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Sporthallendach wird saniert

Zossener Prioritätenliste Sporthallendach wird saniert

Projekte im Wert von 4,4 Millionen Euro stehen auf der Zossener Prioritätenliste. 750 000 Euro verschlingt die Sanierung des Daches der Wünsdorfer Schumann-Sporthalle. Für Sanierung und Erweiterung der Kita Schöneiche gibt es 710 000 Euro. Kein Geld ist für die Neugestaltung der Sportanlagen der Zossener Goetheschule und der Oberschule Wünsdorf da.

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Das Zossener Rathaus

Quelle: Borchert

Zossen. Projekte für insgesamt 4,4 Millionen Euro stehen auf der von den Zossener Stadtverordneten kürzlich beschlossenen Prioritätenliste. Mit 750 000 Euro verschlingt die Sanierung des Daches der Wünsdorfer Paul-Schumann-Sporthalle das meiste Geld.

Die ersten Feuchtigkeitsprobleme an dem Metalldach traten 2005 kurz nach der Inbetriebnahme der 2,4 Millionen Euro teuren Halle auf. Alle Nachbesserungsarbeiten waren erfolglos. Nach starken Regengüssen tropft Wasser auf das Parkett. „An solchen Tagen müssen die Handballer des MTV Wünsdorf ihre Punktspiele zehn bis 15 Mal unterbrechen, weil gewischt werden muss. Sonst besteht die Gefahr, dass Spieler ausrutschen und sich schwere Verletzungen zuziehen“, sagt der Stadtverordnete und Wünsdorfer Ortsvorsteher Rolf Freiherr von Lützow (VUB). Die Sanierung stehe für ihn außer Frage. Allerdings könne er nur schwer nachvollziehen, dass die ursprünglich auf 275 000 Euro geschätzte Sanierung nun 750 000 Euro koste.

Weitere Beschlüsse

20 000 Euro stehen im Haushalt 2016 als Zuschüsse für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung. Je 5000 Euro erhalten die Tafel, das Tierheim, das Mehrgenerationenhaus Zossen für Sach- und Betriebskosten. Ehrenamtlichen Helfern der Erstaufnahmestelle Wünsdorf werden Auslagen für Sachkosten in Höhe von insgesamt 3000 Euro erstattet. Je 1000 Euro erhalten der Bildungsverein WIR und der Betreuungsverein Teltow-Fläming.

Fünf verkaufsoffene Sonntage gibt es 2016 in Zossen: 29. Mai (Kinder- und Familienfest), 28. August (Zuckertütenfest), 4. September (Weinfest), 4. Dezember (Weihnachtsmarkt) und 18. Dezember (Adventssonntag).

Die neue Straßenbeleuchtung in Neuhof (Bergstraße, Birkenweg, An den Kiefern, Im Wald) steht, informierte Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) die Stadtverordneten.

Fast die gleiche Summe (710 000 Euro) wird in die Sanierung und Erweiterung der Kita in Schöneiche investiert. Noch einmal 360 000 Euro stehen für die abschließenden Umbauarbeiten des Zossener Bahnhofsgebäudes zur Verfügung. Das Dorfgemeinschaftshaus in Nunsdorf wird für 250 000 Euro nutzbar gemacht. Weiter stehen der Abriss der alten Baracke auf dem Hof der Glienicker Grundschule mit anschließender Gestaltung von Abstellflächen (157 000 Euro) sowie die Trockenlegung des künftigen Jugendzimmer-Kellers im Dorfgemeinschaftshaus Nächst Neuendorf (50 000 Euro) an.

Geld aus dem Vorjahr plus 370 000 Euro werden dafür verwendet, um neue Straßenleuchten in Wünsdorf zu installieren. Für die Gestaltung der Sportanlagen der Wünsdorfer Grundschule stehen 340 000 Euro bereit. Gleichfalls wird der Umbau des Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Wünsdorf geplant (50 000 Euro).

Der rund eine Million Euro teure Ausbau der Sportanlagen neben der Zossener Goetheschule und das am Wünsdorfer Burgberg geplante Sportforum stehen 2016 nicht auf der Prioritätenliste.

„Von dem Sportforum in der ursprünglichen Variante haben wir uns schon verabschiedet“, so Rolf Freiherr von Lützow. Anfangs standen Kosten von 6,5 Millionen zur Diskussion, um das von Oberschülern und Fußballern des MTV Wünsdorf genutzte Areal umzugestalten. Dort befinden sich die in die Jahre gekommenen, teils maroden Sportstätten sowie das Vereinsheim. Ein Kunstrasenplatz und eine Leichtathletik-Anlage im Gesamtwert von rund einer Million Euro sollten eigentlich schon 2014 in Betrieb gehen. „Nun wären wir schon mit einem Rasenplatz und einer Laufbahn zufrieden, um die Bedingungen für den Schulsport zu verbessern.“

Der Beschluss zum Neubau der Schulsportanlagen am Burgberg stamme von 2012, so Fraktionschef Carsten Preuß (Linke). Preuß zufolge stünden 2017 nur 2,6 Millionen Euro für Investitionen in Zossen zur Verfügung. Deshalb sei es fraglich, ob schon beschlossene Projekte in den nächsten Jahren noch realisiert werden könnten.

Von Frank Pechhold

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