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Teltow-Fläming Sprint-Chef: "Erste Erfolge am BER"
Lokales Teltow-Fläming Sprint-Chef: "Erste Erfolge am BER"
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00:17 31.10.2013
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Schönefeld

Von 71 Gebäuden, die einmal zum neuen Flughafen gehören sollen, seien bis jetzt 27 fertiggestellt, von 106 technischen Systemen funktioniere die Hälfte – 53. Das wären „erste Erfolge“, sagte kürzlich Flughafen-Manager Uwe Hörmann während eines Vortrags vor Studenten im Bürohaus gegenüber dem Terminal.

Der Berliner Flughafen BER in Schönefeld aus der Luft. Seit 2006 wir der neue Hauptstadtflughafen gebaut. Mitte Juni 2012 sollte dort der Flugbetrieb aufgenommen werden, doch technische und organisatorische Probleme verzögerten die Eröffnung auf (bisher) unbestimmte Zeit hinaus.

Hörmann leitet eine Abteilung, die einige seiner Zuhörer schon für abhanden gekommen hielten, die für Zentrale Planung und Strategie. In seinen Händen liegt die Steuerung des sogenannten Sprint-Programms, mit dem Flughafenchef Hartmut Mehdorn sein viel kritisiertes Projekt zu einem möglichst baldigen Abschluss bringen möchte.

„Mit diesem Programm haben wir uns vorgenommen, Aspekte, die bisher einzeln und nebenein ander abliefen, gemeinsam in den Blick zu nehmen“, betonte Strategiechef Hörmann. Bau- und Betriebsbereich müssten sich besser aufeinander abstimmen. „Das ist für dieses Bauvorhaben ein Kulturwechsel“, schätzte er ein. Äußeres Zeichen dafür sei das in der Flughafengesellschaft bislang unübliche Großraumbüro, in dem Vertreter verschiedener Fachrichtungen miteinander tätig wären.
Was fertig sei, müsse in Betrieb gehen, meinte Hörmann, wie das etwa schon mit dem Frachtzentrum oder den Parkhäusern geschehen sei. „Deswegen zerschneiden wir das Problem in Scheiben“, sagte er. So sei der neuralgische Punkt Entrauchungsanlage in sieben Segmente aufgeteilt worden. Um die Flugsysteme nicht unter Laborverhältnissen, sondern unter realen Bedingungen zu testen, soll es am Pier Nord einen Probebetrieb geben. Während bislang von etwa zehn täglichen Flügen die Rede war, geht es inzwischen offenbar um deutlich mehr – 20 bis 30.

Nur eines vermied der Flughafenstratege: Termine zu nennen. Weder für die Probestarts, noch für die Bahnhofseröffnung oder gar für das Gesamtprojekt wollte er Monat oder Jahr nennen. „Das macht erst Sinn, wenn genügend Dinge sicher laufen“, begründete er seine Zurückhaltung, „und nicht, wenn noch eine Vielzahl von Voraussetzungen erfüllt werden müssen.“

Von Klaus Bischoff

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