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Sport- und Berufsinformtionstag für Schüler

Ludwigsfelde Sport- und Berufsinformtionstag für Schüler

Zum sechsten Mal fand am Freitag im Waldstadion Ludwigsfelde der Sport- und Berufsinformtionstag. Etwa 600 Schüler der 9. und 10. Klassen der Schulen aus Ludwigsfelde, Trebbin und Großbeeren nahmen an der Veranstaltung teil.

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An die 600 begeisterte Schüler feuerten ihre Klassenkameraden beim Stapellauf an.

Quelle: Gudrun Ott

Ludwigsfelde. Etwa 600 Schüler der 9. und 10. Klassen der Schulen aus Ludwigsfelde, Trebbin und Großbeeren haben am Freitag den Sport- und Berufsinformationstag im Waldstadion genutzt, um sich sportlich zu messen und sich bei regionalen Unternehmen über Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Die Kombination von Sportfest und attraktiver Präsentation möglicher Berufe ist nach wie vor eine wirklich gelungene Mischung, meinten Pädagogen.

Qual der Wahl

Das sah auch Philipp Wirth vom Marie-Curie-Gymnasium in Ludwigsfelde so. Der 14-Jährige hatte seine Schlaginstrument mitgebracht und feuerte mit lautstarken Trommelwirbeln sein Team bei Fußball und Staffellauf an. Gymnasiumleiter Volker Freitag unterstützte die Mannschaft vom Feldrand aus. Erstmals organisierten den traditionellen Tag der Ludwigsfelder Fußballclub (LFC) und die Stadt Ludwigsfelde; die Jahre zuvor war der SV-Siethen zuständig. Der Vorsitzende des LFC Marcel Penquitt bezeichnete den Sport- und Berufsinformationstag als „gute Tradition zum Beginn eines neuen Schuljahres“. Steffi Schmoz von der Wirtschaftsförderung der Stadt sagte, man wolle vor allem für die Unternehmen der Region etwas bewegen, denn der Fachkräftemangel sei ein Problem. Daher sind auch die Chancen für junge Menschen, eine Ausbildung in ihrem Wunschberuf zu finden, so groß wie nie zuvor. Darauf wies Trebbins Bürgermeister Thomas Berger (CDU) in seiner Begrüßungsrede hin. Er betonte den Vorteil, den die Jugendlichen haben. „Ihr werdet mehr gebraucht als andere Schüler vor euch. Ihr habt mehr Auswahl an Ausbildungsplätzen“, sagte der Bürgermeister. „Aber wer die Wahl hat, hat die Qual“, seufzte ein rotblonder 15-Jähriger und schaute auf seinen erst halb abgestempelten Laufzettel. Am Stand der Wegoflex GmbH Trebbin musste er kurz anstehen. „Wollt ihr etwas wissen oder nur eure Zettel ausfüllen“, fragte Jan Grevé von Wegoflex. „Nur Zettel ausfüllen“, lautete die Antwort. „Das ist ehrlich“, so Grevé, der sich nicht entmutigen ließ und weiter für das Unternehmen warb. Wegoflex bildet unter anderem Maschinen- und Anlagenführer, Fachkräfte für Lagerlogistik, Packmitteltechnologen sowie Medientechnologen für Druck aus. An die 140 Mitarbeiter sind in Trebbin beschäftigt. Hergestellt werden Verpackungsfolien vor allem für Lebensmittel.

Besondere Ausbildungsvielfalt

Mit besonderer Ausbildungsvielfalt lockten unter anderen auch die VW Originalteile Logistik GmbH, die Reichel Elektroinstallation & Metallbau GmbH, MTU Maintenance Ludwigsfelde, die Gestamp Umformtechnik, Coca-Cola Genshagen, die Mittelbrandenburgische Sparkasse, Edeka Specht und Auto Dienst Rode aus Siethen. Ina Künzel-Langklotz, Leiterin des Seniorenpflegeheims „Fontanehof“, und Katrin Tschirner vom DRK-Kreisverband Fläming-Spreewald machten auf die anspruchsvollen Berufe in der Altenpflege aufmerksam. „Ich informiere mich hier schon mal für den Fall, dass es mit meinem Traumberuf nicht klappt“, sagte Lea Flaschker von der Goetheoberschule Trebbin. Die 15-jährige Schülerin würde gern Tontechnikerin werden – am liebsten beim Fernsehen. „Alle Berufswünsche können hier natürlich nicht berücksichtigt werden. Aber die Schüler erhalten einen möglichen Ausblick in ihre Zukunft“, sagte Klaus Stephan vom Sportverein Siethen, der fünf Jahre die Veranstaltung mitorganisiert hatte.

Dass auch die Bundeswehr in diversen technischen und medizinischen Berufen ausbildet war am Stand der Karriereberatung der Bundeswehr von Stephan Parchmann zu erfahren.

Von Gudrun Ott

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