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Stadtverordnete lehnen Amphitheater ab

Ludwigsfelde Stadtverordnete lehnen Amphitheater ab

Ein Amphitheater hinter dem Ludwigsfelder Klubhaus wird es nicht geben. Die Stadtverordneten stimmten jetzt mit großer Mehrheit gegen das Projekt – dabei waren die Betonblöcke für das Theater schon gekauft. Doch den Abgeordneten waren die Kosten zu hoch.

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Die Betonblöcke für das Amphitheater liegen bereits im Hof des Klubhauses.

Quelle: Krischan Orth

Ludwigsfelde. Die Stadtverordneten haben sich am Dienstag mit einer deutlichen Mehrheit gegen den Bau eines Amphitheaters im Hof des Ludwigsfelder Klubhauses entschieden. Damit wird der Beschluss zum Bau des Amphitheaters aus dem Jahr 2014 wieder aufgehoben. Das von Beginn an umstrittene Projekt hat bis heute 153 000 Euro gekostet.

Bürgermeister gegen Weiterbau

Bürgermeister Andreas Igel (SPD) plädierte vor der Entscheidung gegen den Bau. „Vor dem Hintergrund eines Investitionsstaus und der Sanierung von Kindergärten und Schulen verlieren wir nicht unser Gesicht, wenn wir uns gegen das Amphitheater entscheiden“, sagte er in der Sitzung der Stadtverordneten.

Befürworter der Freiluftbühne hoben besonders das Alleinstellungsmerkmal für die Stadt hervor. Der Bau des Amphitheaters für 400 Sitzplätze war aber wegen seiner Baukosten und der geringen Nutzungsrate von Beginn an unter den Stadtverordneten umstritten. Zehn Veranstaltungen bis 22 Uhr und drei Veranstaltungen bis 24 Uhr, hätten jährlich stattfinden können. Der technische Aufwand für Theater- und Musikveranstaltungen, sowie die Reinigung des Geländes, hätten zusätzliche Kosten verursacht. Hinzu kamen die Schwierigkeiten bei der Planung. Die Stadt trennte sich im Laufe des Projekts von Planungsbüro und Bauunternehmen. Eine Klage des Bauunternehmens erwartet Bürgermeister Igel nicht. Die Kosten seien nach Leistungsstand beglichen. Nach Schätzung der Verwaltung wären bei einer Fortsetzung des Baus zusätzliche Kosten in der Höhe von 240 000 Euro entstanden.

Kosten auch für Abbau und Pflasterung

Aber auch ein Abbau und die Pflasterung des brachen Hofgeländes, auf dem die Sitzblöcke jetzt liegen, verursacht zusätzliche Kosten in Höhe von 113 000 Euro. Hauptkostenpunkt in dieser Rechnung ist die Pflasterung des Hofes, die mit 55 000 Euro veranschlagt wird. Die Kosten der Umplanung belaufen sich voraussichtlich auf 35 000 Euro, die Beleuchtung soll 15 000 Euro kosten.

Der Abtransport der Sitzblöcke, hier wird mit 8000 Euro gerechnet, war der einzige Punkt, die im Stadtrat hinterfragt wurde. Hans-Erwin Baltrusch (Freie Wähler) schlug vor, die Sitzblöcke zu verwenden und nicht einzulagern. Sie könnten in der Stadt als Sitzgelegenheiten platziert werden. Da es sich um Einzelanfertigungen für eine bestimmte Anordnung handelt, müssten sie gruppenweise aufgestellt werden, so der Bürgermeister. Es soll nun geprüft werden, ob die Sitzblöcke als Bänke in der Stadt Verwendung finden können. Für den Bau eines Freilufttheaters kommen sie jetzt nicht mehr in Frage.

Von Krischan Orth

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