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Stadt soll Dorfteich in Glienick sanieren

Kosten rund 30 000 Euro Stadt soll Dorfteich in Glienick sanieren

Zwei große Weiden brachen am stürmischen 31. März ab, krachten in den Glienicker Dorfteich und zerstörten die künstlich angelegte Schutzschicht. Seitdem versickert das Wasser im Boden. Nun fordert der Ortsbeirat von der Stadt Zossen, den Teich zu sanieren. Das lehnt Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) bislang aus Kostengründen ab.

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Der Glienicker Dorfteich am Tag nach dem März-Sturm.

Quelle:  Zielke

Glienick. Der Dorfteich muss saniert werden! Das fordert der dreiköpfige Glienicker Ortsbeirat von der Stadt Zossen. Ortsvorsteher Stefan Christ versprach, darüber das Gespräch mit Bürgermeisterin Michaela Schreiber (beide Plan B) zu suchen. „Wenn das nicht fruchtet, bringe ich den gleichen Antrag als Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung ein“, sagte der Glienicker Hermann Kühnapfel.

Wie berichtet läuft der Dorfteich langsam aus. Schuld daran sollen zwei starke Weiden sein, die am stürmischen 31. März abgebrochen und in den Teich gestürzt waren. Wahrscheinlich haben die wuchtigen Baumteile die künstlich angelegte Teichbodenschicht zerstört. „Die Äste sind reingefallen und drei, vier Stunden später ist der Wasserspiegel gesunken.“ Das habe ihm die Frau aus dem Blumenladen, die genau auf den Dorfteich blickt, erzählt, sagte der Glienicker Gerald Klemm.

Seit dem Sturmtag sank der Wasserspiegel augenscheinlich um rund 80 Zentimeter. Wenn nicht ganz schnell etwas passiert, dann könnte der nur aus Regenwasser gespeiste Dorfteich langsam versumpfen. „Dieses Thema habe ich mehr als einmal im Rathaus angesprochen“, sagte Ortsvorsteher Christ. Allerdings sehe Bürgermeisterin Schreiber eine Sanierung des Dorfteiches als zu teuer an.

„Dieser Meinung bin ich nicht“, sagte Hermann Kühnapfel. Möglicherweise hätte die Stadt gar nichts für die Sanierung bezahlen müssen, wenn sie den Unglücksfall mit den abgebrochenen Weidenästen der Versicherung als Sturmschaden gemeldet hätte. Ungeachtet dessen müsse der Teich saniert werden. „Das ist wichtig für den ganzen Ort.“ Viele Menschen gingen dort spazieren. Zudem diene der Teich der Feuerwehr notfalls für die Entnahme von Löschwasser. Kühnapfel schätzt die Kosten für die Teichsanierung auf rund 30 000 Euro. Wahrscheinlich müsse man nur ein rund zwei Quadratmeter großes Leck in der zerstörten Tonschicht und nicht den ganzen Teich abdichten. Um an die defekte Stelle heranzukommen, könnte die Feuerwehr den Teich leer pumpen. Weiter mahnte Kühnapfel an, die Zuläufe für den Dorfteich zu reinigen. Das künstlich angelegte Biotop wird ausschließlich mit Regenwasser gefüllt, das in mehreren Leitungen von Grundstücken abgeleitet wird. Kühnapfel zufolge seien die Zuflussrohre seit acht Jahren nicht gründlich gereinigt worden und deshalb verstopft.

Von Frank Pechhold

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