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Teltow-Fläming Stadt umwirbt die Abiturienten
Lokales Teltow-Fläming Stadt umwirbt die Abiturienten
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18:57 27.06.2016
Die zehn besten Abiturienten erhielten vom Förderverein des Gymnasiums eine Armbanduhr mit dem Schul-Logo. Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

„Oh Luckenwalde, Dir gehört meine Jugend!“ Mit diesen melodramatischen Worten nahm Mark Kuhrke, Sprecher des diesjährigen Abiturjahrgangs des Friedrich-Gymnasiums, Abschied von seiner Heimatstadt, „in der die Straßen noch so schön nach gestern riechen“, sagte er bei der Vergabe der Abi-Zeugnisse im Stadttheater.

Durft der großen, weiten Welt

Den Duft der großen, weiten Welt schon in der Nase, freute sich der eloquente 18-Jährige: „Endlich fängt unsere Zukunft an.“ Immerhin, so rechnete er vor, habe man zwölf Jahre nach der Einschulung nun zwei Drittel seines (bisherigen) Lebens in der Schule verbracht. Dass das trotz Turbo-Abitur nun wirklich reicht, war den Schulabgängern anzusehen. Denn groß war die Freude darüber, diese Zeit überstanden zu haben.

„Jetzt können Sie das tun, was Sie immer schon tun wollten“, stellte Schulleiter Michael Kohl fest, doch jetzt beginne auch ein Lebensabschnitt, der sich nicht mehr zwischen „dem Kühlschrank der Mama, den Getränken von Papa und dem Portemonnaie von Oma und Opa“ bewege. Kohl stellte seinen diesjährigen Abiturienten ein gutes Zeugnis aus: „Sie sind der zufriedenste Jahrgang, den wir je hatten!“ So habe erstmals niemand die Möglichkeit genutzt, seinen Abiturdurchschnitt durch freiwillige Zusatzprüfungen zu verbessern.

Abiprüfungen: 100 Prozent Erfolgsquote

Nur vier Nachprüfler vergossen noch Schweiß und Tränen, aber alle mit Erfolg. „100 Prozent Bestehensquote“, verkündete der Schuldirektor. Von den 85 Abiturienten hätten 48 Prozent sogar ein Eins vor dem Komma des Abiturdurchschnittes. Und nur eine Null dahinter haben die vier Abiturienten Moritz Adam, Julia Kossowski, Johanna Kramer und Peter Eyssen. Für ihre Traumnote 1,0 erhielten sie eine zusätzliche Ehrung des Bildungsministeriums.

Am Ende der mehr als zweistündigen Zeremonie verteilten Mitarbeiter der Stadt Werbe-T-Shirts und andere Geschenke mit der Aufschrift „Luckywalde“, was heißen soll: Kommt wieder zurück in eure Heimatstadt, wenn ihr mit Studium und Ausbildung fertig seid. Vielleicht duften die Straßen dann schon nach morgen.

Von Hartmut F. Reck

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