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Teltow-Fläming Stabiles Bankennetz in der Region
Lokales Teltow-Fläming Stabiles Bankennetz in der Region
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12:16 15.02.2017
Kommt zu den Menschen: Die Sparkasse setzt im Süden der Region eine fahrbare Geschäftsstelle ein. Quelle: Michaela Grimm
Dahmeland-Fläming

Anfang der Woche hat in Ludwigsfelde eine neue Sparkassenfiliale eröffnet. Ein neues Haus in der sogenannten Neuen Mitte der Stadt, in das die Mittelbrandenburgische Sparkasse (MBS) rund 1,1 Millionen Euro investierte. Doch damit erweitert die Sparkasse ihr Angebot für Kunden in Ludwigsfelde nicht – denn gleichzeitig werden die bisherigen drei Filialen in der Stadt geschlossen. Eine große Filiale gegen drei kleine – ist das die Zukunftsstrategie der Geldinstitute? Sind in Zeiten von Online-Banking nur gebündelte Angebote, statt flächendeckende möglich?

Wie MBS-Sprecher Robert Heiduck mitteilt, stecke hinter der jüngst vollzogenen Entscheidung in Ludwigsfelde keine neue Strategie. Vielmehr sei die Situation aufgrund der besonderen Stadtentwicklung entstanden. „Ludwigsfelde wächst, es entsteht ein neues Zentrum und genau da wollen wir hin“, sagt Heiduck. Die neue Geschäftsstelle liegt in der Mitte der alten Filialen – deshalb müsse fortan kein Kunde merkbar weitere Wege in Kauf nehmen.

180 000 Kunden

In der Region Dahmeland-Fläming ist die MBS die Bank, die mit rund 180 000 Kunden den größten Kundenstamm hat. Die Hälfte von ihnen lebt in Teltow-Fläming, die andere in Dahme-Spreewald. Für sie stehen insgesamt 50 Geschäftsstellen und Automaten im Speckgürtel und 31 in den ländlicheren Gegenden zur Verfügung. Zusätzlich fährt seit mehr als 20 Jahren ein Sparkassenbus durch das südliche Dahme-Spreewald, seit 2012 deckt er auch in Teltow-Fläming Orte wie Werbig, Markendorf, Oehna und Hohenseefeld ab. Im Sparkassenbus würden vor allem Ältere Geld abheben und überweisen.

„Die Menschen in der Region sind gut versorgt“, versichert Robert Heiduck. Das Netz sei seit zehn Jahren stabil. Vor drei Jahren hatte die MBS eine Filiale in Dabendorf geschlossen, weil die nächste 3,5 Kilometer entfernt in Zossen lag. Für das Flächenland Brandenburg sei so eine Entfernung außergewöhnlich nah. Auch würden immer weniger Menschen die Filialen für den täglichen Bedarf nutzen. „Überweisungen werden von unseren jüngeren Kunden fast ausschließlich im Internet erledigt“, sagt Heiduck. Aufgrund niedriger Zinsen steige der Bedarf nach persönlichen Anlageberatungen. „Dafür ist es wichtig, unsere Geschäftsstellen zu halten.“

Geldinstitute in der Region

Die MBS unterhält in Dahme-Spreewald 30 Filialen und 24 in Teltow-Fläming. Im Süden fährt ein Sparkassenbus durch 19 Orte – darunter Münchehofe, Markendorf und Oehna.


VR-Bank: Königs Wusterhausen, Zossen, Eichwalde, Ludwigsfelde, Großbeeren, Trebbin, Blankenfelde, Luckenwalde, Petkus, Halbe, Jüterbog, Niedergörsdorf und Dahme.

Deutsche Bank: Ludwigsfelde, Königs Wusterhausen, Zossen, Jüterbog, Luckenwalde.

Postbank: In allen Kommunen (außer Niederer Fläming).

Commerzbank: Königs Wusterhausen, Ludwigsfelde, Luckenwalde.

Hypovereinsbank: Wildau und Königs Wusterhausen.

Nach der MBS unterhält die Postbank ein großes Netzwerk an Filialen und Automaten in der Region. Außer im Niederen Fläming ist sie in allen Kommunen präsent. „Da wir mit der Deutschen Post kooperieren und in deren Agenturen vertreten sind, können wir den Bedarf an Geldautomaten im ländlichen Bereich gut abdecken“, teilt Sprecherin Iris Laduch-Reichelt mit. Das soll so bleiben. „Bei uns wird es keine Schließungswelle geben.“

Keine Schließungswelle in der Region

Mit einer Schließungswelle ist im vergangenen Sommer die Deutsche Bank in die Schlagzeilen geraten. Sie dünnt ihr Netz bundesweit um 188 Filialen aus, die Region Dahmeland-Fläming ist davon jedoch nicht betroffen. Hier gibt es ohnehin nur vier Filialen in Königs Wusterhausen, Jüterbog, Ludwigsfelde und Zossen. Bei der Commerzbank sieht es ähnlich aus, beide Banken sind ohnehin eher in Städten präsent und verweisen auf ihre „Cash Group“, in der Kunden auch bei der Postbank und der Hypovereinsbank abheben können.

Eine Gemeinde mit nur einem Geldautomaten ist beispielsweise der Niedere Fläming. Doch wie die stellvertretende Bürgermeisterin Donata Tabinski erklärt, habe sich dort noch niemand über eine mangelhafte Versorgung mit Bankfilialen oder -automaten beschwert. „Man muss ja in Zeiten von Online-Banking nicht jeden Tag zur Bank“, sagt sie. „Die Bürger erledigen so etwas dann, wenn sie ohnehin beim Einkaufen in Dahme, Jüterbog oder Hohenseefeld sind.“

Von Anja Meyer

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