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Soziale Probleme abseits der Flüchtlingshilfe

Linken-Politikerin Diana Bader in Luckenwalde Soziale Probleme abseits der Flüchtlingshilfe

Frauenhäuser sind unterfinanziert, Vereine brauchen Unterstützung für ihre ehrenamtlich aktiven Mitglieder – drängende soziale Themen gibt es auch noch abseits der Flüchtlingshilfe. Darüber sprach die Landtagsabgeordnete Diana Bader (Linke) mit Fachfrauen aus der Kreisverwaltung.

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Linken-Politikerin Diana Bader (3. v. l.) beim Informationsgespräch im Kreishaus.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. Das Thema Flüchtlingshilfe überdeckt derzeit fast alles. Aber darüber dürfe man andere Probleme nicht vergessen, sagt Diana Bader. Deshalb kam die Landtagsabgeordnete der Linken am Donnerstag zu einem Informationsgespräch ins Kreishaus in Luckenwalde.

Die Politikerin aus Finsterwalde ist Sprecherin ihrer Fraktion für Frauen, Familien, Gleichstellungs- und Behindertenpolitik und hatte sich zu einem Gespräch mit Fachfrauen aus der Kreisverwaltung verabredet: mit der Sozialdezernentin, der Gleichstellungs- und der Behindertenbeauftragten und der Sachgebietsleiterin für Betreuungsangelegenheiten. Natürlich ging es dabei um Flüchtlingshilfe, aber eben nicht allein darum.

So wies unter anderem Dezernentin Kirsten Gurske (Linke) darauf hin, dass die Frauenhäuser tendenziell unterfinanziert sind – und das bei dem hohen Qualitätsanspruch, den das Land an die Einrichtungen stelle. Dieser lasse sich mit der Landesfinanzierung schlicht nicht bezahlen, zum Beispiel eine 24-Stunden-Beratungsbereitschaft für Frauen. In dieser Frage müssten auch die Gemeinden mehr in die Pflicht genommen werden, schlug Gurske vor: „Das würde uns als Kreis schon entlasten.“ Doch das seien so Themen, ergänzte die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises, Christiane Witt, „mit denen man(n) nichts zu tun haben will“.

Der demografische Wandel mache sich auch bei Vereinen und Verbänden bemerkbar, erklärte die Behinderten- und Seniorenbeauftragte des Kreises, Jacqueline Muskalla. Ehrenamtler – und darunter auch viele ältere Freiwillige – würden oft wie Vollzeitkräfte in Anspruch genommen. Da sei es schwer, sie überhaupt noch bei der Stange zu halten. Entsprechend schwierig sei es, auch Ehrenamtliche für Betreuungsangebote zu finden, wurde von den Fachfrauen betont, zumal auch die Anforderungen sehr hoch seien.

Von Hartmut F. Reck

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