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Städtekranz tagte in der Feuerwache

Luckenwalde Städtekranz tagte in der Feuerwache

Die Bürgermeister der sieben Städtekranz-Kommunen und Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) trafen sich am Freitag zur Mitgliederversammlung in der neuen Luckenwalder Feuerwache. Bei der anschließenden Tagung ging es um Themen wie Wohnen, Mobilität und Arbeit. Bei aller Freude über das allgemeine Wachstum wirft es in allen Kommunen Probleme auf.

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Ein Teil der Teilnehmer mit Ministerin Kathrin Schneider (2.v.l.) und Bürgermeisterin Elisabeth Herzog (3.v.r.).

Quelle: FOTO: Reck

Luckenwalde. Das Selbstbewusstsein wächst mit der eigenen Bedeutung. So geht es schon seit geraumer Zeit den sieben Städten, die sich wie Perlen an einer langen Kette um die Metropole Berlin aufreihen. Gestern trafen sich die Bürgermeister und Städteplaner des so genannten Städtekranzes sowie Vertreter des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung, allen voran Ministerin Kathrin Schneider (SPD), zur Mitgliederversammlung und anschließenden Klausurtagung im Gebäude der neuen Feuerwache in Luckenwalde. Dabei ging es schwerpunktmäßig um die Themen Wohnen, Mobilität und Arbeiten. Gerade im Bereich Mobilität und der infrastrukturellen Daseinsvorsorge gibt es allerorten Engpässe.

Bessere Anbindung an Schienenpersonennahverkehr

So forderte der neue Vorsitzende des Städtekranzes, Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin), eine bessere Anbindung mit dem Schienenpersonennahverkehr für die Städte des 2. Rings, wie sich die im Städtkranz organisierten Kommunen Brandenburg an der Havel. Cottbus, Eberswald, Frankfurt (Oder), Luckenwalde, Jüterbog und Neuruppin auch nennen. Sie meinen jedenfalls, dass sie jetzt am Zug seien und das in der doppeldeutigen Bedeutung dieses Begriffs. An den Bahnstrecken von und nach Berlin liegen sie ohnehin, was sie für viele Berliner attraktiv macht. Alle haben laut Stephan Kathke von der Geschäftsstelle des Städtekranzes, mehr Zuzüge aus der Hauptstadt als Wegzüge nach Berlin, was sie aber auch aufgrund ihrer Überalterung dringend bräuchten.

Wachstumsschmerzen allerorten

Das führe aber auch zu Wachstumsschmerzen, wie die Gastgeberin, Luckenwaldes Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) ausführte. „25 Jahre lang wurden wir auf Schrumpfung konditioniert“, sagte sie, „mit einem Mal wachsen wir aber.“ Ein an sich freudiges Schicksal, so Herzog-von der Heide. Sie könne aber nicht weiter für die Stadt werben, so lange sie nicht genügend Kita- und Schulangebote habe.

Selbst in entlegeneren Kommunen wie Fürstenwalde/Spree, die nun unter dem Begriff „Städtekranz plus“ laufen und zum Treffen in Luckenwalde geladen waren, hätten ebenfalls keine freien Kita-Kapazitäten mehr, meinte Bürgermeister Hans-Ulrich Hengst (parteilos): „Es ist gut zu wissen, dass andere auch nicht vorgestern schon für übermorgen geplant haben.“

Ministerin: Städte sind auf dem richtigen Weg

Ansonsten seien die Städte auf dem richtigen Weg, meinte Ministerin Schneider: „Sie wollen die Entwicklungschancen für sich nutzen“.

60 Teilnehmer, darunter auch Vertreter aus dem Wohnungswesen, dem Mobilitätsbereich und der Wirtschaft, diskutierten über die erforderlichen Maßnahmen der Stadt- und Regionalentwicklung sowie der gemeinsamen Landesplanung und hatten dabei vom obersten Stockwerk der Feuerwache immer die Bahnstrecke nach Berlin im Blick.

Von Hartmut F. Reck

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