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Stadtfest oder nicht ist die Frage

Ausschuss diskutieren über Finanzierung von Veranstaltung Stadtfest oder nicht ist die Frage

In ihrer Dezember-Versammlung wollen die Mitglieder des Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketingausschusses über das Thema Stadtfeste reden. Welche soll die Stadt unterstützen, welche sind rein kommerziell? Diese Fragen sollen dann geklärt werden. Davon hängt ab, welche Feste in Jüterbog 2014 gefeiert werden können.

Jüterbog. Ungehalten hatte Bürgermeister Arne Raue zunächst reagiert, als er in der Ausschusssitzung am Dienstagabend im Kulturquartier erneut auf das Thema angesprochen wurde. Die Stadtverordneten „wünschten“ sich eine Übersicht, welche Unterstützung die Stadt für die „Lange kulinarische Tafel“ und das Schlossparkfest gewährt hat. Mehrmals habe er dies in der Vergangenheit erläutert, so Raue. Die Stadt habe sich von Organisatoren „vor den Karren spannen lassen“, sagte er. Seine Argumente könne man in den Protokollen der letzten Sitzungen nachlesen.

Anton Gorisek (Die Linke) erläuterte die Hintergründe der Frage: „Wir wissen nicht, worüber wir reden, wenn es um Leistungen geht, die von der Stadt unrechtmäßig erbracht oder nicht vergütet wurden“, sagte er. Ob die „Lange Tafel“ nun ein Stadtfest oder eine rein kommerzielle Veranstaltung sei, dazu sieht Gabriele Dehn Klärungsbedarf. Den Bürgern werde mit solchen Festen schließlich etwas geboten, sagte sie.

„Wir müssen uns Gedanken machen, was im Interesse der Stadt ist“, so Bürgermeister Arne Raue. Beispielsweise habe man in der Stadtverordnetenversammlung darüber debattiert, ob man dem Seifenkistenrennen, das in diesem Jahr zum ersten Mal stattfand und von Privatleuten organisiert wurde, eine Anschub-Unterstützung gewährt.

„Die Stadt“, so der Bürgermeister, „betreibt sehr viel Aufwand. Der Bauhof ist ein halbes Jahr unterwegs, um Feste vorzubereiten und anschließend wieder aufzuräumen.“ Etliche Tage davor und danach seien die Mitarbeiter damit beschäftigt. Er selbst stehe zwischen Baum und Borke und wäre froh über eine klare Regelung, welche Feste die Stadt unterstützt und welche nicht.

Dass dies nicht einfach zu beantworten ist, glaubt Karin Mayer (CDU). „Ich fände es heikel, das festlegen zu wollen“, sagte sie. Eine Übersicht über die Feste und die damit im Zusammenhang stehenden Leistungen der Stadt fände sie sinnvoll.  Eine langwierige Diskussion hatte es 2011 gegeben, als der Fürstentag als ausgewiesenes Stadtfest veranstaltet werden sollte. Der Heimatverein hatte letztlich dieses Aufgabe übernommen, wäre aber ohne die Hilfe der Stadt überfordert gewesen. Die „Lange kulinarische Tafel“ fand noch vor zehn Jahren als Teil des Johannismarktes statt. Dieses Stadtfest war nach der Wende wiederbelebt worden und diente nicht zuletzt zur Unterhaltung der Gäste, die das Fläming-Musikfestival besuchten. 2004 fiel der Johannismarkt aus und wurde dann ganz gestrichen.

Von Martina Burghardt

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