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Sorge über Schulwegsicherheit

Eltern und Lehrer kritisieren Luckenwalder Verkehrsplanung Sorge über Schulwegsicherheit

Eltern in Luckenwalde sind außer sich. Künftig soll der Autoverkehr von der Lämmergasse über den Boulevard in die Theaterstraße führen. Zufällig ist das jener Abschnitt, den die Schüler der Friedrich-Ebert-Grundschule jeden Tag laufen. Diese Entscheidung sorgt nun für Ärger. Lehrer und Eltern hoffen auf eine Änderung des Plans.

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Die meisten Grundschüler gehen über den Boulevard zur Friedrich-Ebert-Schule. Genau an dieser Ecke sollen künftig Autos fahren dürfen.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. Noch haben außer ein paar Baumfällungen die Bauarbeiten auf dem Luckenwalder Boulevard nicht begonnen. Dafür sind die Planungen aber schon länger bekannt. Doch ein Detail ist bisher wohl nicht ausreichend berücksichtigt worden und ruft jetzt die Schulkonferenz der Friedrich-Ebert-Grundschule auf den Plan.

So soll der als Lämmergasse im Volksmund benannte Teil der Breiten Straße über die jetzige Fußgängerzone nach links in die Theaterstraße münden. Das hieße, dass die beiden bisherigen Sackgassen miteinander verbunden würden und Autos im Einbahnstraßenverkehr von der Lämmergasse in die Theaterstraße fahren dürften. „Das war der Wunsch der Hausbesitzer in der Lämmergasse sowie der Gewerbetreibenden auf dem Boulevard“ begründet Planungsamtsleiter Peter Mann diese Planung. Immerhin sei der Bedeutungs- und Funktionsverlust der Lämmergasse offenkundig seitdem sie durch die Fußgängerzone quasi abgeschnitten wurde.

Unverständnis bei Eltern und Lehrern

Doch solche stadtplanerischen Aspekte interessieren die Eltern und Lehrer der Ebert-Schule nicht. „Ein Großteil unserer Schüler kommt über den Boulevard“, sagt Cornelia Hübsch, Elternvertreterin und Vorsitzende der Schulkonferenz. „Wir sind aus allen Wolken gefallen, als wir von den Plänen gehört haben“, sagt Hübsch. Vor einem Monat habe sie deswegen gemeinsam mit Schulleiterin Bettina Kühne ein Gespräch mit Amtsleiter Mann geführt, um sich die Pläne erläutern zu lassen. Das habe sie aber nicht ausreichend überzeugt. Entsprechend habe man die Schulgremien informiert. Diese teilen die Bedenken, weil man von einem niedrigeren Schutzniveau durch diese Planung ausgeht. Deshalb will man die Stadtverordneten darum bitten, die Planung zu überdenken.

Hübschs Ehemann Ralf Eyssen erinnert sich obendrein, dass dieses Thema schon mal vor längerem im Wirtschaftsausschuss, dem er als sachkundiger Bürger angehört, beraten wurde. „Da wurde das auch bemängelt und keine Notwendigkeit erkannt“, so Eyssen. Da aber niemand einen Änderungsantrag gestellt habe, sei die Planung einfach weitergelaufen.

Peter Mann versteht die Aufregung nicht. Schon jetzt führen Autos von der Lämmergasse auf den Boulevard, ob sie es dürfen wie Lieferwagen, oder nicht. Mit der neuen Verkehrsführung wäre die Schulwegsicherheit viel größer als jetzt, meint Mann. Die Erinnerungsstelen würden so umverlegt und eine acht Zentimeter hohe Schwelle über die Straße gelegt, dass die Autos nur sehr langsam und mit einem großen Bogen in die Theaterstraße einbiegen könnten. Als Abkürzung werde niemand diese Strecke nutzen, meint Mann, zumal die Zufahrt zum Parkplatz auf den Kleinen Haag verlegt werde. Auf die vorgesehenen Parkplätze am linken Straßenrand könne man auch verzichten.

Von Hartmut F. Reck

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