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Sportplatz wird Bolzplatz – dem Ortsbeirat reicht’s

Rathausriege Ludwigsfelde zur Klausur in Genshagen Sportplatz wird Bolzplatz – dem Ortsbeirat reicht’s

In Genshagen, dem größten Ortsteil von Ludwigsfelde, ist der Ortsbeirat sauer. Mit dem Brandenburg Park bringe man der Stadt zwar viele Gewerbesteuern. Aber seit 20 Jahren werde die Dorfstube nicht gemalert und jetzt wird auch noch der Sportplatz zum Bolzplatz degradiert? Um die Kuh vom Eis zu bekommen, war eine hochkarätige Rathausriege zur Klausur im Ort.

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Ortsvorsteher Dirk Houschka

Quelle: Abromeit

Genshagen. Die Genshagener kämpfen um einen Platz zum Fußballspielen. Das war am Mittwochabend auch an der rappelvollen Dorfstube zur Sitzung des Ortsbeirats zu merken. Noch immer sind Sportler und Ortsbeirat im größten Ortsteil von Ludwigsfelde sauer, dass die Stadtverordneten ihr einstiges Großfeld an der Nussallee im Dezember von der Sportstättenliste strichen. Das brachte das Fass zum Überlaufen.

Die Stadtverwaltung hatte sich aus Sicherheitsgründen wegen der Reste gefällter Pappeln und vieler Maulwurfshügel zu diesem Vorschlag gezwungen gesehen. Seither gilt der Platz hinter der Sport- und Freizeitstätte (DRK) als Bolzplatz und darf wenigstens wieder betreten werden. Seit Dezember 2014 war der große Fußballplatz gesperrt. Ortsvorsteher Dirk Houschka machte seinem Ärger Luft. Er kritisierte, dass die Stadt nicht mit den Genshagenern beraten hatte, vermisste ein Konzept für das Freizeitstättenareal, dessen Teile verschiedene Träger beteiben, und er sprach von rausgeschmissenem Geld. Zum Beispiel für viele Feste rund um den 50. Geburtstag von Ludwigsfelde, „die auch hätten zusammengelegt werden können“, meinte er. Angesichts neuer Dorfgemeinschaftshäuser anderer Ortsteile fragte Houschka: „Und im größten Ortsteil, der mit dem Brandenburg-Park so viel Gewerbesteuern bringt, wird seit 20 Jahren nicht mal die Dorfstube gemalert?“

Im Rathaus Ludwigsfelde ist man sich der politischen Brisanz solcher Diskussion bewusst. Neben Bürgermeister Andreas Igel (SPD) war die Stadtverwaltung mit fünf weiteren Fachleuten in Genshagen. Außerdem meldete sich Stadtrat-Vorsitzende Bettina Lugk (SPD) in der Diskussion beschwichtigend zu Wort: „Ich kann Ihren Frust ein Stück weit verstehen, aber denken Sie bitte auch an die Ausnahmesituation in der Stadt vergangenes Jahr“. Sie meinte den Tod von Bürgermeister Frank Gerhard (SPD). Nachfolger Igel sieht den Abend in Genshagen als Auftakt, das Problem Sport- und Freizeitstätte im Ganzen zu lösen, er will „größtmögliche Transparenz“ und „herausfinden, was die Genshagener wollen“. Das wurde anhand einer Wunschskizze von Houschka per Folie „an die Wand geschmissen“ und im Raum erarbeitet: Spielgeräte hinterm Haus, Kleinfeldplatz quer, Beachvolleyball nicht hinterm Sportplatz, Basketballplatz vielleicht später, Vereinsheim als Ersatz für den eingewachsenen Container der Fußballer.

Mit Kleinigkeiten wie Tor-Befestigungen und Ballfangzaun könne begonnen werden, für alles andere muss in den kommenden Jahren Geld eingeplant werden, so Evelyn Stöber, die Chefin vom Kommunalservice.

Von Jutta Abromeit

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