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Stadtalarm ausgelöst

Waldbrandübung in Horstfelde Stadtalarm ausgelöst

„Sehr zufrieden“ mit dem Ergebnis der Waldbrandübung in Horstfelde ist die Zossener Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B). Voriges Jahr hatten einige Dinge nicht geklappt. Unter anderem gab es Probleme bei der Wasserversorgung. Diesmal lief es besser. An der Übung nahmen 70 Kameraden, vier Schiedsrichter und die Bürgermeisterin teil.

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Bis zu 180 Meter Schlauch sind auf so einer Haspel. Insgesamt wurden rund zwei Kilometer Schlauchmaterial verlegt.

Quelle: Frank Pechhold

Horstfelde. Waldbrandübung bei Dauerregen. Wie gewohnt konnten sich die Kameraden der elf freiwilligen Zossener Ortsfeuerwehren auch Samstag das Wetter nicht aussuchen. „Wasser von oben haben wir genug“, nahm es Stadtbrandmeister Stefan Kricke mit Humor. Löschwasser von unten galt es aus dem Kiessee im Wasserskipark und einem Brunnen in die Horstfelder Siedlung zu holen. Dort brannte ein Stück Kiefernwald, so das Szenario.

Alarmszenario: Risiko einer Feuerwalze

Punkt 9.07 Uhr wurde Alarm ausgelöst. Angenommene Situation: Rauch im Kiefernwald an der Schünower Straße; Sommer, 28 Grad, Wind. Minuten später waren Kameraden aus Horstfelde, Glienick, Nächst Neuendorf und Dabendorf vor Ort, kurz darauf Feuerwehrleute aus Schünow und Nunsdorf. Von allen Seiten erkundeten sie die Lage. Wegen des starken Windes bestand die Gefahr, dass die Flammen wie eine Feuerwalze auf ein anderes Waldstück übergreifen. „Deshalb löste der Einsatzleiter Stadtalarm aus, um der Lage Herr werden zu können“, sagte Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B).

Die Feuerwehrleute im Einsatz

Die Feuerwehrleute im Einsatz

Quelle: Pechhold

Einsatzleiter war der Glienicker Ortswehrführer Dirk van de Renne. Er kommandierte 70 Kameraden, die mit 15 Fahrzeugen angerückt waren, um den Brand an drei verschiedenen Stellen zu bekämpfen. Normalerweise leiten Stadtbrandmeister oder Führungskräfte aus den Löschzügen Wünsdorf und Zossen so einen großen Einsatz. „Aber diese Kameraden wurden mit Absicht aus dem Rennen genommen, damit auch mal Führungskräfte aus den kleineren Löschzügen zum Zuge kommen“, so Schreiber. Und so fungierten Stadtbrandmeister Stefan Kricke, sein Stellvertreter Jens Grothe, Stadtfunkwart Steve Sawitzky und der stellvertretende Baruther Stadtbrandmeister Marcel Jezierski als Schiedsrichter.

Pumpen am Kiessee

Wohl die wichtigste Übungsaufgabe bestand darin, die Wasserversorgung über eine lange Wegstrecke herzustellen und aufrechtzuerhalten. Zu diesem Zweck pendelten einerseits Löschfahrzeuge zwischen einem Brunnen in der Horstfelder Siedlung, wo sie ihre Wassertanks auffüllten, und dem Waldbrandgebiet. Andererseits wurde Wasser aus dem Horstfelder Wasserskipark-Kiessee in Schläuchen zum rund einen Kilometer entfernten Einsatzort gepumpt. Wäre ein Schlauch geplatzt, hätten die Löschtrupps innerhalb weniger Sekunden den Brand mit Wasser aus einer parallel verlegten Schlauchleitung bekämpfen können.

Die elf Ortswehren aus Zossen waren im Einsatz

Die elf Ortswehren aus Zossen waren im Einsatz

Quelle: Pechhold

Mit dem Kommando „Waldbrand gelöscht“ beendete Einsatzleiter Dirk van de Renne über Funk um 12.13 Uhr die Übung. Anschließend verstauten die Kameraden Schläuche, Pumpen und andere Technik in ihren Fahrzeugen.

Bürgermeisterin zufrieden

„Sehr zufrieden“ äußerte sich Bürgermeisterin Schreiber nach dem Übungsende. Beispielsweise habe man 2015 bei der Waldbrandübung das Problem gehabt, dass keine zweite Schlauchstrecke verlegt wurde. Samstag stand die parallele Löschwasserversorgung „schon eine Viertelstunde nach der ersten“. Auch der Pendelverkehr zum Brunnen habe viel besser geklappt. „Alles, was voriges Jahr nicht funktioniert hat, wurden diesmal optimal gelöst.“

Am See wurde Wasser abgepumpt

Am See wurde Wasser abgepumpt

Quelle: Pechhold



Von Frank Pechhold

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