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Sorge wegen Blei im Luckenwalder Trinkwasser

Gesundheit Sorge wegen Blei im Luckenwalder Trinkwasser

367 komplette Bleileitungen von der Hauptleitung bis zum Wasserzähler werden in Luckenwalde vermutet. Unter diesen Adressen sind 1474 Einwohner gemeldet, davon 29  Kinder unter drei Jahren.

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In Luckenwalde hat man Sorge, dass im Trinkwasser Blei ist.

Quelle: dpa

Luckenwalde. Die Belastung von Luckenwalder Trinkwasserleitungen durch Blei beschäftigte erneut die Stadtverordneten. Nach Auskunft von Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) werden derzeit bei 367 Adressen komplette Bleileitungen vom Abzweig der Hauptleitung bis zum Wasserzähler vermutet. Davon betroffen sind 1474 Einwohner, unter ihnen 29 Kinder unter drei Jahren.

Bei weiteren 283  Adressen hatte die Nuthe Wasser und Abwasser (Nuwab) GmbH die Bleileitungen bis zur Grundstücksgrenze bereits ausgetauscht. Wie viele Eigentümer die Leitungen auf ihren Grundstücken ersetzt haben, ist nicht bekannt. So geht man dort zunächst von „halbausgetauschten Bleileitungen“ aus. Laut Bürgermeisterin sind unter diesen Adressen 1133 Bürger gemeldet, unter ihnen 27 Kinder unter drei Jahren. „Die tatsächlichen Fallzahlen sind geringer“, ist sie überzeugt, denn schon in allen fünf vermuteten städtischen Gebäuden seien keine Bleileitungen mehr vorhanden. „Jeder betroffene Eigentümer ist angeschrieben worden. Mit der Nuwab ist abgesprochen, dass man sich vor allem um Haushalte mit kleinen Kindern kümmert“, sagte die Bürgermeisterin. Auch etliche Eigentümer hätten sich bereits gemeldet.

Kritik der Stadtverordneten

Herzog-von der Heide musste sich dennoch Kritik der Stadtverordneten anhören. Nadine Walbrach (CDU) empörte sich, dass die Bürger nicht frühzeitig über die Bleibelastung informiert und die Leitungen von der Nuwab nicht längst ausgetauscht wurden. „Die Kunden haben kein unbedenkliches Trinkwasser erhalten, bekommen sie jetzt ihr Geld zurück?“, wollte sie wissen.

„Ich weiß nicht, wie die Nuwab sich verhält, das ist außerdem Sache des Aufsichtsrates“, sagte Herzog-von der Heide. Doch Sven Petke (CDU) entgegnete: „Wir können nicht alles auf den Aufsichtsrat schieben, die Nuwab ist schließlich eine städtische Gesellschaft.“ Petke forderte einen konkreten Zeitplan, bis wann welche Leitungen ausgetauscht werden.

Ortsteile Frankenfelde und Kolzenburg nicht betroffen

Herzog-von der Heide und ihr Amtsleiter Ingo Reinelt halten den Termin Ende 2017 für realistisch. Außerdem verwies die Bürgermeisterin noch einmal darauf, dass „sämtliche Trinkwasser-Hauptleitungen in der Stadt bleifrei sind“. Auch die Ortsteile Frankenfelde und Kolzenburg seien nicht von Bleileitungen betroffen.

Von Elinor Wenke

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