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Teltow-Fläming Spenden für winterfestes Schlafwagen-Hotel
Lokales Teltow-Fläming Spenden für winterfestes Schlafwagen-Hotel
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00:19 11.12.2017
Manja und Christophe Boyer vom „Bahnhof Rehagen“ wollen ihr Schlafwagenhotel mit Hilfe von Crowdfunding-Spenden winterfest machen.
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Rehagen

Winterfest und damit ganzjährig nutzbar möchten Christophe und Manja Boyer ihr Schlafwagenhotel machen. Dafür benötigen die Betreiber des französischen Restaurants „Bahnhof Rehagen“ 8000 Euro. Diese Summe soll im Rahmen des Crowdfunding-Wettbewerbs „Fläming-Schmiede 2017“ zusammenkommen. Dabei tritt das Paar gegen 13 Mitbewerber aus der Tourismus-Region Fläming im Kampf um eine von drei zusätzlich ausgelobten Geldprämien an. Aktuell liegen Boyers gut im Rennen.

Das rollende Hotel zog Mitte Februar 2016 wie berichtet über Straße und Schiene von Altes Lager nach Rehagen um. „Damit konnten wir auf einen Schlag acht liebevoll restaurierte Abteil-Hotelzimmer als Übernachtungsmöglichkeit anbieten“, so Christophe Boyer. Nostalgie pur erwartet bis zu 26 Gäste in den Abteilen der drei Waggons. Zwei Waggons wurden in der DDR für die Transsibirische Eisenbahn gebaut. Der dritte ist eine so genannte Donnerbüchse aus den 1930er Jahren.

Viel mehr Buchungen in der kleinen Wagenburg

Rückblickend sei der Kauf der Schlafzimmer auf Schienen eine gute Entscheidung gewesen. „Obwohl wir ein Jahr nach der Eröffnung unseres Restaurants eigentlich kein Geld dafür hatten“, sagt der Chef. Aber mit Hilfe eines weiteren Kredites kam der Kauf schließlich doch zustande. Boyer zufolge habe sich das Wagnis Schlafwagen-Hotel gelohnt, weil es super zum Konzept passt. „Auf einmal hatten wir nicht nur Gäste aus der Region und Berlin, sondern aus ganz Deutschland und der Schweiz“, sagt der gebürtige Franzose. Leute, die mit dem Fahrrad unterwegs waren, Familien und Freunde buchten Zwischenstopps in der kleinen Wagenburg am Rande der Draisinen-Strecke.

Auch Hochzeitsgesellschaften entdecken den außergewöhnlichen Ort abseits der lärmenden Hauptstadt zunehmend für sich. Erst seit diesem Sommer ist der „Bahnhof Rehagen“ eine von drei Außenstellen des Standesamtes der Gemeinde Am Mellensee, sind dort Trauungen möglich. Bisher gab es drei Hochzeiten.

Wasserrohre verlegen und sparsame Heizung einbauen

„Alle größeren Feiern, die wir seit der Eröffnung des Schlafwagenhotels ausgerichtet haben, wurden in Kombination mit Übernachtungen gebucht“, sagt Manja Boyer. Auch für Weihnachten, Silvester und andere Wintertage habe man Anfragen erhalten. „Die Leute möchten gemütlich bei uns feiern, das eine oder andere Glas Wein trinken und übernachten. Das Dumme ist nur, dass wir ihnen absagen müssen, weil unsere Waggons nicht winterfest sind“, sagt sie. Sicher könnte man die Gleisbetten-Räume mit Strom beheizen. „Das ist aber extrem teuer, weil die Heizung nicht nur laufen muss, wenn Gäste da sind“, so Manja Boyer. Zudem seien die Frischwasserrohre außen verlegt worden und deshalb nur für den Betrieb in warmen Monaten geeignet. Deshalb habe man die Durchlauferhitzer in den Waggons abgebaut und alle Wasserleitungen entleert. „Mit Beginn der Frostperiode ist unser Schlagwagenhotel nicht nutzbar.“

Genau das will das Paar ändern, um ganzjährig für Touristen attraktiv zu sein. Um die drei Waggons winterfest zu machen, sollen die Wasserrohre innen verlegt und eine sparsame Gasheizung installiert werden. „Das kostet mehr als 10 000 Euro“, sagt Manja Boyer. Einen Teil der Summe wolle man selbst beisteuern. Per Crowdfunding möchte man 8000 Euro zusammenbekommen. „Das ist unsere Zielsumme.“ Bis Donnerstag wurden von 34 Unterstützern insgesamt 3238 Euro gespendet. Das ist die größte bisher erzielte Spendensumme für eines jener 14 Tourismusprojekte, die am Wettbewerb „Fläming-Schmiede 2017“ teilnehmen.

www.bahnhof-rehagen.de

Von Frank Pechhold

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