Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Spaziergang mit der Landrätin
Lokales Teltow-Fläming Spaziergang mit der Landrätin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 18.05.2017
Der Großbeerener Bürgermeister Carl Ahlgrimm (r.) führte die Besucher durch seine Gemeinde. Quelle: Gudrun Ott
Anzeige
Großbeeren

Zahlreich erschienen am Samstagnachmittag Bürger aus Tempelhof-Schöneberg in Großbeeren. Der Berliner Bezirk ist mit Teltow-Fläming seit mehr als 20 Jahren partnerschaftlich verbunden. Sie folgten damit der Einladung von Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) und Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) zum gemeinsamen Kiezspaziergang durch das geschichtsträchtige Großbeeren.

Kiezspaziergänge seit fünf Jahren

Seit fünf Jahren werden in Tempelhof-Schöneberg Kiezspaziergänge beinahe monatlich durchgeführt. Eine schöne Tradition, meinte eine Berlinerin, die auch schon beim Spaziergang vor zwei Jahren in Blankenfelde dabei war. Die Landrätin sprach von gelebter Partnerschaft und nannte Großbeeren „eine tolle Gemeinde, die sich über alle Maßen wirtschaftlich entwickelt hat.“ Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos) gab den Fremdenführer. Er freute sich insbesondere, dass auch viele Großbeerener der Einladung gefolgt waren, zudem die Landtagsabgeordneten Helmut Barthel (SPD) und Danny Eichelbaum (CDU).

Autofahrer mussten warten

Die Menschenmenge, die sich vom Rathaus aus auf den Weg machte, war groß, bei den Straßenüberquerungen mussten Autofahrer stoppen und Geduld beweisen. Das erste Ziel war der 32 Meter hohe Gedenkturm im Kreisverkehr, der anlässlich des einhundertsten Jahrestages der Schlacht bei Großbeeren im Jahr 1913 vom damaligen Kreis Teltow erbaut wurde. Dann ging es zu der einstigen Rieselfeldanlage, die seit 1999 unter Denkmalschutz steht. Bürgermeister Ahlgrimm verwies auf neue Wohnsiedlungen und Straßennamen, die unter anderem James Hobrecht würdigen, der 1873 gemeinsam mit Rudolf Virchow das erste Kanalisationssystem für Berlin entwickelte und die zahlreichen Rieselfelder anlegen ließ. Bei aller Historie – Carl Ahlgrimm ließ auch das neue Großbeeren nicht aus und berichtete von der jüngeren Entwicklung der Gemeinde. Er verwies auf die künstlich angelegte und sehr beliebte Wasserskiseilbahnanlage und das Güterverkehrszentrum, in dem 75 Firmen ansässig sind.

Soldaten warten auf die Besucher

An der Bülow-Pyramide, auf dem sogenannten Windmühlenhügel, hatten Kanoniere der „Sechs pfündigen Fußbatterie der brandenburgischen Artilleriebrigade 1813“ zu einer kleinen militärhistorischen Vorführung Aufstellung genommen. Der ehemalige Vereinsvorsitzende Uwe Kober befahl Salutschüsse und erzählte von der Schlacht von Großbeeren.

Nach dem Besuch der Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus besuchten die Teilnehmer die Schinkel-Kirche und den Alten Kirchhof mit dem von Schinkel erbauten gusseisernen Obelisk. Im Pfarrgarten der Evangelischen Kirchengemeinde klang der an die drei Kilometer lange Kiezspaziergang bei Kaffee und Kuchen aus.

Margit Zimmermann, sie lebt seit sechs Jahren in Großbeeren, arbeitet in Berlin im Landesverwaltungsamt, hatte die Zeit auch für Notizen genutzt. „Ich plane den historischen Spaziergang demnächst mit meinen Kollegen“, sagte sie begeistert.

Von Gudrun Ott

Im vergangenen Jahr haben sich 730 Menschen mit Hauptwohnsitz in Luckenwalde angemeldet. Insgesamt stieg die Anzahl der Bevölkerung damit auf 20 906 Bürger. Der Altersdurchschnitt betrug 47,1 Jahre. Inzwischen ist es zur Tradition geworden zum Neubürgerempfang zu laden.

18.05.2017

Die Flämingtracht ist zur Tracht des Jahres in Deutschland gewählt worden. Sie setzte sich bei der Bundesgeneralversammlung des Deutschen Trachtenvereins in Lübben (Dahme-Spreewald) gegen neun Mitbewerber durch.

14.05.2017

Am Samstagnachmittag ist es auf dem Berliner Platz in Luckenwalde zu einer Prügelei unter Jugendlichen gekommen. Zwei von ihnen wurden leicht verletzt. Die Polizei nahm eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung auf.

14.05.2017
Anzeige