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Spielleitplanung wird fortgesetzt

Blankenfelde-Mahlow Spielleitplanung wird fortgesetzt

Wo wohnen Kinder und wo wollen sie spielen – vor sechs Jahren war Blankenfelde-Mahlow eine der ersten Gemeinden in Brandenburg mit einer eigenen Spielleitplanung. Nun sollen die Ideen von damals weiterentwickelt werden, obwohl der zuständige Ausschuss dies zunächst abgelehnt hatte.

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Ein Spielplatz in Blankenfelde-Mahlow

Quelle: Zielke

Blankenfelde-Mahlow. Manchmal reichen eine Stimme und die richtige Art der Frage aus, um tot geglaubte politische Prozesse wiederzubeleben. Der Hauptausschuss Blankenfelde-Mahlow gab am Donnerstag der Spielleitplanung völlig überraschend eine neue Chance.

Bei der Frage, ob das vom Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport (BJS) am 12. April beschlossene Nein zur Fortsetzung Spielleitplanung bestätigt würde, herrschte im Hauptausschuss Patt. Damit gilt das Votum des BJS als abgelehnt und dieser muss sich – gegen seinen Willen – erneut mit dem Thema befassen.
Zuvor stritten Gegner und Befürworter über den Sinn und Zweck. Andreas Buch (CDU) beklagte, dass viele Ideen aus dem vor sechs Jahren erstellten Konzept noch nicht umgesetzt seien: „Erst wenn das erledigt ist, sollte man über eine Neuauflage nachdenken.“ Matthias Stefke (BVBB-WG) regte an, dass die Verwaltung die Spielleitplanung fortführen solle. „Nach sechs Jahren sollte ein gewisser Lerneffekt eingetreten sein“, sagte Stefke. Andrea Hollstein (BB/FDP) beklagte sogar, dass sich die Gemeinde mit ihren vielen Konzepten jeglicher Spontaneität beräume. Die Konzepte dienten lediglich dazu, Planungsbüros Aufträge zu beschaffen – in diesem Fall gehe es um 25 000 Euro.

Biesterfeld: Erste Spielleitplanung war großer Erfolg

Dietlind Biesterfeld (SPD) bezeichnete die erste Spielleitplanung als großen Erfolg. Gemeinsam mit Kindern und Erwachsenen sei es in einem moderierten Prozess gelungen, die Wünsche von Jung und Alt nach Möglichkeiten zum Spielen zu erforschen. „Die Gemeinde entwickelt sich, Bedürfnisse ändern sich. Es wäre schade, wenn man diese Ergebnisse nicht aktualisiert“, sagte sie. Stefanie Nimz (Linke) bezeichnete die Spielleitplanung als Aushängeschild für die Gemeinde. Diese könnten der BJS-Ausschuss und die Verwaltung ohne fremde Hilfe nicht bewältigen.

Marion Dzikowski, die stellvertretende Bürgermeisterin, nannte die Spielleitplanung „nicht unabdingbar für die Verwaltung“. Dennoch sei sie mit einer Bauleitplanung vergleichbar. Sie bringe viele Akteure zusammen und zeige Maßnahmen auf, wie eine Gemeinde kinderfreundlicher werden kann.

Von Christian Zielke

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