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Teltow-Fläming Stadtrat beschließt neues Vergleichsinstrument
Lokales Teltow-Fläming Stadtrat beschließt neues Vergleichsinstrument
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14:38 06.03.2016
Privatwohnungen entstehen in Ludwigsfelde zurzeit auch mit den drei Brunnenpark-Stadtvillen am Anton-Saefkow-Ring. Quelle: Abromeit
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Ludwigsfelde

Der Mietspiegel für Ludwigsfelde soll aktualisiert werden. Diesen Auftrag erteilten die Stadtverordneten dem Bürgermeister diese Woche einstimmig. Damit bekommt der Zuzugsort auch für die kommenden zwei Jahre ein anerkanntes Vergleichsinstrument, das sowohl von Mietern als auch Vermietern akzeptiert wird.

Damit dieses Instrument ein sogenannter qualifizierter Mietspiegel ist, der vorgeschriebenen Anforderungen entspricht, muss es alle zwei Jahre der Marktentwicklung angepasst und alle vier Jahre neu erstellt werden. In der mehr als 25 000 Einwohner zählenden Stadt Ludwigsfelde gibt es mit der kommunalen Wohnungsgesellschaft Märkische Heimat und der Ludwigsfelder Wohnungsgenossenschaft zwei dominierende Vermieter mit jeweils rund 3000 Wohnungen. Des Weiteren hat die Gagfah vor allem im Dichterviertel mehr als 600 Wohnungen, hinzu kommen diverse Vermieter mit einzelnen Wohnblocks oder Mehrfamilienhäusern.

Einen Mietspiegel gibt es in Ludwigsfelde seit 2008, der jetzige ist bis Ende 2016 gültig. Um ihn nahtlos fortzuschreiben, muss die Vorarbeit jetzt geleistet werden. Mit dem Beschluss soll der neue Mietspiegel nun „auch vor dem Hintergrund der sich gegenwärtig immer stärker verschärfenden Situation auf dem Wohnungsmarkt“, wie es in der Beschlussbegründung heißt, unter Federführung der Stadtverwaltung mit einem kompetenten Institut erarbeitet werden.

Für den CDU-Stadtverordneten Detlef Helgert stellt sich noch ein anderes Problem. „Wann ist es endlich möglich, auch private Vermietung in den Mietspiegel einzubringen?“, fragte er in der Debatte. Das konnte aus dem Stand nicht beantwortet werden. Mieten neu geschaffener Wohnungen können in einem Mietspiegel erfasst werden. Allerdings müssten Vermieter den Instituten, die Mietspiegel mit erarbeiten, ihre Daten zur Verfügung stellen. Lothar Zahn vom Mieterbund Ludwigsfelde sagte gegenüber der MAZ, neueste Mietwohnungen könnten bei der Preisdarstellung in einem Mietspiegel durchaus einbezogen werden. „Allerdings ist die Zahl solcher Wohnungen gemessen am Gesamtbestand der zu erfassenden Mietpreise zu gering, um als relevant anerkannt zu werden“, erklärt Zahn.

Das könnte sich angesichts des Baubooms in Ludwigsfelde wie im neuen Stadtteil Ludwigsdorf aber in absehbarer Zeit ändern.

Von Jutta Abromeit

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