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Teltow-Fläming Spenden für „Fläming-Kinder“
Lokales Teltow-Fläming Spenden für „Fläming-Kinder“
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08:10 30.12.2015
Rechtsanwalt Frank Hocke brachte den Kindern der Kita „Fläming-Kinder“ einen großen Scheck mit einer großen Summe. Quelle: Peter Degener
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Hohenseefeld

Für die Kinder der Kita „Fläming-Kinder“ in Hohenseefeld hat es zum Jahresende ein unerwartetes Geschenk gegeben. Die Einrichtung erhielt eine Spende über 2570 Euro von den Mitgliedern der einstigen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft „1. Mai“ (LPG) in Hohenseefeld. Es handelt sich dabei um den Restbetrag der Liquidation der früheren Tierproduktions-Genossenschaft, deren Vermögenswerte 2012 nach über 20 Jahren endgültig aufgelöst worden sind. „Nach drei Jahren ist die letzte Frist für Ansprüche verstrichen“, sagte Rechtsanwalt Frank Hocke, der mit der Liquidation seit 2002 beauftragt war und jetzt den überdimensionalen Scheck an die Kita-Kinder übergeben hat.

Wenige Tage vor Weihnachten hatte Hocke die Spende bei der Kita angekündigt. Dass es sich um eine so große Summe handeln würde, hatte Eileen Hannemann, die stellvertretende Kita-Leiterin, zu diesem Zeitpunkt nicht geahnt. Der Naturspielplatz, der bislang vor allem aus einem Klangspiel und einem Barfußpfad besteht, soll jetzt erweitert werden. „Mit so einer Summe können wir über ganz andere Spielmöglichkeiten nachdenken“, sagt Hannemann.

Der krumme Spendenwert von 2570,08 Euro ergibt sich aus der Herkunft des Geldes als Liquidationserlös. Nach Abwicklung der LPG habe es mehrere Ausschüttungen an Landbesitzer, Eigentümer des Inventars und frühere Arbeiter der Produktionsgenossenschaft gegeben, sagt Hocke.

Insgesamt betrug das Vermögen der LPG und ihrer knapp 200 Mitglieder fast zwei Millionen Euro, die zum größten Teil kurz nach dem Ende des Unternehmens 1990 und 1991 verteilt wurden. Dabei wurde allerdings auch unter Wert verkauft, sagt Hocke. Den damals zuständigen Liquidator, einen Berliner Rechtsanwalt, verklage man derzeit wegen Schadensersatzansprüchen aus seiner Tätigkeit, sagt Hocke, der selbst nicht nur Jurist, sondern auch gelernter Landwirt ist und aus Welsickendorf stammt.

2011 erhielten die Mitglieder der Tierproduktion noch einmal eine Nachausschüttung, doch ein kleiner Rest konnte nicht verteilt werden. „Es ist etwas Geld übrig geblieben, weil einige Leute nicht mehr auffindbar waren. Das sind zumeist hochbetagte Menschen, die schon in den 50er und 60er Jahren in der LPG Arbeitsstunden geleistet haben“, so Hocke. Deren Ansprüche wurden nach dem offiziellen Ende der Liquidation 2012 noch drei Jahre gewahrt – jetzt kommen sie den Kita-Kindern in Hohenseefeld zugute.

Der Hohenseefelder Jürgen Helmchen hat in den 1980er Jahren als Schlosser in der LPG die Landtechnik gewartet. Nach der Auflösung der Genossenschaft wurde er Mitglied des Aufsichtsrats, der die Liquidation überwacht hat. „Wir mussten beim ersten Anwalt die Notbremse ziehen, denn es sollte ja etwas übrig bleiben“, sagt der 62-Jährige über den langen Prozess der Liquidierung. Erst mit Frank Hocke war man zufrieden. Vor drei Jahren sei klar gewesen, dass etwas übrig bleiben wird. „Das Geld ist überall knapp und wir waren uns einig, dass der Rest im Ort bleiben soll. Die Kinder sind unsere Zukunft. Deshalb haben wir uns für die Kita entschieden“, begründet Helmchen das Ziel der Spende.

Von Peter Degener

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