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Teltow-Fläming Stadt-Premiere für Tenor Björn Casapietra
Lokales Teltow-Fläming Stadt-Premiere für Tenor Björn Casapietra
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06:03 19.09.2017
„Lieder der Sehnsucht“, brillante Stimme und sprachliche Vielfalt: Das verspricht Björn Casapietra den Besuchern seines Konzertes in der Zossener Dreifaltigkeitskirche. Quelle: foto: Promo
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Zossen

Erst ins Wahllokal, dann ins Konzert. Gelegenheit dazu ist am 24. September in Zossen. Hier gastiert Björn Casapietra ab 17 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche im Rahmen seiner aktuellen Tour „Lieder der Sehnsucht“. Im MAZ-Interview spricht der Tenor darüber, was ihn vor seinem ersten Auftritt in der Kleinstadt an der Notte bewegt.

Woran liegt es, dass Sie noch nie in Zossen waren?

Björn Casapietra: Wenn ich das nur wüsste. Schließlich habe ich ja viele Jahre meines Lebens in Rauchfangswerder und Eichwalde und damit eigentlich gar nicht so weit entfernt gelebt. Trotzdem kenne ich Zossen wirklich nur vom Vorbei- oder Durchfahren, obwohl ein Freund hier wohnt. Also halte ich es Sonntag so wie immer bei unbekannten Auftrittsorten und schaue mir die Stadt vor dem Konzert an, um ein Gefühl für den Ort zu bekommen. Darauf bin ich sehr gespannt.

Auch wenn Zossen mit Z und damit dem letzten Buchstaben im Alphabet anfängt, stehen die Kleinstädter also bei Ihnen nicht hinten an.

Ich möchte Zossen erobern!

Woher wissen Sie, wie es in der Dreifaltigkeitskirche klingt?

Diese Informationen habe ich vom Kantor bekommen. Von ihm weiß ich, dass die Akustik mir unheimlich entgegen kommt. Darüber mache ich mir überhaupt keine Gedanken.

„Lieder der Sehnsucht“: Das klingt irgendwie schwermütig und traurig.

Anfangs hatte auch ich diese Befürchtung. Dem ist aber ganz und gar nicht so. Die Leute gehen bei den Konzerten total mit. Ob in Eisenhüttenstadt, Frankfurt (Oder) oder anderswo. Wir waren überall nahezu ausverkauft. Sehnsucht muss ja nicht immer mit Menschen zu tun haben, sondern auch mit einem Ort, an dem man sich besonders geborgen gefühlt hat. Insofern glaube ich mit dem Tour-Thema „Sehnsucht“ den Zeitgeist getroffen zu haben.

Warum?

Weil sich jeder Mensch nach irgend etwas sehnt. Der eine sehnt sich nach der großen Liebe, der andere nach einem Häuschen, der nächste nach der alten Heimat, wieder ein anderer nach Vater oder Mutter.

Wie spiegelt sich das Motto im Programm wider?

Sehnsucht nach der Liebe, dem Meer, der Wärme der Sonne, einem glücklichen Leben findet sich in den Tenorklassikern, den alten italienischen und spanischen Volksliedern wie „O Sole Mio“ oder „Granada“. Es gibt ein Wiederhören mit den schönsten Liedern von meinen sechs veröffentlichten Platten. Die Interpretation von Leonard Cohens Klassiker „Hallelujah“ gehört ebenfalls dazu wie das bekannte schottische Volkslied „Auld Lang Syne“.

In welchen Sprachen werden Sie in Zossen singen?

Deutsch, Gälisch, Englisch, Italienisch, Spanisch und Hebräisch. Diese Vielfalt hilft mir natürlich dabei, die Leute gut zu unterhalten. Der ständige Wechsel der Sprachen sorgt zusätzlich für eine gewisse Abwechslung. Man muss sich also auch in dieser Hinsicht immer wieder neu erfinden und schauen, dass man das sprachliche Repertoire ändert. Sonst würde ganz schnell eine tödliche Routine rein kommen. Als Sänger gebe ich mich nie mit dem zufrieden, was gerade ist. Sondern ich denke immer, es muss doch noch irgendwie besser gehen. Aktuell habe ich allerdings das gute Gefühl, meine Stimme hat eine Kraft und Sicherheit wie noch nie.

Wie kommt das?

Weil ich eine sehr schwierige Phase überwunden habe. Scheidung und das Zerwürfnis mit meiner Mutter liegen hinter mir. Diesen bösen Alptraum habe ich in den Hintergrund geschoben und mich statt dessen mehr auf mich konzentriert. Ich rauche nicht mehr und jogge wieder. Selbst mein Pianist und unser Techniker fragen, was denn mit mir los sei. Sicher hätte ich auch vorher gut gesungen, aber nun noch mal einen richtigen Schub bekommen. Und diesen Schub spüre ich tatsächlich. Ich bin super in Form. Das möchte ich in Zossen unter Beweis stellen. Gerade in solchen kleinen Städten sind die Menschen dankbar dafür, wenn sich jemand den Arsch aufreißt, um sie glücklich zu machen. Deshalb möchte ich ein Konzert geben, dass keiner vergisst.

Gehen Sie zur Bundestagswahl?

Natürlich gehe ich wählen. Um 18 Uhr gibt es ja die erste Prognose. Da werde ich auf der Bühne ansagen, ob wir es geschafft haben, dass diese AfD hoffentlich nicht ganz so stark wird und die demokratischen Kräfte in diesem Land weiter deutlich die Mehrheit haben.

Von Frank Pechhold

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