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Stadtverordnete erinnern an erste freie Wahlen

25 Jahre frei gewählte SVV in Luckenwalde Stadtverordnete erinnern an erste freie Wahlen

Etwas verspätet wurde der ersten Sitzung der Luckenwalder Stadtverordneten vor 25 Jahren gedacht. Axel Wilhelm, erster Stadtverordnetenvorsitzender und Peter Gruschka, erster Bürgermeister nach dem politischen Umbruch erinnerten sich in einer Feierstunde an das damalige Chaos und die eigene Unkenntnis. Gruschka: „Wir waren Laien, aber höchst motiviert.“

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25 Jahre später: Heidemarie Migulla, heutige SVV-Vorsitzende, Axel Wilhelm, damaliger SVV-Vorsitzender, Peter Gruschka, damaliger Bürgermeister, Elisabeth Herzog-von der Heide, heutige Bürgermeisterin.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. Mit einem guten halben Jahr Verspätung erinnerte man sich am Dientagabend der konstituierenden Sitzung der ersten frei gewählten Luckenwalder Stadtverordnetenversammlung nach der Wende. Am 30. Mai 1990 trat das Gremium zum ersten Mal zusammen. Aus diesem Grund hatte die heutige Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung (SVV), Heidemarie Migulla (Linke), alle Stadtverordneten der ersten Stunde wie auch die aktuellen zu einer Feierstunde eingeladen.

Als Festredner erinnerten sich der erste Stadtverordnetenvorsitzende Axel Wilhelm (ehemals CDU) sowie der erste Bürgermeister nach der Wende und heutige Stadtverordnete Peter Gruschka (SPD) an die damalige Zeit.

„Es war das reine Chaos“, sagte Axel Wilhelm im Rückblick auf die erste Sitzung im Kreiskulturhaus. „Keiner hatte eine Ahnung“, so Wilhelm, aber es wurden dann doch in den folgenden Sitzungen der ersten Legislaturperiode eine Fülle von Beschlüssen gefasst, die bis heute nachwirken.

Für Peter Gruschka war der (kommunal-)politische Neustart nicht das Ergebnis einer Wende, sondern vielmehr einer Implosion des alten politischen Systems. Dabei sei aber nicht alles zusammengebrochen, denn die Verwaltungen funktionierten ja noch, aber die Autorität der bis dahin politischen Verantwortungsträger war weitgehend zerstört. „Es war also dringend nötig“, so Gruschka, „dass das Volk sich eine neue Regierung wählt, da die alte Regierung das vermeintlich ihrige Volk nicht mehr erreichte.“ Nur mussten erst einmal Personen gefunden werden, die bereit waren, Aufgaben und Verantwortung zu übernehmen. Denen fehlte es aber an Kenntnissen und Erfahrungen, wogegen die Erwartungen an den Neuaufbau um so konkreter waren. „Wir waren Laien“, so Peter Gruschka, „aber höchst motiviert.“ Bei aller Begeisterung für die neue Aufgabe, gab es jedoch auch viele Probleme. Sei es die organisatorische und personelle Umgestaltung der Verwaltung oder die unabwendbaren Kündigungen vieler Erzieherinnen, weil nur noch halb so viele Neugeburten zu verzeichnen waren. „Unter jeder Kündigung stand mein Name“, so Gruschka, „und jede Kündigung tat mir weh und sie wurde von vielen gelesen.“ Wohl auch ein Grund dafür, dass er Ende 1993 nicht wiedergewählt wurde. Dafür ist Gruschka noch heute stolz darauf, Ende 1990 die jetzige Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide als 2. Dezernentin eingestellt zu haben.

Von Hartmut F. Reck

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