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Stadt gegen erweiterten Bauschutzbereich

Rote Karte für Flugplatz Schönhagen Stadt gegen erweiterten Bauschutzbereich

Die Flugplatzgesellschaft in Schönhagen will den Bauschutzbereich am Flugplatz von 1,5 auf vier Kilometer erweitern. Die Stadtverordneten sind geschlossen dagegen.

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Der Flugplatz Schönhagen.

Quelle: Michael Hübner

Trebbin. Den Plänen der Flugplatzgesellschaft Schönhagen, den Bauschutzbereich am Flugplatz von 1,5 auf vier Kilometer zu erweitern, haben die Trebbiner Stadtverordneten eine Abfuhr erteilt. Einstimmig beschlossen sie auf Antrag der Unabhängigen Freien Wähler (UFW), dass die Stadt Trebbin als Gesellschafter der Flugplatz GmbH den Antrag auf die Erweiterung des beschränkten Bauschutzbereiches zurückzieht. Die Flugplatzgesellschaft hatte den Antrag bei der oberen Luftfahrtbehörde im Jahr 2012 unter anderem damit begründet, den Bau von Windrädern in der Umgebung des Verkehrslandeplatzes verhindern zu wollen.

Die UFW-Fraktion weist darauf hin, dass es gar nicht möglich sei, außerhalb der im Stadtgebiet durch Planungsrecht festgesetzten Windenergieflächen Windräder zu errichten. „Für den jetzigen Betrieb ist eine Erweiterung des Bauschutzbereichs nicht erforderlich“, heißt es. Befürchtet werden eher Pläne zur Flugplatzerweiterung.

Bürgermeister Thomas Berger (CDU) erklärte sich als Vertreter des Gesellschafters und Aufsichtsratschef der Flugplatzgesellschaft für befangen, ebenso Gertrud Klatt (CDU) und Michael Baumecker (NL), die als Kreistagsabgeordnete im Aufsichtsrat sitzen. Auf Antrag von Peter Mann (SPD) äußerte sich Berger aber zum Sachverhalt. „Der Antrag auf Bauschutzbereichserweiterung hat nichts mit dem Instrumentenanflug zu tun, der ist bereits genehmigt“, sagte er. Vielmehr ziele der Antrag darauf ab, Risiken durch Windräder innerhalb des Flugkorridors zu verhindern. „Aber die Situation hat sich geändert“, so Berger, „der Regionalplan und der Flächennutzungsplan schließen neue Windkraftanlagen in diesem Bereich aus.“ Planungsrechtlich sei keine Erweiterung des Flugplatzes möglich. „Es geht nur um die Bäume und die können jetzt schon gekürzt werden, wenn es nötig ist“, so Berger weiter: „Es muss nicht alles möglich gemacht werden, wenn es nicht nötig ist.“

Nuthe-Urstromtal hatte bereits im Vorjahr die Zustimmung zur Erweiterung des Bauschutzbereiches versagt. „Es gibt viel Verunsicherung bei den Bürgern“, sagte Hendrik Bartl (GpgS). Er wünsche sich, dass die Kreistagsabgeordneten einen ähnlich Beschluss fassten. In der Flugplatzgesellschaft war man von diesem Beschluss völlig überrascht. „Wir sind zurzeit zu keiner Stellungnahme bereit“, sagte Monika Kühn, Assistentin der Geschäftsführung, auf Anfrage.

Von Elinor Wenke

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