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Sorglosigkeit macht’s Dieben leicht

Jüterbog Sorglosigkeit macht’s Dieben leicht

Wer bei der Sicherheit zu leichtsinnig ist, macht Dieben das Leben zum Paradies. Doch Möglichkeit, sich vor ihnen zu schützen, gibt es viele. Einige davon verriet Hauptkommissar Olaf Lehnhard nun Jüterboger Senioren.

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Olaf Lehnhardt mit der von ihm „entwendeten“ Handtasche als Corpus Delicti für den alltäglichen Leichtsinn.

Quelle: Uwe Klemens

Jüterbog. „Jüterboger Seniorin von Handtaschendieb beklaut“ – so oder so ähnlich hätte eine der Überschriften dim heutigen Polizeibericht (siehe links) lauten können. Das Besondere daran war nicht, dass sich die Sache am helllichten Tag und in einer Menschenansammlung zutrug, sondern dass sich ein Polizist als Dieb entpuppte. Zu den mildernden Umständen gehört, dass sich Olaf Lehnhardt kurz nach der Tat selbst stellte und der vermeintliche Diebstahl in der Begegnungsstätte der Volkssolidarität als Einführung der für Senioren gedachten Präventions-Veranstaltung „Räuber sind keine Kavaliere“ gedacht war.

Regelmäßige Präventionsveranstaltungen

Einen besseren Einstieg ins Thema hätte der Hauptkommissar kaum wählen können. Denn die Sorglosigkeit bis hin zum Leichtsinn im Alltag ist riesengroß, wie Lehnhardt aus 34 Berufsjahren weiß. Die unbeaufsichtigte Handtasche im Supermarkt-Wagen, die lose über der Stuhllehne baumelnde Handtasche und das angekippte Fenster im Erdgeschoss sind Klassiker, die bei Dieben und Räubern nach wie vor sehr beliebt sind.

Ziel der regelmäßig durchgeführten Präventionsveranstaltungen ist es, bei den Zuhörern ein Gefühl dafür zu entwickeln, dass Sicherheit keine Hexerei ist, sondern man auch selbst und mit vergleichsweise geringem Aufwand einiges dafür tun kann. Ein weiterer Klassiker des Leichtsinns ist das Abheben großer Geldsummen, obwohl man gar nicht so viel benötigt. Nicht nur Rentner stehen am Monatsanfang am Geldautomaten Schlange, sondern auch Diebe, denen das spätere Opfer im Anschluss noch zeigt, wo es wohnt.

Trickdiebstähle werden häufiger

Stark zugenommen hat die Zahl der Trickdiebe, die mit großem Einfallsreichtum, getarnt als Polizist, Handwerker oder hilfsbedürftige Person, versuchen, in die Wohnung zu kommen. Zu einem klaren Nein rät Lehnhardt. Wenn sich der Trickdieb davon nicht stoppen lässt, sind ordentliche Türschlösser und -sicherungen der beste Schutz. Denn wenn der Aufwand zu groß wird, schrecken die meisten Diebe vor einer Tat zurück, weiß Lehnhardt.

Auch wenn der Vortrag vieles nur anreißen konnte, zeigten sich die Senioren dankbar für die Tipps. „Unangemeldeten Fremden nicht zu öffnen und die Tür immer abzuschließen, werde ich ab heute beherzigen“, sagt die 80-jährige Gisela Teich.

Olaf Lehrnhardt bietet auch individuelle, kostenlose Beratungen an, Terminvereinbarung unter 0 33 71/ 6 00 28 40.

Von Uwe Klemens

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