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Teltow-Fläming Stadt im Streit mit Kita-Träger
Lokales Teltow-Fläming Stadt im Streit mit Kita-Träger
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02:15 26.06.2017
Symbole wie Kreuz und Fisch gibt es in Jüterbog nur in einer Kita, dem evangelischen Nikolai-Kindergarten der Hoffbauer-Stiftung. Quelle: Foto: Klemens
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Jüterbog

Der evangelische Nikolai-Kindergarten in Jüterbog wird künftig nicht mehr durch die Potsdamer Hoffbauer-Stiftung, sondern womöglich durch die Stadt Jüterbog selbst betrieben. Darüber informierte Bürgermeister Arne Raue (parteilos) die Stadtverordneten in einer E-Mail.

Im Rahmen des geplanten Umzugs der Kita in die Goethestraße im kommenden Herbst habe es „naturgemäß einen deutlich intensiveren Austausch zwischen beiden Partnern“ gegeben, so Raue. „Bei dieser Gelegenheit trat zu Tage, dass die Grundsätze zur Finanzierung der Ausstattung, der Freiflächen und des Umzugs nicht deckungsgleich sind“, schreibt der Bürgermeister.

Raue: Trägerschaft der Stadt ist „alternativlos“

Ein Übergang der Trägerschaft auf die Stadt sei „alternativlos“, so Raue. Aus Sicht der Stadt könne „die Absicherung des Personals optimiert“ und der „administrative Aufwand deutlich gesenkt werden“.

„Es hat sich eine heftige Kluft bei der Einschätzung der Finanzierungsverpflichtungen der Stadt gegenüber uns als Träger aufgetan“, bestätigte Frank Hohn, Geschäftsführer der Hoffbauer-Stiftung, den Konflikt. Er äußerte sein Bedauern, dass die Familien der 46 Kita-Kinder von den Veränderungen erfahren, ohne dass die zukünftige Ausrichtung der Kita geklärt ist und kündigte eine Vollversammlung für alle betroffenen Eltern am kommenden Montag um 19 Uhr in der Kita an.

Frank Hohn ist Geschäftsführer der in Potsdam ansässigen Hoffbauer-Stiftung Quelle: Peter Degener

Vertrag wurde bereits vom Bürgermeister gekündigt

Der Bürgermeister kündigte an, dass er die Stadtverordnetenversammlung noch umfassender informieren werde, um sie damit in die zu Lage zu versetzen „Entscheidungen zu treffen“. Welche Wahl die Stadtverordneten tatsächlich noch haben, ist unklar, denn nach MAZ-Informationen hat Raue schon längst den bestehenden Vertrag mit der Hoffbauer-Stiftung einseitig zum Jahresende aufgekündigt.

Er äußerte sich auf Nachfrage nicht dazu. Auch die Frage, wieso die Differenzen über finanzielle Verpflichtungen von Kommune und Träger nicht wie üblich von einem Verwaltungsgericht geklärt werden sollen, blieb unbeantwortet. Die Aufkündigung des Vertrags darf jedenfalls als höchst seltener Vorgang gelten.

Evangelische Gemeinde sucht bereits neuen kirchlichen Träger

„Wir haben Interesse daran, eine evangelische Kita-Arbeit in der Stadt abzusichern“, sagte Hohn. Mit der evangelischen Kirchengemeinde laufen laut Hohn bereits Gespräche, um eventuell einen anderen kirchlichen Träger zu finden, damit in der Kita-Landschaft der Stadt weiterhin eine evangelische Einrichtung bestehen bleibt.

Laut Raues E-Mail steht die Stadt dieser Variante offen gegenüber. Der Bürgermeister hält dies aber „für sehr unwahrscheinlich“, da der neue Träger für „Außenanlagen, -spielgeräte und Ausstattung des neuen Standortes in erhebliche finanzielle Vorleistung gehen“ müsse, wie er den Stadtverordneten mitteilt.

Aus diesem Gebäude zieht die Kita voraussichtlich im September in eine sanierte Villa samt neuem Anbau in der Goethestraße. Quelle: Uwe Klemens

Von Peter Degener

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