Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Stadtalarm ausgelöst
Lokales Teltow-Fläming Stadtalarm ausgelöst
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
04:25 04.10.2016
Bis zu 180 Meter Schlauch sind auf so einer Haspel. Insgesamt wurden rund zwei Kilometer Schlauchmaterial verlegt. Quelle: Frank Pechhold
Anzeige
Horstfelde

Waldbrandübung bei Dauerregen. Wie gewohnt konnten sich die Kameraden der elf freiwilligen Zossener Ortsfeuerwehren auch Samstag das Wetter nicht aussuchen. „Wasser von oben haben wir genug“, nahm es Stadtbrandmeister Stefan Kricke mit Humor. Löschwasser von unten galt es aus dem Kiessee im Wasserskipark und einem Brunnen in die Horstfelder Siedlung zu holen. Dort brannte ein Stück Kiefernwald, so das Szenario.

Alarmszenario: Risiko einer Feuerwalze

Punkt 9.07 Uhr wurde Alarm ausgelöst. Angenommene Situation: Rauch im Kiefernwald an der Schünower Straße; Sommer, 28 Grad, Wind. Minuten später waren Kameraden aus Horstfelde, Glienick, Nächst Neuendorf und Dabendorf vor Ort, kurz darauf Feuerwehrleute aus Schünow und Nunsdorf. Von allen Seiten erkundeten sie die Lage. Wegen des starken Windes bestand die Gefahr, dass die Flammen wie eine Feuerwalze auf ein anderes Waldstück übergreifen. „Deshalb löste der Einsatzleiter Stadtalarm aus, um der Lage Herr werden zu können“, sagte Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B).

Die Feuerwehrleute im Einsatz Quelle: Pechhold

Einsatzleiter war der Glienicker Ortswehrführer Dirk van de Renne. Er kommandierte 70 Kameraden, die mit 15 Fahrzeugen angerückt waren, um den Brand an drei verschiedenen Stellen zu bekämpfen. Normalerweise leiten Stadtbrandmeister oder Führungskräfte aus den Löschzügen Wünsdorf und Zossen so einen großen Einsatz. „Aber diese Kameraden wurden mit Absicht aus dem Rennen genommen, damit auch mal Führungskräfte aus den kleineren Löschzügen zum Zuge kommen“, so Schreiber. Und so fungierten Stadtbrandmeister Stefan Kricke, sein Stellvertreter Jens Grothe, Stadtfunkwart Steve Sawitzky und der stellvertretende Baruther Stadtbrandmeister Marcel Jezierski als Schiedsrichter.

Pumpen am Kiessee

Wohl die wichtigste Übungsaufgabe bestand darin, die Wasserversorgung über eine lange Wegstrecke herzustellen und aufrechtzuerhalten. Zu diesem Zweck pendelten einerseits Löschfahrzeuge zwischen einem Brunnen in der Horstfelder Siedlung, wo sie ihre Wassertanks auffüllten, und dem Waldbrandgebiet. Andererseits wurde Wasser aus dem Horstfelder Wasserskipark-Kiessee in Schläuchen zum rund einen Kilometer entfernten Einsatzort gepumpt. Wäre ein Schlauch geplatzt, hätten die Löschtrupps innerhalb weniger Sekunden den Brand mit Wasser aus einer parallel verlegten Schlauchleitung bekämpfen können.

Die elf Ortswehren aus Zossen waren im Einsatz Quelle: Pechhold

Mit dem Kommando „Waldbrand gelöscht“ beendete Einsatzleiter Dirk van de Renne über Funk um 12.13 Uhr die Übung. Anschließend verstauten die Kameraden Schläuche, Pumpen und andere Technik in ihren Fahrzeugen.

Bürgermeisterin zufrieden

„Sehr zufrieden“ äußerte sich Bürgermeisterin Schreiber nach dem Übungsende. Beispielsweise habe man 2015 bei der Waldbrandübung das Problem gehabt, dass keine zweite Schlauchstrecke verlegt wurde. Samstag stand die parallele Löschwasserversorgung „schon eine Viertelstunde nach der ersten“. Auch der Pendelverkehr zum Brunnen habe viel besser geklappt. „Alles, was voriges Jahr nicht funktioniert hat, wurden diesmal optimal gelöst.“

Am See wurde Wasser abgepumpt Quelle: Pechhold



Von Frank Pechhold

Kerzen, Blumen und ein Foto mit schwarzem Trauerflor erinnern am Tatort an den Flüchtling aus Afghanistan (18), der am Sonntag in Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) erstochen wurde. Die Jugendlichen und Betreuer im Asylheim und der Bürgermeister der Stadt sind tief betroffen von der „Schreckenstat“, für die es noch keine Erklärung gibt.

03.10.2016
Teltow-Fläming Teltow-Fläming: Polizeibericht vom 3. Oktober - Fußgänger angefahren – Autofahrer flüchtet

Ein Fußgänger ist in der Nacht zu Sonntag gegen 2 Uhr in der Neuendorfer Straße in Sperenberg von einem Auto angefahren und schwer am Bein verletzt worden. Der Autofahrer flüchtete mit seinem Wagen nach dem Unfall. Rettungskräfte brachten den Verletzten ins Krankenhaus. Die Polizei sucht nun Zeugen.

03.10.2016

In der Nacht zu Montag ist das Bürgerbüro der AfD-Landtagsabgeordneten Birgit Bessin in Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) erneut angegriffen worden. Es wurden Farbbomben gegen die Glasfront geworfen, die Außenverglasung ging zu Bruch. Die Täter wurden dabei beobachtet.

03.10.2016
Anzeige