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Teltow-Fläming Spielplatzbau in Eigeninitiative
Lokales Teltow-Fläming Spielplatzbau in Eigeninitiative
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05:05 28.06.2016
Wiepersdorfer und Hohengörsdorfer schwangen gemeinsam den Malerpinsel für ihre neuen Holzspielplätze. Quelle: Victoria Barnack
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Langenlipsdorf

Den Traum vom eigenen Spielplatz haben viele Dörfer. Von der ersten Idee bis zum fertigen Gerüst dauert es allerdings oft mehrere Jahre. Wenn es dann endlich an die konkrete Planung geht, dürfen sich Engagierte aber oft über ein hohes Maß an Selbstbeteiligung freuen. Bei der Langenlipsdorfer Firma Sik-Holz reicht das sogar weit über die Entwicklungsphase hinaus. Am Montag schwangen Einwohner aus Wiepersdorf und Hohengörsdorf beispielsweise gemeinsam die Malerpinsel, um ihren Wunsch vom Holzspielplatz zu realisieren.

EU-Geld zur Stärkung des Dorf- und Stadtlebens

Das Thema Spielplatzbau spielte auch beim Sonderwettbewerb der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „Rund um die Fläming-Skate“ in vielen Fällen eine große Rolle.

Neben Wiepersdorf und Hohengörsdorf beantragte auch Kossin den möglichen Zuschuss von bis zu 5000 Euro aus dem Leader-Fördertopf der EU.

Ziel des Sonderwettbewerbes, der Anfang des Jahres endete, ist die Förderung von Projekten, die das Dorf- und Stadtleben fördern.

Dass die Firma durch die Eigenleistung der Kunden weniger Einnahmen erzielt, ist für Gründerin Claudia Gust nebensächlich. Die Selbstbeteiligung wird bei Sik-Holz oft angeboten und regelmäßig in Anspruch genommen. Besonders bei Schulklassen und Elterninitiativen ist sie beliebt. „Dass aber bei uns in Langenlipsdorf gestrichen wird, ist aufgrund der Entfernung tatsächlich außergewöhnlich“, sagt die Partnerin von Geschäftsführer Klaus-Peter Gust. Schließlich werden die Anfertigungen nur in den wenigsten Fällen direkt in der Umgebung des Firmensitzes aufgestellt.

Eigeninitiative spart Geld

Bei vielen Projekten, die von Sik-Holz realisiert werden, findet aber trotzdem eine Selbstbeteiligung statt. Denn Klettergerüste und Spielplätze können auch vor Ort noch angestrichen werden. Beim anschließenden Aufbau bietet die Firma auf Wunsch Montagehilfe, damit der obligatorische Tüv-Termin reibungslos vonstatten geht. Dass die Auftraggeber in die Langenlipsdorfer Produktionshallen gekommen sind, gab es bis zum gestrigen Montag dennoch schon einmal. „Die Gräfendorfer haben ihren Spielplatz auch hier bei uns angestrichen“, erinnert sich Claudia Gust.

Große Bereitschaft zum Arbeitseinsatz

Die Intention hinter dem Mehraufwand, den die Dorfbewohner aus dem Niederen Fläming durch das eigene Anstreichen auf sich nehmen, erklärt Matthias Wäsche. „Wir sparen dadurch Geld“, sagt der Ortsvorsteher von Wiepersdorf. Immerhin haben er und seine Mitstreiter fast ein Jahr lang mühsam Spenden gesammelt, um das Kernstück des neuen Ortstreffpunktes zu finanzieren. „Die Bereitschaft war innerhalb der Bürgerinitiative, die in der Masse aus Eltern besteht, von Beginn an sehr groß“, erklärt er.

Eltern streichen den Kletterturm. Quelle: Victoria Barnack

Neben dem finanziellen Plus bietet das Anstreichen vor Ort aber noch einen weiteren positiven Effekt für die fleißigen Maler aus der Umgebung: Die Qualitätskontrolle durch Sik-Holz bleibt erhalten. Denn während des Arbeitseinsatzes gibt es fachmännischen Rat von Sabine Grünier. Die stellvertretene Abteilungsleiterin in der Farbgebung erklärt beispielsweise die Eigenschaften der gewählten Farbe. Denn die meisten engagierten Eltern und Einwohner aus dem Fläming arbeiten zum ersten Mal mit dem hochwertigen Anstrich, der speziell für Kinderspielplätze hergestellt wird. „Besonders kompliziert ist diese Arbeit aber nicht“, macht sie den Kurzeit-Malern aus den Nachbarorten Mut, „denn das kann jeder, der ein bisschen Geschick mit dem Pinsel hat.“

Spielplätze werden bei Dorffesten eröffnet

Nach dem mehrstündigen Arbeitseinsatz am Montag soll es die nächsten Fortschritte der beiden Spielplatz-Projekte schon am bevorstehenden Wochenende geben. Am Freitag werden die Einzelteile auf den besonders kurzen Weg an ihre Bestimmungsorte geschickt. Am Folgetag steht der Aufbau an. „Eingeweiht wird der Spielplatz zum Dorffest im Juli“, ergänzt Susanne Frohwein vom Hohengörsdorfer Verein, der seinen Namen „Dorfleben“ wörtlich nimmt und in die Tat umsetzen möchte. Auch in Wiepersdorf sieht der Plan ähnlich aus. „Bei uns ist das Dorffest nur eine Woche später“, sagt Matthias Wäsche.

Claudia Gust würde sich ein ähnliches Bürgerengagement auch über die Fertigstellung hinaus wünschen. „Wir bieten Spielplatzpatenschaften an“, sagt sie, „aber das Interesse der Eltern endet ja oft, wenn die Kinder aus einem gewissen Alter herausgewachsen sind.“

Von Victoria Barnack

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