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Teltow-Fläming Sorgenkind: Dorfgemeinschaftshaus Kemnitz
Lokales Teltow-Fläming Sorgenkind: Dorfgemeinschaftshaus Kemnitz
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18:01 07.11.2018
Stefan Scheddin (parteilos) Quelle: foto: Hahn
Ruhlsdorf

Die Haushaltsdiskussion geht in Nuthe-Urstromtal in die dritte Runde. Sehr zum Bedauern von Bürgermeister Stefan Scheddin: „Je eher wir einen genehmigten Haushalt haben, desto eher können wir im nächsten Jahr mit der Arbeit beginnen“, so Scheddin. Grund für die Verzögerung ist das Dorfgemeinschaftshaus in Kemnitz, das in den vergangenen Wochen für erheblichen Zündstoff gesorgt hat. Baukosten in Höhe von 425 000 Euro erschienen den Gemeindevertretern als unverhältnismäßig hoch.

Nicht umfassend dargestellt

Scheddin gibt zu, dass die angedachten Maßnahmen seitens der Verwaltung nicht umfassend richtig dargestellt wurden. „Rufe wurden laut nach vergoldeten Türklinken, oder wir würden dort ein Schloss bauen“, so Scheddin, der den Gemeindevertretern versicherte, dass er dies mit dem Gebäude in Kemnitz nicht vorhabe. Er brachte diese Maßnahme mit verringerter Bausumme abermals in den Haushaltsentwurf 2019 mit ein. Die nächste Sitzung des Bauausschusses soll deshalb vor Ort in Kemnitz stattfinden. Dann soll offen, ohne Vorurteile und letztmalig darüber diskutiert werden. Er bittet diesbezüglich um Fairness.

Fördermittel nutzen

Der Bürgermeister hat nochmals darauf hingewiesen, dass es eventuell für die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses Fördermittel gibt. Wenn man diese nicht nutzt, habe keiner etwas davon.

Dann fließen sie nach Berlin oder Brüssel zurück und die Gemeinde verpasst die Chance, 250 000 Euro zu bekommen.

Solider Haushaltsentwurf

Den Haushaltsentwurf für 2019 sieht Scheddin trotz anstehender Kreditaufnahmen als solide an. „Der Ergebnishaushalt kann leider weiterhin nicht ausgeglichen werden, da das ordentliche Jahresergebnis einen Fehlbedarf von rund 116 000 Euro aufweist. Dieser Fehlbetrag kann weiterhin durch die Rücklage aus den Überschüssen des ordentlichen Ergebnisses ausgeglichen werden“, fügt Scheddin hinzu.

Im Finanzhaushalt sind Investitionen in Höhe von 3,7 Millionen Euro enthalten. Davon muss die Gemeinde 1,3 Millionen Eigenmittel aufbringen. „Mit diesem Haushalt, so wie er jetzt vorliegt, wird trotz Kredit, den wir im Entwurf für den Anbau der Kita in Hennickendorf vorsehen, ein formeller Haushaltsausgleich für das Haushaltsjahr 2019 erzielt“, sagt Scheddin. Der Entwurf sieht wichtige Investitionen vor, wie den Umbau des Hortes in Stülpe. Zudem soll die Freiwillige Feuerwehr in Holbeck mit neuem Gerätehaus und Fahrzeug ausgestattet werden.

Beratungen in den Ausschüssen

Die Gemeindevertreter beschlossen, den Entwurf der Haushaltssatzung 2019, den sie am 6. November als Tischvorlage erhielten, in den Ausschüssen zu beraten. „Lassen Sie uns gemeinsam in den nächsten Ausschüssen sachlich und auf Augenhöhe diskutieren“, fordert der Bürgermeister.

Von Margrit Hahn

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