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Stadttheater Luckenwalde wird 85

Stimmungsvolles Geburtstagsfest Stadttheater Luckenwalde wird 85

Am 29. September eröffnete einst das Luckenwalder Stadttheater. Das 85-jährige Bestehen der Bühne war nun Anlass für ein stimmungsvolles Theaterfest. Dabei stand diesmal nicht Strauss’ „Fledermaus“ im Mittelpunkt, sondern Swing-Musik.

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Das „Swing Dance Orchestra“ spielte beim Theaterfest in Luckenwalde groß auf.

Quelle: Matthias Butsch

Luckenwalde . Mit beschwingten Melodien wurde das Luckenwalder Stadttheater einst eröffnet. Das war am 29. September 1930. Festlich aufgeführt wurde damals die Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauss. Festlich und beschwingt ging es nun auch am Sonnabend zu – das 85-jährige Bestehen der Bühne war Anlass für ein stimmungsvolles Theaterfest. Im Mittelpunkt stand dabei die Swing-Musik, die genau in den Jahren aufblühte, als das Theater in Luckenwalde geplant und gebaut wurde, als die ersten Aufführungen in den 1930er-Jahren über die Bühne gingen und die Luckenwalder ihre Kulturstätte begeistert annahmen.

Etwa 600 Theater- und Musikliebhaber waren am Sonnabend zum Fest gekommen, vor allem um die wohl bedeutendste und erfolgreichste Swing Big Band Deutschlands, das „Swing Dance Orchestra“ unter Leitung des „Swing King“ Andrej Hermlin zu erleben. Schon beim Betreten des Theaters konnten sie sich in die 30er-Jahre versetzt fühlen, denn ein Doorman und Pagen in roten Livreen begrüßten die Gäste.

Im Foyer dann die musikalische Einstimmung: „Die Betties“ sangen Hits der goldenen Ära des Swings. Die drei jungen Luckenwalder Damen Maxi und Johanna Kerber sowie Stephanie Günther gefielen nicht nur durch ihr elegantes Outfit im Stile der 1940er-Jahre, sondern besonders durch ihren gekonnten Gesang, der täuschend echt an die Andrews Sisters erinnert.

Derart auf die große Zeit des Swings eingestimmt, strömten die Festbesucher in den Saal. Bevor allerdings das Orchester richtig loslegte, hielt der „Swing King“ eine Laudatio auf das 85-jährige Luckenwalder Theater. Er müsse erschreckt feststellen, in diesem „wunderschönen Haus“ vorher noch nie gewesen zu sein, sagte Andrej Hermlin. Als Liebhaber der Architektur der Moderne zwischen den beiden Weltkriegen sei er angetan, wie das Theater die Jahrzehnte überstand, wunderschön im alten Stil saniert wurde und so lange als Kunst- und Kulturstätte besteht. „Es ist uns eine Ehre, hier spielen zu dürfen“, sagte Andrej Hermlin, „es ist genau der Raum, in den wir mit unserer Musik gehören.“

Diese Aussage bewahrheitete sich während des gut zweistündigen Konzerts. Die 14 Musiker, die Sänger David Rose, Bettina Labeau und David Hermlin sowie die Gesangsgruppe „The Skyharks“ spielten und sangen bravourös. Ausschließlich in den Originalarrangements erklangen die großen Hits der Orchester von Benny Goodman, Jimmy und Tommy Dorsey, Duke Ellington und natürlich Glenn Miller.

„Einfach sehr schön“, sagten Christine und Uwe Maiwald, nachdem die letzte Zugabe verklungen war. Die beiden Luckenwalder sind ständige Besucher des Theaters. „Wir sind nicht auf ein Genre festgelegt“, erklärte Uwe Maiwald, „und haben wieder einmal die Vielfalt des Angebots in unserem Stadttheater erleben können.“

Eine Zugabe gab es auch noch an diesem Abend. Zum Ausklang des Festes spielte im Theaterkeller die Berliner Band „Cashley“ Evergreens aus der dem Swing folgenden Ära des Rock ‘n‘ Roll. So folgten auf die Andrews Sisters und Glen Miller die Hits von Elvis, Jonny Cash und AC/DC.

Von Matthias Butsch

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