Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Sorge um Unterrichtsausfall trotz neuer Lehrer
Lokales Teltow-Fläming Sorge um Unterrichtsausfall trotz neuer Lehrer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:29 30.08.2015
Neues Schuljahr, alte Sorgen. An den Schulen in der Region startet in der kommenden Woche wieder der Unterricht. Quelle: dpa
Anzeige
Königs Wusterhausen

Im vergangenen Schuljahr mussten noch Tausende Schüler ohne Zeugnisse in die Winterferien gehen, weil an etlichen Schulen wegen Lehrermangels zuviel Unterricht ausgefallen war. Inzwischen hat die Landesregierung mehr als 1000 Lehrer neu eingestellt, aber die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sieht weiterhin große Probleme.

„In vielen Schulen herrscht eine große Unzufriedenheit vor, die auf die fehlenden Stellen als Ersatz für langzeiterkrankte Lehrkräfte und die unzureichende Stellenausstattung der Schulen zurückzuführen ist“, schrieb vor Kurzem Günther Fuchs, der Vorsitzende der GEW Brandenburg, an Bildungsminister Günter Baaske (SPD). Ein Eindruck, den Sven Otto bestätigen kann: „Wir haben in Teltow-Fläming viele krankgeschriebene Lehrer und das Schulamt schafft es nicht, für adäquate Vertretungen zu sorgen“, berichtet der Vertreter des Kreis-Eltern-Rates. „Häufig müssen dann Leute einspringen, die noch nie mit Kindern zu tun hatten.“

Sven Ottos zehnjährige Tochter besuchte zuletzt die Astrid-Lindgren-Grundschule in Mahlow. „Da musste im vergangenen Schuljahr tatsächlich die Sekretärin Vertretungsstunden geben.“ Otto, deren Tochter zum neuen Schuljahr selbst an ein Gymnasium wechselt, höre von vielen weiterführenden Schulen, dass diese das erwartete Bildungsniveau bei den Fünftklässlern nicht mehr voraussetzen können. „Die Landesregierung sagt doch seit Jahren, wir investieren in Bildung. Ich frage mich, warum dann nicht ausreichend neue Lehrer kommen.“

Diesen Vorwurf will man im Bildungsministerium nicht gelten lassen: „Wir haben zum neuen Schuljahr mehr als tausend neue Lehrer eingestellt“, erklärt Ministeriumssprecher Florian Engels, dessen Vorgesetzter Günter Baaske heute auf einer Pressekonferenz zum Thema informieren will. „Es gibt jetzt nur noch einzelne Stellen, die offen geblieben sind und wir werden auch im laufenden Schuljahr weitere Lehrkräfte einstellen.“

Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen gebe es etwa im ländlichen Raum oder bei bestimmten Fächerkombinationen wie etwa Mathe und Physik.

Schwierigkeiten, die an der Gemeinde Niedergörsdorf im ländlichen Süden von Teltow-Fläming aber offenbar vorbeigehen. Zum Thema Lehrermangel will Hauptamtsleiterin Andrea Schütze zwar keine Einschätzung abgeben. Ansonsten zeigt sie sich optimistisch vor dem nahenden Schulbeginn: „Unsere Schülerzahl wird in diesem Jahr von 260 auf 295 steigen und auch diesmal gibt es für die Erstklässler wieder ein Geschenk von der Gemeinde.“ Das könne eine eigene Fibel zum Ausmalen oder ein Lük-Kasten sein. Allerdings gibt es in Niedergörsdorf auch keine weiterführenden Schulen, wo das Problem des Lehrermangel schwerer ins Gewicht fällt:

„Es ist natürlich problematischer, wenn eine Lehrkraft in einer Abiturklasse für zwei Monate ausfällt als an einer Grundschule“, sagt Heinz-Georg Hanke, Elternvertreter in Dahme-Spreewald. Aber der Dozent aus Königs Wusterhausen sieht auch Lichtblicke für das kommende Schuljahr: „Ich finde es sehr positiv, dass es im Land 100 neue Stellen für Schulsozialarbeiter gibt.“ Fünf neue Stellen davon dürften dann auf den Landkreis Dahme-Spreewald entfallen.

Von Martin Küper

Nun wurden auch in Luckenwalde die Weichen in Richtung Gründung einer Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Multienergiekraftwerk Sperenberg gestellt. Der Wirtschaftsausschuss stimmte bei einer Gegenstimme dafür. Die Gemeindevertre-tungen von Nuthe-Urstomtal, Am Mellensee und Trebbin gaben schon ihre Zustimmung. Jetzt fehlt nur noch Ludwigsfelde.

30.08.2015
Teltow-Fläming Flüchtlinge in Jüterbog - Ein Beet für alle

Drei Schülerinnen aus Jüterbog zeigen Courage und Engagement. Sie haben ein Pflanzenbeet angelegt, dass die Flüchtlinge in Jüterbog auch nutzen sollen. So soll der Gemeinschaftssinn gestärkt werden. Dennoch haben sie auch Angst vor der Reaktion einiger Mitmenschen.

30.08.2015

Zwei große Weiden brachen am stürmischen 31. März ab, krachten in den Glienicker Dorfteich und zerstörten die künstlich angelegte Schutzschicht. Seitdem versickert das Wasser im Boden. Nun fordert der Ortsbeirat von der Stadt Zossen, den Teich zu sanieren. Das lehnt Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) bislang aus Kostengründen ab.

29.08.2015
Anzeige