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Stadt kämpft gegen Regenwasser-Rückstau

Luckenwalde Stadt kämpft gegen Regenwasser-Rückstau

Nach Starkregen sind Luckenwaldes Straßen und Bahnunterführungen oft geflutet. Jetzt will die Stadt Abhilfe schaffen, unter anderem mit eine neuen Nuthebrücke einschließlich Pumpenanlage in der Lindenstraße.

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Die Nuthebrücke in der Lindenstraße mit der Einleitstelle des Regenwassers soll im kommenden Jahr erneuert werden.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Wolkenbruchartige Niederschläge und anhaltender Starkregen führten in jüngster Vergangenheit in Luckenwalde immer wieder zum Wasserrückstau auf Straßen und im Kanalsystem. Die drei Bahnunterführungen standen unter Wasser und es dauerte bis zu einer Stunde, bis das aufgestaute Wasser abgeflossen war. Geflutete Straßen wie zum Beispiel die Linden- oder Steinstraße machen ein Durchkommen unmöglich. Bürger reagieren zunehmend mit Unmut.

Wo die Ursachen für den Rückstau liegen und wie die Stadt künftig darauf reagieren wird, erklärten Jürgen Schmeier und Dirk Ullrich vom städtischen Straßenamt auf Anfrage des Stadtverordneten Carsten Nehues (CDU) im Stadtentwicklungsausschuss. „Das von der Nuwab betriebene Kanalnetz ist vor hundert Jahren gebaut worden“, erklärte Schmeier, „der Grad der Versiegelung war wesentlich geringer. Das Regenwasser konnte versickern.“ In den vergangenen Jahren seien immer mehr Flächen versiegelt und immer mehr Wohn-und Gewerbegebiete ans Kanalnetz angeschlossen worden. Auch die Nuthe als Vorfluter sei überlastet. Sie kann nur 2,7 Kubikmeter Regenwasser pro Sekunde aufnehmen und ableiten.

Nuthebrücke in der Lindenstraße ist ein Nadelöhr

Ein besonderes Nadelöhr ist die Einleitstelle unter der Nuthebrücke in der Lindenstraße. Das Einzugsgebiet ist sehr groß, auch alle Bahnunterführungen werden über diesen Strang entwässert. Die Einleitstelle liegt unter dem Wasserspiegel. „Bis zu 1300 Kubikmeter Wasser stehen ständig im Kanal und stauen sich zum Teil bis zur Ampelkreuzung zurück“, sagte Ullrich.

Im nächsten Jahr will die Stadt deshalb die Brücke erneuern und dafür mit Hilfe von Fördermitteln 400 000 Euro investieren. Dabei soll ein neues Schachtbauwerk mit einer Pumpenanlage entstehen. „Das Regenwasser wird dann über dem Wasserspiegel in die Nuthe gepumpt“, erklärte Ullrich. Nach dem Regen werde auch der halb volle Kanal leergepumpt.

Entlastungskanal über die Buchtstraße geplant

Weiterhin soll im Zuge der Sanierung der Puschkinstraße ein Entlastungskanal über die Buchtstraße mit Anschluss an die Potsdamer Straße und Feldstraße gebaut werden. Andere Maßnahmen hat die Stadt bereits ergriffen. Mit dem Neubau der Feuerwache in der Dessauer Straße entstand gleichzeitig ein Regenrückhaltebecken, das 58 Kubikmeter Wasser auffängt und erst zeitversetzt ableitet.

Andere Beispiele sind Versickerungsrinnen im Schieferling oder entsiegelte Flächen im Nuthepark. Bei Straßenplanungen wird auf möglichst wenige vollversiegelte Flächen geachtet. „Aber auch die Bürger sollten über eine vernünftige Ableitung des Regenwassers auf ihren Grundstücken nachdenken“, mahnte Schmeier. Auch eine Regenwasser- und -gebührensatzung für die Stadt werde erwogen.

Von Elinor Wenke

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