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Teltow-Fläming Stadt und Kreis verhandeln über Biotechnologiepark
Lokales Teltow-Fläming Stadt und Kreis verhandeln über Biotechnologiepark
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05:10 01.06.2016
Das Gründer- und Technologiezentrum II im Biotechnologiepark Luckenwalde. Quelle: Margrit Hahn
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Luckenwalde

Wie weiter mit der SWFG? Die Frage nach der Zukunft der kreiseigenen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft wirft auch die Frage auf, wie der Biotechnologiepark in Luckenwalde künftig verwaltet werden soll, und vor allem, wer dies tun soll.

Der Landkreis Teltow-Fläming, der einst seiner wirtschaftlich unterentwickelten Kreisstadt auf die Beine helfen wollte, hatte seine SWFG damit beauftragt, auf dem Gelände eines früheren Kriegsgefangenenlagers und späteren sowjetischen Kasernengeländes einen Biotechnologiepark aufzubauen. Das ist der SWFG gelungen. Der Biotechnologiepark Luckenwalde (BTPL) genießt dank generöser Subventionen und über lange Zeit intensiv betriebenem Marketing einen guten Ruf.

Bürgermeisterin: Biopark ist ein Pfund für uns

Das weiß auch die Stadt Luckenwalde. „Der Biopark ist ein großes Pfund für uns“, sagt Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD), und habe sich als einer von acht Technologieparks in der Region Berlin-Brandenburg behaupten können.

Doch seitdem der für den BTPL zuständige SWFG-Abteilungsleiter in den Ruhestand getreten ist, danach seine Assistentin entlassen wurde und der Kreiskämmerer die gesamte SWFG als Geschäftsführer leitet, wurden nicht zuletzt aus Kostengründen die Marketingaktivitäten sowie die zuvor intensiv betriebene Betreuung der angesiedelten Unternehmen stark zurückgefahren.

Landrätin will Strukturpolitik für Luckenwalde beenden

Es sei eigentlich mehr als ein Vierteljahrhundert nach der Wende nicht einzusehen, so sagte Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) bei der jüngsten Sitzung des Haushalts- und Finanzausschusses, dass der Kreis immer noch Strukturpolitik – und das für eine spezielle Gemeinde – betreibe (MAZ berichtete). Deshalb habe man wieder Gespräche mit der Stadt aufgenommen. Dies geschah sicherlich in der Erwartung eines stärkeren Engagements der Stadt für den Biopark und in der Hoffnung, im Zuge der geplanten Abwicklung der chronisch defizitären SWFG die Verantwortung für den Biopark mittelfristig ganz auf Luckenwalde zu übertragen.

Ein solches Ansinnen ist bisher laut Herzog-von der Heide nicht an die Stadt herangetragen worden. Diese sieht im Biopark eher eine Gemeinschaftsaufgabe, der man sich gern stellt. Nach Ansicht der Stadt bleibe der Biopark eine „Management-Immobilie“. Das bedeute: Präsenz und Werbung auf Fachmessen, Erstellung aktueller Werbematerialien, Pflege des Internetauftritts und Ausrichtung von Fachtagungen. Für all das sei die Stadt bereit, den Kreis zu unterstützen. „Unsere Vorstellungen gehen dahin“, sagt Herzog-von der Heide, „einen Branchenkenner als Dienstleister zu verpflichten, der sich solcher Aufgaben annimmt.“

Als ausgewiesener Regionaler Wachstumskern, dessen Status die Stadt nicht zuletzt dem Biopark zu verdanken hat, sei Luckenwalde gern bereit, aus dem ihr zustehenden Regionalbudget solche Leistungen mit zu finanzieren. Bedingung: Stadt und Kreis bringen den Mitleistungsanteil gemeinsam auf und fühlen sich auch gemeinsam als Auftraggeber in der Pflicht.

Von Hartmut F. Reck

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