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Spedition Emons für seine Ausbildung geehrt

Großbeeren Spedition Emons für seine Ausbildung geehrt

Die weltweit aktive Speditionsfirma Emons wurde gestern an ihrem Standort im GVZ Großbeeren für ihre gute Ausbildung von Fachkräften geehrt. Die Feierstunde war nicht nur Gratulationsrunde, Politiker und Unternehmer verständigten sich auch zu aktuellen Problemen im Speckgürtel der Bundeshauptstadt wie fehlende Wohnungen oder fehlende Bus- und Bahnverbindungen.

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IHK-Präsidentin Beate Fernengel überreicht Scheck und Urkunde an Firmenchef Willi Emons.

Quelle: Jutta Abromeit

Großbeeren. Großer Bahnhof zur Ehrung als Top-Ausbildungsbetrieb am Dienstag bei der Spedition Emons im Güterverkehrszentrum (GVZ) Großbeeren: Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam zeichnete das Unternehmen als eines von sechs in diesem Jahr für seine langjährige Ausbildung von Nachwuchs aus, für seine offene Art, auf die junge Generation zuzugehen, und für ein Firmenklima, in dem sich alle Generationen wohlfühlen. Dafür bekam Willi Emons, 53-jähriger Inhaber und Niederlassungsleiter der weltweit aktiven Unternehmensgruppe, neben Urkunde und gläsernem Pokal einen Scheck über 500  Euro.

Hintergrund

Die Firmengruppe Emons Spedition & Logistik wurde 1928 gegründet. Sie hat heute weltweit 91 Standorte und Beteiligungen mit mehr als 2450 Beschäftigten; 122 davon arbeiten zurzeit in Großbeeren. Außerdem gehören derzeit 320 Auszubildende zum Unternehmen.

48 Emons-Standorte gibt es in Deutschland, 71 in Europa (sechs davon in Osteuropa) und 14 in Asien. Die reine Logistikfläche aller Standorte weltweit beträgt 125 000 Quadratmeter, hinzu kommen unterschiedlich große Grundstücke.

Den Jahresumsatz gibt das Unternehmen mit 428,9 Millionen Euro an. Es leistet Transporte auf der Straße, zählt Luft- und Seefracht zu seinen Geschäftsfeldern sowie Bahntransporte.

Jährlich transportiert Emons 4,2 Millionen Sendungen, in Deutschland auf über 800 Nahverkehrstouren täglich.

Emons und Logistikleiter Jan Mummhardt empfingen mit Beschäftigten und Auszubildenden nicht nur die IHK-Spitze mit Präsidentin Beate Fernengel und Geschäftsführer Wolfgang Spieß. Mit der Bundestagsabgeordneten Andrea Wicklein (SPD), Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) und Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos) gratulierten auch Politiker. An seinen drei Berliner Standorten bildete Emons seit 1992 122 junge Menschen zu Kaufleuten im Transportwesen, Fachkräften für Lagerlogistik oder Berufskraftfahrern aus. Einer von ihnen, der sein erstes Lehrjahr auf dem Weg zum Speditionskaufmann hinter sich hat, ist der 33-jährige Dennis Weidner.

Nach zwölf Jahren Bundeswehr hatte er sich auf Internetseiten von Firmen und Ausbildungsmessen umgeschaut. Die Großbeerener Firma interessierte ihn besonders. Dass es mit der Ausbildung klappte, freut ihn: „Ich war zur Probearbeit hier - vom ersten Tag, von der ersten Stunde an habe ich einen sehr kollegialen Umgang erlebt. Und die Arbeit ist sehr abwechslungsreich.“ Spaß an der Arbeit und Freude an dem, was sie tun, strahlten auch Lehrlinge in einem Präsentationsfilm aus. „Sie waren dafür nicht gebrieft“, sagt Logistik-Chef Mummhardt. Er erzählt, dass es inzwischen das erste Bewerbungsgespräch übers Internet per Skype gegeben hatte.

Lockerer Umgang ist Firmenalltag, das spürten die Gäste. Beate Fernengel lobte die Emons-Internetseite für ihre Aktualität. „Da kann man zeigen, was man drauf hat, das lockt junge Leute an“, so die IHK-Präsidentin. Wicklein erinnerte sich, in ihrem ersten Bundestagsjahr 2002 noch über Ausbildungsabgaben für nichtausbildungswillige Betriebe diskutiert zu haben. „Das hat sich total gedreht, heute müssen Sie sich was einfallen lassen, damit junge Leute kommen“, so die Politikerin. Einige der Azubis würden gern in Großbeeren wohnen. „Das ist unser Problem“, so Bürgermeister Ahlgrimm, „wir haben weit mehr Arbeitsplätze als Einwohner. Es fehlen in Größenordnungen Wohnungen.“

Von Jutta Abromeit

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