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Stadt verkauft Gewerbefläche ans DRK

Luckenwalde Stadt verkauft Gewerbefläche ans DRK

Das DRK kann seine neue Tagespflege auf dem Gewerbehof bauen. Die Stadtverordneten stimmten einem Grundstücksverkauf mehrheitlich zu. Doch die CDU/FDP-Fraktion lehnte den Verkauf ab. Sie wittert eine Bevorzugung des DRK.

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Am Gewerbehof will das DRK eine Tagespflege errichten.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Mehrheitlich haben die Luckenwalder Stadtverordneten am Dienstag in nichtöffentlicher Sitzung den Verkauf eines Grundstücks am Gewerbehof an den DRK-Kreisverband Fläming-Spreewald beschlossen. Das DRK will an der Beelitzer Straße 25 eine neue Tagespflege mit integrierter Hauskrankenpflege etablieren und dafür eine Million Euro investieren. Die bisherigen Räume im Krankenhaus werden für andere Zwecke benötigt, außerdem platzt die Einrichtung mit ihren 50 Mitarbeitern aus allen Nähten.

Die Stadt ist froh, wieder eine Fläche im EU-geförderten Gewerbehof beleben zu können. Doch bei den Stadtverordneten stieß das Vorhaben auf geteilte Resonanz. Die CDU/FDP-Fraktion lehnte den Verkauf ab. Wenn auch nicht einmütig, so monieren die Christdemokraten fehlende Transparenz und, dass das Gewerbegrundstück nicht ausgeschrieben wurde, sondern – möglicherweise unter Wert – an das DRK veräußert werde.

CDU befürchtet Monopolstellung des DRK

Mit Argwohn wird registriert, dass das DRK nach dem Flüchtlingsheim-Grundstück in der Anhaltstraße nun eine weitere Gewerbefläche erwirbt und im Sozialbereich eine Monopolstellung erlangen könnte. Christoph Guhlke (CDU) hatte zudem kritisiert, dass die Tagespflege an einer der belebtesten Straßen entstehen soll. Potenzielle andere Interessenten hätten erst aus der MAZ erfahren, dass die Stadt das Grundstück verkaufen will.

Bürgermeisterin weist Vorwürfe zurück

Dies wies Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) als unwahr zurück. „Ich empfehle den Blick auf unsere Internetseite“, sagte sie. In der Rubrik „Wirtschaft“ würden Gewerbeimmobilien angeboten, auch am Gewerbehof. Zudem ermögliche das modulare Grundstückskonzept den Erwerb von Baufeldern zur Errichtung eigener Betriebe, so die Bürgermeisterin. Sie erläuterte am konkreten Beispiel ihr Verständnis von Wirtschaftsförderung. „Wir wollen das Unternehmen in der Stadt halten, freuen uns über die Millioneninvestition und werden im eigenen Bestand fündig, was auch eine Einnahme im Haushalt ist“, sagte sie. Zur Ermittlung des Kaufpreises werde ein Wertgutachten in Auftrag gegeben, wie dies bei anderen Gewerbegrundstücksverkäufen übliche Praxis sei.

Scharfe Kritik an Christoph Guhlke

Ungewöhnlich scharf kritisierte sie Guhlkes Äußerungen. „Herr Guhlke findet das Vorgehen anrüchig und will den Gewerbetreibenden belehren, wie er sein Geschäft zu betreiben hat. Er möchte außerdem, dass dieses Grundstück nun jedermann angeboten wird und sich der Verkauf nach dem höchsten Gebot richtet. Meine Auffassung von Wirtschaftsförderung ist eine andere“, sagte sie und erntete dafür Beifall von SPD und Linken.

„Das ist keine Wirtschaftsförderung, sondern DRK-Förderung“, sagte Guhlke gegenüber der MAZ.

Von Elinor Wenke

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