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Spiel und Spaß am Motzener See

Kallinchen Spiel und Spaß am Motzener See

Der Heimatverein hat wieder ein Sommerfest in Kallinchen organisiert. Am Wochenende lockte das Fest 2000 Besucher an den Motzener See und begeisterte mit Bootskorso, Fackelumzug und Feuerwerk.

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Wasserqualität und Sauberkeit des Strandes sind vorbildlich und wurden zum 13. Mal mit der Blauen Umweltflagge ausgezeichnet.

Quelle: Gudrun Ott

Kallinchen. Am Freitag um 20 Uhr begann das zweitägige Sommerfest in Kallinchen. Traditionell wurde es vom Karnevalsverein und der Freiwilligen Feuerwehr mit einem festlichen Fackelumzug eröffnet. Knapp eine Stunde später standen an die 2000 Besucher am Strand des Motzener Sees.

Hintergrund

Kallinchen ist stolz auf seine Blaue Flagge am Motzener See. Das Umweltzeichen wird für hervorragende Wasserqualität und gutes Umweltmanagement für jeweils ein Jahr verliehen.

Ortsvorsteher Reinhard Schulz wies darauf hin, dass jetzt ein lange beantragter Fördermittelantrag genehmigt wurde, und mit dem Geld ein behindertengerechter Zugang zum See eingerichtet werden kann.


Ab der kommenden Saison wird es am Ufer des Motzener Sees eine flache Rampe geben, so dass auch Rollstuhlfahrer am Badevergnügen teilhaben können.

„Der legendäre Bootskorso ist seit Jahren ein Besuchermagnet“, sagte Ortsvorsteher Reinhard Schulz. Hier wird alljährlich um die am schönsten und originellsten geschmückten Boote gewetteifert. 15 Boote waren diesmal am Start. Prämiert wurden in der Kategorie der Großboote „Wolke 7“, gefolgt vom „Indianerboot“ und bei den Kleinbooten hatte der „Sandmann mit Fuchs und Elster“ die Nase vorn. „Der Sandmann streute den Kindern am Strand sogar symbolisch den Schlaf-Sand in Form von Bonbons in die Augen“, so Schulz.

Mit Auftritten der Showtanzgruppen des Karnevalsvereins Schöneiche und Kallinchen, dem Feuerwerk „Motzener See in Flammen“ und einer Open Air Party endete der Freitagabend.

Trödelmarkt und Beachvolleyball

Am Samstagvormittag ging es nach einem Trödelmarkt mit Beachvolleyball sportlich zu. Auf der Festbühne gab es am Nachmittag unter anderem Kinderprogramme und den Kallinchener Kaffeeklatsch. Reinhard Schulz, einer von sieben Mitbegründern des Heimatvereins, erklärte, der Heimatverein habe geholfen dazu beizutragen, Kallinchens Identität in der Großgemeinde zu bewahren. „Gäbe es Kallinchen nicht schon, man müsste es erfinden“, sagte er. „Hier lebt ein anderer Menschenschlag“, fügte der in Kallinchen Geborene noch an und zitierte das Heimatlied. „Kallinchen, du Perle am Motzener Strand, hast Wasser, Wald und Berge, du bist mein Heimatland.“

So sieht es auch Elke Beyrich. Sie steht seit März dem Heimatverein vor. Der hat etwa 150 Mitglieder. Brigitte Wilke und ihr Mann Horst gehören dazu. Brigitte Wilke war über 23 Jahre im Karnevalsverein, hat in der Garde mitgetanzt, später das Männerballett trainiert und saß sogar mal als Prinzessin auf dem Thron. Letzteres habe ihr aber weniger gut gefallen, denn Stillsitzen sei ihre Sache nicht. Den Heimatverein hat sie mitgegründet. Ihr Ressort ist die Dekoration.

Die Bürgermeisterin würfelt

Am Stand des Anglervereins „Zum fröhlichen Hecht“ schüttelte Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber den Würfelbecher. Großes Aalwürfeln war angesagt. Die geräucherten Fische vor Augen, kämpften Feinschmecker um höchste Punktzahlen und leckere Aale. Sie sei eine Spielerseele und verliere nicht gerne, meinte die Bürgermeisterin schmunzelnd und griff noch mal zur Geldbörse, denn die höchste Punktzahl lag noch in weiter Ferne. Und als die Würfel wieder nur eine Zwei, eine Drei und eine Eins anzeigten, schlug sie vor, man solle doch einen Glastisch anschaffen, dann könne man die höheren Zahlen unten ablesen.

Werner Aßmann, Mitglied der fröhlichen Hechte seit 1970, lachte: „Das nennen wir dann Schreibers Schummelecke.“ Kathrin Putz, sie hat bis zum vorigen Jahr das Sommerfest-Komitee geleitet, schaute zufrieden auf die gestiegenen Besucherzahlen. Und Michaela Schreiber sagte: „Wer einmal beim Sommerfest in Kallinchen war, der kommt immer wieder. Das Fest hat einen sehr guten Ruf.“

Von Gudrun Ott

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