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Spargelernte auf Gut Diedersdorf beginnt

230 Saisonarbeiter im Einsatz Spargelernte auf Gut Diedersdorf beginnt

Bei Marc Hoffmann kommt Spargel von nun an täglich auf den Tisch. Der Gartenbauingenieur ist Betriebsleiter des elterlichen Spargelgutes Diedersdorf. Dort ist die Erntesaison gerade angelaufen. Voraussichtlich bis Ende Juni wird das edle Gemüse gestochen. Auch in diesem Jahr rechnet Hoffmann mit ähnlich guten Erträgen wie in der vorigen Saison.

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Frischer Spargel von den gutseigenen Feldern kommt bei Marc Hoffmann täglich auf den Tisch.

Quelle: Pechhold

Diedersdorf. Weiße Folien so weit das Auge reicht. Mittendrin präsentiert Marc Hoffmann eine Kiste mit erntefrischem Spargel. Der Gartenbauingenieur ist Betriebsleiter des Spargelgutes Diedersdorf. Auf den Flächen des elterlichen Agrarunternehmens werden aktuell täglich bis zu einer Tonne des edlen Gemüses gestochen.

„Mit ein paar Stangen brauchen wir gar nicht erst anzufangen“, sagt Hoffmann. Mehrere Hundert Kilo pro Tag müssten es mindestens sein, damit es sich lohnt. Vorigen Freitag schauten die ersten Spargelköpfe neugierig aus dem märkischen Boden. Seit Dienstag stechen rumänische und polnische Saisonarbeiter frühe Sorten auf den Feldern. Mit Bussen werden die Landarbeiter von Feld zu Feld gefahren. Dort gedeiht der Spargel unter Sandwällen, die doppel- bis vierlagig mit wachstumsfördernder Folien bedeckt sind.

100 Hektar Anbaufläche werden in der Region bewirtschaftet

„Insgesamt bewirtschaften wir 100 Hektar in der Region“, sagt Hoffmann. Was 1996 auf nur sechs Hektar begann, hat sich mittlerweile zu einem ertragreichen Geschäft ausgewachsen. Die Anbau-Standorte liegen zwischen Großziethen und Diedersdorf. Geerntet wird in diesem Jahr auf 80 Hektar. In einer guten Saison liegt der Ertrag bei 6000 Kilo pro Hektar.

„Wir versuchen, Spargel von Anfang April bis Ende Juni anzubieten.“ Privatkunden können das Gemüse entweder im gutseigenen Hofladen kaufen oder im benachbarten Restaurant auf Flammkuchen, mit Schnitzel, holländischer Soße oder brauner Butter in aller Ruhe genießen. „Weiter versorgen wir vor allem Edeka-Märkte und Gaststätten im Umkreis von 25 Kilometern mit Spargel“, sagt Marc Hoffmann.

Vernünftige Unterkunft für Saisonarbeiter gebaut

Bei ihm kommt das leckere Gemüse die ganze Saison über täglich auf den Tisch. Wobei der 35-Jährige genau weiß, wie viel Arbeit – vom Anbau bis zur Ernte – in jedem schmackhaften Gericht steckt. Rund 230 Erntehelfer sind über die Saison verteilt im Einsatz. Darunter 80 deutsche sowie 150 rumänische und polnische. Verständigungsprobleme mit den osteuropäischen Erntehelfern kennt Hoffmann nicht. Er spricht fließend Polnisch und Rumänisch. „Das beugt Missverständnissen vor und schafft Vertrauen.”

Die meisten Rumänen und Polen kommen seit vielen Jahren zur Ernte nach Diedersdorf. Noch 2015 waren sie in einer gemieteten, ehemaligen Kaserne in Blankenfelde untergebracht. Weil der Mietvertrag auslief und das Gebäude an einen Investor verkauft wurde, „haben wir eine vernünftige Unterkunft auf dem Gutsgelände gebaut“. Dort gibt es Einzelzimmer für Erntehelfer, die länger bleiben, und Räume für bis zu vier Personen. In der Hochsaison finden 120 Leute dort Platz. Dann ernten vier Helfer einen Hektar Spargel in drei Stunden ab. Ähnlich große Erträge erwartet Hoffmann „so ab dem 20.  April herum“.

Info: www.spargelgut-diedersdorf.de

Von Frank Pechhold

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