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Stadtgeschichtliche Schau im Schloss Baruth

Baruth Stadtgeschichtliche Schau im Schloss Baruth

Historische Möbel, Glasgefäße oder ein Mühlstein aus früheren Jahrhunderten: Im Alten Schloss in Baruth läuft seit dem Wochenende eine Ausstellung zu 400 Jahren Baruther Stadtgeschichte. Kuratiert wurde die Schau vom Heimatverein, der auch auf neue Erkenntnisse zu manchen der mehr als 40 ausgestellten Stücke hofft.

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Die Leiterin des Heimatmuseums, Ute Nitsche (M.), präsentierte am Sonnabend auch das alte Ziffernblatt des Schlosses in Baruth.

Quelle: Andreas Staindl

Baruth. Im Alten Schloss in Baruth ist derzeit Baruther Geschichte zu sehen. Das Heimatmuseum Baruther Urstromtal gratuliert damit zu 400 Jahren Stadtrecht. Gezeigt werden ausgewählte Stücke aus der Sammlung des Heimatmuseums, aus dem Bestand des Museums der Baruther Glashütte und aus Privatbesitz. Am Sonnabend wurde die Schau im Alten Schloss eröffnet.„Die Ausstellung fügt sich wunderbar in die Reihe der Veranstaltungen in unserem Jubiläumsjahr“, sagte Bürgermeister Peter Ilk (parteilos) zur Eröffnung.

Und zu der kamen mehr Gäste als üblich bei Ausstellungseröffnungen in Glashütte, wie Museumsleiter Georg Goes erfreut feststellte. Er hat die neue Ausstellung fachlich begleitet. Goes dankte besonders Ute Nitsche, die den Heimatverein ehrenamtlich führt und das Museum an mehr als 50 Sonntagen im Jahr für Besucher zugänglich macht. Ute Nitsche kommt regelrecht ins Schwärmen, wenn sie die einzelnen Exponate präsentiert. Etwa den hölzernen Pfahl, der um 1330 datiert ist und während des Baus des Walther-Rathenau-Platzes vor einigen Jahren gefunden wurde. Der Pfahl diente offenbar als Eckpfosten eines Gebäudes.

Mehr als 40 Exponate im Tulpensaal

„Ganz stolz“ ist die Leiterin des Heimatvereins auch auf einen Klumpen Raseneisenerz. Mehr als 40 Exponate werden im Tulpensaal des Alten Schlosses präsentiert. Ein sichtlich in die Jahre gekommener Stuhl gehört dazu. Er gehört zu einer Reihe von Stühlen gleicher Bauart. Doch welches Gremium diese Stühle früher nutzte, ist nicht bekannt – wie so vieles nicht. „Wir haben zahlreiche Exponate, über die wir nicht viel wissen“, sagt Ute Nitsche, „nicht einmal, wem sie gehörten.“ Und doch ist sie ihrem Vorgänger Horst Wende dankbar: „Er hat dafür gesorgt, dass Historisches zumindest erhalten bleibt.“

Host Wende ist inzwischen gestorben, doch sein Wirken lebt in Exponaten weiter, die auch in der neuen Ausstellung zu sehen sind. Etwa in einer Abfüllstation für Leinöl. Ute Nitsche würde gerne wissen, wem sie gehörte. Es sind sehenswerte Exponate, die gezeigt werden und Baruther Geschichte erzählen. Ein Ziffernblatt vom Alten Schloss ist ebenso dabei wie ein Klemmeisen von 1860 oder Teile eines Mühlensteins, der bei Erdarbeiten am Walther-Rathenau-Platz gefunden wurde.

Die Ausstellung zeigt, wie die Baruther früher gelebt haben

Die Kirche hat eine Gedenktafel für Gefallene des Krieges gegen Frankreich von 1870/71 zur Verfügung gestellt. Auch ein Brief der reitenden Post von 1820 ist ausgestellt: Ein Baruther Bürger hatte damit eine Bestellung aufgegeben. Die Schau erinnert auch an die Bürgerschützengilde (gegründet 1837) – den ältesten Verein der Stadt. Das Museumsdorf Glashütte steuerte historische Gläser bei.

Die Ausstellung zeigt, wie die Baruther früher gelebt haben. Projekte wie dieses sollen das Alte Schloss weiter beleben und tatsächlich zu einem Bürgerschloss machen, wie Georg Goes sagt. Ute Nitsche hofft, dass Besucher ihr neue Informationen zu ausgestellten Stücken liefern. Sie ist aber auch an weiteren Exponaten für das Heimatmuseum interessiert und plant Sonderausstellungen.

Die Ausstellung läuft noch bis Ende Dezember

Die jetzige Ausstellung im Alten Schloss ist bis zum 31. Dezember dieses Jahres jeweils mittwochs, samstags und sonntags zwischen 14 und 17 Uhr zu sehen. Anfragen sind möglich unter Tel.  033704/ 98 09 30.

Von Andreas Staindl

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