Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 14 ° Gewitter

Navigation:
Spaziergang mit der Landrätin

Großbeeren Spaziergang mit der Landrätin

Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) und Großbeerens Bürgermeister Carl Ahlgrimm konnten am Sonnabend viele Gäste aus dem Nachbarbezirk in Berlin begrüßen: die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg war mit vielen Besuchern aus dem Bezirk in die Umlandgemeinde gekommen, um sich umzuschauen.

Voriger Artikel
730 Zuzügler im vergangenen Jahr
Nächster Artikel
Festumzug mit alter und neuer Technik

Der Großbeerener Bürgermeister Carl Ahlgrimm (r.) führte die Besucher durch seine Gemeinde.

Quelle: Gudrun Ott

Großbeeren. Zahlreich erschienen am Samstagnachmittag Bürger aus Tempelhof-Schöneberg in Großbeeren. Der Berliner Bezirk ist mit Teltow-Fläming seit mehr als 20 Jahren partnerschaftlich verbunden. Sie folgten damit der Einladung von Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) und Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) zum gemeinsamen Kiezspaziergang durch das geschichtsträchtige Großbeeren.

Kiezspaziergänge seit fünf Jahren

Seit fünf Jahren werden in Tempelhof-Schöneberg Kiezspaziergänge beinahe monatlich durchgeführt. Eine schöne Tradition, meinte eine Berlinerin, die auch schon beim Spaziergang vor zwei Jahren in Blankenfelde dabei war. Die Landrätin sprach von gelebter Partnerschaft und nannte Großbeeren „eine tolle Gemeinde, die sich über alle Maßen wirtschaftlich entwickelt hat.“ Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos) gab den Fremdenführer. Er freute sich insbesondere, dass auch viele Großbeerener der Einladung gefolgt waren, zudem die Landtagsabgeordneten Helmut Barthel (SPD) und Danny Eichelbaum (CDU).

Autofahrer mussten warten

Die Menschenmenge, die sich vom Rathaus aus auf den Weg machte, war groß, bei den Straßenüberquerungen mussten Autofahrer stoppen und Geduld beweisen. Das erste Ziel war der 32 Meter hohe Gedenkturm im Kreisverkehr, der anlässlich des einhundertsten Jahrestages der Schlacht bei Großbeeren im Jahr 1913 vom damaligen Kreis Teltow erbaut wurde. Dann ging es zu der einstigen Rieselfeldanlage, die seit 1999 unter Denkmalschutz steht. Bürgermeister Ahlgrimm verwies auf neue Wohnsiedlungen und Straßennamen, die unter anderem James Hobrecht würdigen, der 1873 gemeinsam mit Rudolf Virchow das erste Kanalisationssystem für Berlin entwickelte und die zahlreichen Rieselfelder anlegen ließ. Bei aller Historie – Carl Ahlgrimm ließ auch das neue Großbeeren nicht aus und berichtete von der jüngeren Entwicklung der Gemeinde. Er verwies auf die künstlich angelegte und sehr beliebte Wasserskiseilbahnanlage und das Güterverkehrszentrum, in dem 75 Firmen ansässig sind.

Soldaten warten auf die Besucher

An der Bülow-Pyramide, auf dem sogenannten Windmühlenhügel, hatten Kanoniere der „Sechs pfündigen Fußbatterie der brandenburgischen Artilleriebrigade 1813“ zu einer kleinen militärhistorischen Vorführung Aufstellung genommen. Der ehemalige Vereinsvorsitzende Uwe Kober befahl Salutschüsse und erzählte von der Schlacht von Großbeeren.

Nach dem Besuch der Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus besuchten die Teilnehmer die Schinkel-Kirche und den Alten Kirchhof mit dem von Schinkel erbauten gusseisernen Obelisk. Im Pfarrgarten der Evangelischen Kirchengemeinde klang der an die drei Kilometer lange Kiezspaziergang bei Kaffee und Kuchen aus.

Margit Zimmermann, sie lebt seit sechs Jahren in Großbeeren, arbeitet in Berlin im Landesverwaltungsamt, hatte die Zeit auch für Notizen genutzt. „Ich plane den historischen Spaziergang demnächst mit meinen Kollegen“, sagte sie begeistert.

Von Gudrun Ott

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg