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Stadt will weniger Salz einsetzen

Ludwigsfelde Stadt will weniger Salz einsetzen

Bei Eis und Schnee soll in Ludwigsfelde nicht mehr komplett weggeräumt werden. Darüber diskutieren die Stadtverordneten zurzeit. Die Verwaltung hat den Entwurf für eine neue Straßenreinigungssatzung vorgelegt.

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Kommunalservice-Mitarbeiter Volker Schönherr bei den Wintervorbereitungen im Salzlager.

Quelle: Abromeit

Ludwigsfelde. Schneit es im bevorstehenden Winter viel, dann wird der Verkehr in Ludwigsfelde deutlich entschleunigt – die Stadt will weg vom „Schwarzräumen“, der Komplettberäumung bei Schnee und Eis. Das wurde bei der Diskussion um eine neue Straßenreinigungssatzung am Mittwoch im Bauausschuss klar. Der empfiehlt den Stadtverordneten einhellig, den Verwaltungsvorschlag zur Straßenreinigung und Winterwartung inklusive neuer Gebühren anzunehmen.

Stadt übernimmt Winterdienst

Wie berichtet hatte die Stadt 2015 Grundstückseigentümer gefragt, ob die Kommune die Winterwartung komplett übernehmen soll. Dreiviertel aller, die geantwortet hatten, plädierten dafür. Dieses Ergebnis enthält die neue Satzung auch. Nehmen die Stadtverordneten sie an, ist die Winterwartung neu geordnet. Dann bearbeitet der Kommunalservice unter seiner Chefin Evelyn Stöber alle Hauptstraßen der Kernstadt und nicht explizit aufgeführte Anliegerstraßen einschließlich Industriepark und Preußenpark Nord. Fast alle Durchfahrtsstraßen in den Ortsteilen werden vom Landesbetrieb Straßenwesen beräumt oder abgestumpft. Für alle anderen Straßen in den Ortsteilen und im Brandenburg Park wird die Firma Sil beauftragt, für Anliegerstraßen in der Daimlersiedlung, im Preußenpark Süd, der Gartenstadt, im Flußviertel Nord und Süd sowie in Ludwigsdorf und der Waldsiedlung die Gebäudereinigungsfirma Kollert.

Abstumpfen vor Räumen

„Abstumpfen geht vor Räumen“, erklärte Evelyn Stöber den Bauausschussmitgliedern. Es werde keinen schlechteren Winterdienst als bisher geben, und natürlich werde bei Witterungsbedingungen, wo es nicht anders geht, weiter mit Salz oder Lauge gearbeitet. „Aber alles mit Augenmaß“, so Stöber, „die bisherige ,Schwarzräumung’ werden wir auf ein Normalmaß reduzieren.“ Salz generell zu verbieten, halte sie nicht für sinnvoll, so Stöber nach einer Anmerkung der sachkundigen Einwohnerin Kirsten Flenker. Die hatte auf Berlin verwiesen, wo es bei Strafen von bis zu 10 000 Euro verboten sei, privat Salz einzusetzen. Bürgermeister Andreas Igel (SPD) ergänzte: „Das ist auch eine wirtschaftliche Frage. Und wir wissen ja dass es Baumarten gibt, die mit Salz schlecht zurechtkommen.“ Das sei langfristig mit der Unteren Naturschutzbehörde zu diskutieren, so Igel.

Salz schadet den Bäumen

Zu den Bäumen, denen Salz schadet, gehören Ahorn, Hainbuche, Rosskastanie, Linde Ulme, Eberesche oder Mehlbeere. Mäßig empfindlich sind die einheimischen Bäume Platane, Birke, Eiche und Robinie sowie Gleditschie, Hopfenbuche, Götterbaum oder Ginkgo. Für alle gilt das Maß von Salz und Lauge, die Dauer von Schnee und Eis. Fachleute warnen jedoch schon lange: Je mehr salzgeschädigt Bäume und Sträucher im öffentlichen Raum sind, desto anfälliger werden sie bei Trockenheit oder Schädlingsbefall. An der Potsdamer Straße waren bereits Bäume wegen zu hoher Streusalz- und Laugenmenge eingegangen.

Von Jutta Abromeit

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