudrun Ott

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