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Stadt plant mit vierter Grundschule ab 2019

Jüterbog Stadt plant mit vierter Grundschule ab 2019

Die Zahl der Grundschüler in Jüterbog steigt stetig an. Der Raumbedarf in den vorhanden Grundschulen ist so groß, dass die Verwaltung am liebsten eine neue Grundschule eröffnen will. Weil die Pestalozzi-Förderschule immer weniger Schüler hat und geschlossen wird, will Jüterbog den frei werdenden Schulstandort übernehmen.

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Schulleiter Klaus-Mario Jäger zeigte dem Sozialausschuss am Dienstag die Pestalozzi-Förderschule. Schon 2019 könnte hier eine neue Grundschule einziehen.

Quelle: Peter Degener

Jüterbog. Die Stadtverwaltung Jüterbog will eine dritte städtische Grundschule eröffnen, um einer wachsenden Schülerzahl gerecht zu werden und die Linden- und die Geschwister-Scholl-Grundschule zu entlasten. Der Vorschlag der Verwaltung, der am Dienstag im Sozialausschuss erstmals vorgestellt worden ist, sieht vor, dass die Gebäude der Pestalozzi-Förderschule dafür vom Landkreis erworben und als neuer Grundschulstandort genutzt werden. Mit dem Schuljahr 2019/2020 könnte die neue Schule eröffnen.

Bildungsdezernent lobt Initiative der Stadt

Die Idee trifft beim Landkreis auf offene Ohren. Der Bildungsdezernent des Kreises, Karsten Dornquast, der an der Ausschusssitzung in der Pestalozzi-Schule teilnahm, nannte den Zeitpunkt günstig. „Mich freut der neue Trend, dass es im Süden des Kreises keine Diskussionen über Schulschließungen mehr gibt. Stattdessen gibt es hier eine günstige Konstellation für die Nachnutzung des Hauses“, sagte Dornquast. Bis die Entscheidung über die Gründung einer Grundschule falle, müssten Bildungsministerium, Landkreis und Stadt noch viele Fragen klären, stellte er zugleich klar.

Schulsaal unterm Dach der Förderschule

Schulsaal unterm Dach der Förderschule.

Quelle: Peter Degener

Die Entwicklung der Jüterboger Schülerzahlen zeigt laut Verwaltung einen deutlichen Trend nach oben. Im kommenden Schuljahr werden alle Grundschulen in Jüterbog inklusive der nicht-städtischen Evangelischen Grundschule vermutlich von 585 Schülern besucht. Zur geplanten Eröffnung der neuen Grundschule 2019 werden schon 628 Schüler vorhergesagt. Mit den zusätzlichen Räumen könnten die bestehenden Schulen entlastet werden. So müssten Fachkabinette nicht mehr als Klassenräume dienen und die Klassenstärke könnte sogar unter die Zielvorgabe des Ministeriums von 23 Schülern sinken. Zugleich gäbe es Spielräume für Zuzüge von Familien nach Jüterbog.

Grundschule mit naturwissenschaftlicher Ausrichtung

Anke Stöckigt vom Fachbereich Kitas und Schulen im Rathaus nannte auch mögliche Schwerpunkte der neuen Grundschule, die als „inklusive Schule“ oder die angesichts des im Pestalozzi-Haupthauses vorhandenen Planetariums mit einem naturwissenschaftlichen Schwerpunkt konzipiert werden könnte. Auch ausreichend Platz für einen Hort böte das Haus. Ausschussvorsitzende Maritta Böttcher (Linke) sagte angesichts der aktuellen Enge in den städtischen Schulen und Horten, dass damit „erstmals eine deutliche Verbesserung der Lernatmosphäre für Schüler und Lehrer erreicht“ werden könnte.

Klaus-Mario Jäger, Leiter der Pestalozzi-Förderschule Jüterbog

Klaus-Mario Jäger, Leiter der Pestalozzi-Förderschule Jüterbog.

Quelle: Peter Degener

Die vom Kreis getragene Pestalozzi-Förderschule mit dem Schwerpunkt „Lernen“ wird dagegen mittelfristig geschlossen. In den Stufen bis 5 bis 10 werden derzeit 70 Schüler unterrichtet. Die ersten vier Klassenstufen sind in den vergangenen Jahren bereits weggefallen, wodurch viele Räume in Haupt- und Anbau zur Verfügung stehen und ein paralleler Schulbetrieb mit einer neuen Grundschule möglich wäre. Schulleiter Klaus-Mario Jäger nutzte die Ausschusssitzung für eine deutliche Kritik: „Den Eltern im Einzugsbereich wurde unsere Schule für ihre Kinder gar nicht mehr angeboten. Sie wird ausgeblutet“, sagte Jäger. Er sei kaum noch an den Tisch geholt worden, wenn im Förderausschussverfahren entschieden wurde, an welche Schule im Kreis ein Kind mit Förderbedarf geschickt wird.

Oberschüler nutzen Räume in Förderschule während Sanierung

Die Finanzierung war bei der Diskussion noch kein Thema. Kreis und Stadt verhandeln, für welche Summe die Stadt die Liegenschaften übernehmen könnte. Die jährlichen Betriebskosten liegen inklusive Hausmeister derzeit bei 107 000 Euro, sagte Dornquast. Weit gediehen sind außerdem Pläne, wonach Schüler der Wiesenoberschule ab dem nächsten Jahr zumindest temporär in der Pestalozzi-Schule unterrichtet werden, während deren Oberschule saniert wird.

Von Peter Degener

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