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Teltow-Fläming Stadtjubiläum: 800 Decken verschenkt
Lokales Teltow-Fläming Stadtjubiläum: 800 Decken verschenkt
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05:05 05.10.2016
Die Decken beim abschließenden Open-Air-Konzert fanden dankbare Abnehmer. Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

50 000 bis 55 000 Gäste besuchten in acht Monaten die etwa 50 Jubiläumsveranstaltungen zur 800-jährigen Ersterwähnung Luckenwaldes. So schätzt es jedenfalls die Projektgruppe der Stadtverwaltung ein, die diese Veranstaltungen „von langer Hand vorbereitet, umsichtig organisiert und solide finanziert“ hat, sagte Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) vor dem Abschlusskonzert am Sonntagabend und lobte damit ihre daran beteiligten neun Mitarbeiter. Sie hätten vor Ideen nur so gesprüht, erinnerte sie sich, der selbst ihre Chefin dazu brachte, dass sie innerlich mit den Augen rollte.

Eine Chronik kauften Doreen Ruthenberg (r.) und André Seidel mit Töchterchen Frieda bei Stadt-Azubi Anne Baumann. Quelle: Hartmut F. Reck

So zum Beispiel bei dem „kühnen Plan“, so Herzog-von der Heide, für jeden der 800 Stühle auf dem Marktplatz beim Abschlusskonzert eine Decke vorzuhalten. Verrückte Idee und außerdem unbezahlbar hieß es zunächst. Doch dann entdeckte man das Sonderangebot eines schwedischen Möbelhauses: Decken für 1,80 Euro das Stück.

Die Wohnungsgesellschaft „Die Luckenwalder“ wurde schnell als Sponsor gewonnen und die Auszubildenden der Stadtverwaltung mit einem Kleinbus nach Berlin geschickt, um dort in den vier Filialen alle Decken aufzukaufen, um den Luckenwalder Bedarf zu decken. Wer wollte, konnte die Decke auf seinem Stuhl anschließend mit nach Hause nehmen. Es blieben laut Projektgruppenleiterin Christiane Kaiser nur wenige zurück.

„Dinner in Weiß“ soll wiederholt werden

Dafür bleiben schöne Erinnerungen und gute Erfahrungen zurück. So sollte zum Beispiel das „Dinner in Weiß“ unbedingt wiederholt werden, sagte die Bürgermeisterin. Auch das extra für das Jubiläum entworfene Logo mit den markantesten Gebäuden der Stadt soll ohne die beiden Jahresdaten 1216 und 2016 weiter verwendet werden, ergänzte Christiane Kaiser.

Als dauerhafte Erinnerungsstücke bleiben die Räderwerk-Skulptur von Manfred Stenzel vor der Bibliothek und das Backhaus auf dem Wiesendreieck von Ofenbaumeister Jens Bärmann der Stadt erhalten – und natürlich auch die „Chronik der Stadt Luckenwalde“ von Dietrich Maetz. Von den 800 gedruckten Exemplaren wurden gleich am Sonnabend nach seinen beiden Vorträgen im Rathaussaal 126 verkauft.

Stadtchronik findet reißenden Absatz

Am Tag drauf wurde die Stadtchronik in den Räumen der Wohnungsgesellschaft „Die Luckenwalder“ feilgeboten. Dort reichten die beiden Stadtverwaltungs-Azubis Anne Baumann und Carsten Adam 81 Exemplare über den Ladentisch. Gestern begann in der Touristinformation der reguläre Verkauf. Bis kurz vor Ladenschluss fanden dort 105 weitere Chroniken einen neuen Besitzer plus 15 Dreierpakete. Sie bestehen aus je einer Stadtchronik, einem Plakat mit der Urkunde von 1216 und einer Broschüre „Was 1216 geschah“ samt Übersetzung des lateinischen Textes.

Bereits ausverkauft sind die Eintrittskarten für die „Carmina Burana“-Aufführung am 13. November im Luckenwalder Stadttheater. Dieses Großprojekt des Johannis-Chors zu Ehren des Stadtjubiläums konnte leider nicht mehr in dem Veranstaltungsplan untergebracht werden, bedauert der stellvertretende Projektleiter Andres Schröder. Dafür werde es aber ein weiterer Höhepunkt dieses denkwürdigen Jahres.

Von Hartmut F. Reck

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