Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Spitze Zunge liest aus Büchern
Lokales Teltow-Fläming Spitze Zunge liest aus Büchern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:28 19.11.2015
Desirée Nick nahm sich nach ihrem Auftritt Zeit für Autogramme und Fotos mit ihrem Publikum. Quelle: Victoria Barnack
Anzeige
Langenlipsdorf

Man mag ja von der deutschen B-Prominenz denken, was man will. Eins muss man ihr aber in den meisten Fällen lassen: Unterhaltung wird fast immer geboten. Wie schnell ein Abend beispielsweise mit der Entertainerin Desirée Nick vorbei gehen kann, erlebte das Publikum am Samstagabend in der Kulturkantine „Lalido“ in Langenlipsdorf.

Dass die gebürtige Berlinerin nicht auf den Mund gefallen ist, brauchte sie wohl keinem ihrer Zuschauer beweisen. Ihre Begrüßung verwunderte deshalb auch niemanden, sondern brachte die meisten schon zum Schmunzeln, bevor Desirée Nick überhaupt auf der Bühne saß. „Wenn ich gewusst hätte, wie überschaubar es bei euch ist, hätte ich euch einfach zu mir nach Hause eingeladen“, sagte sie.

Als Lesung war der Auftritt von den Veranstaltern angekündigt worden. Die „extrem vielseitige Schauspielerin“ – so nennt sich Desirée Nick selbst – erklärte dem Publikum allerdings direkt, wie der Abend tatsächlich ablaufen würde. „Meine Show ist eine Oper in drei Akten“, stellte die ausgebildete Balletttänzerin klar. Nach einigen Kapiteln aus ihren Büchern „Neues von der Arschterrasse“ und „Gibt es ein Leben nach fünfzig?“ eröffnete sie eine offene Fragerunde. „Denn jedes Publikum bekommt die Show, die es verdient hat“, findet die Berlinerin.

Dass sich die Entertainerin nicht vor den Fragen ihres Publikums scheut, ist ihr Markenzeichen. Mit viel Selbstbewusstsein und auch ein wenig Ironie beantwortet sie seit einigen Wochen alle Fragen, die ihren Gästen aus dem Berliner Umland auf den Lippen brennen. Einige Themen kommen dabei allabendlich vor. So wurde zum Beispiel auch in Langenlipsdorf nach ihrem Auftritt im Dschungelcamp gefragt.

Teil des „Trash-Programms“ im Fernsehen zu sein, macht Desirée Nick sogar ein wenig stolz. „Denn damit konnte ich pro Abend zehn Millionen Menschen erreichen“, erklärte sie. Mit Auftritten als Schauspielerin am Theater oder als Gastgeberin bei ihren Buchtouren würde sie dafür wohl tausend Jahre brauchen. „Ich bin stolz, weil ich sowohl Trash als auch Hochkultur machen kann“, sagte Desirée Nick.

Denn was viele nicht wissen: Die Berlinerin ist seit ihrer Schulzeit professionelle Balletttänzerin. Inzwischen hat sie mehrere Bücher geschrieben und präsentiert ihre Programme auf großen Bühnen in Berlin und Hamburg. „Ich freue mich am meisten auf die Rollen, die noch vor mir liegen“, erklärte sie auf die Frage einer Zuschauerin, ob sie sich einen Abschied von der Bühne vorstellen könne, „denn die besten Rollen am Theater sind für ältere Frauen geschrieben.“

Neben ihrem großen Selbstbewusstsein und der spitzen Zunge, die sie laut eigener Aussage ihrer humorvollen Verwandtschaft und viel Training als Schauspielerin zu verdanken hat, weiß die Entertainerin aber über ihre eigenen Schwächen Bescheid. „Viele Dinge aus dem richtigen Leben kann ich zum Beispiel überhaupt nicht“, gab sie am Samstag vor dem Langenlipsdorfer Publikum zu. Buchhaltung sei das oder Dinge zu reparieren oder alles, was mit Technik zu tun hat.

Von Victoria Barnack

Vertreter aus dem gesamten Landkreis Teltow-Fläming legten am Volkstrauertag auf dem Waldfriedhof in Luckenwalde Kränze nieder. An den Ehrengräbern dort fand das zentrale Gedenken des Kreisverbandes der Deutschen Kriegsgräberfürsorge statt.

19.11.2015
Teltow-Fläming Modepapst Klaus Ehrlich in Ludwigsfelde - Aus dem Nähkästchen geplaudert

Er war mit den Größen des internationalen Modegeschäfts per Du und ließ in Schwerin die Wüste Namib nachstellen: Am Freitag stellte Klaus Ehrlich in Ludwigsfelde seine Biografie aus und unterhielt sein Publikum mit Anekdoten aus seinem bewegten Leben. Praktisch wurde es, als Friseurmeisterin Ute Gaertner auf der Bühne ihrem Modell die Haare machte.

18.11.2015

Schon vor dem Schlachtfest am Sonntag hatten sich weit mehr als 3000 Menschen mit ihrer Unterschrift dafür ausgesprochen, dass die traditionsreiche Fleischerei Bendig in Mahlow nicht zur Schließung gezwungen wird. Wegen Unstimmigkeiten bei der Baugenehmigung für die Küche steht diese Frage im Raum. 80 Menschen arbeiten in der Fleischerei.

16.11.2015
Anzeige